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Iserlohn. (MK) Um 21:30 war die erste digitale Mitgliederversammlung des Iserlohner EC e.V. nach rund zwei Stunden beendet. Aufgrund der Pandemie wurde die Mitgliederversammlung... Digitale Mitgliederversammlung des Iserlohner EC: Schwarze Zahlen und ein positiver Ausblick

Mit großer Mehrheit wiedergewählt: Wolfgang Brück (links) und Josef Jost – © Screenshot IEC

Iserlohn. (MK) Um 21:30 war die erste digitale Mitgliederversammlung des Iserlohner EC e.V. nach rund zwei Stunden beendet.

Aufgrund der Pandemie wurde die Mitgliederversammlung in dieser Form für die Spielzeiten 19/20 und 20/21 zusammen durchgeführt.

Kurzweiliger Rückblick und Ausblick, aber kein weiterer Neuzugang

Der erste Vorsitzende des IEC und zugleich geschäftsführende Gesellschafter der Iserlohn Roosters GmbH, Wolfgang Brück, ließ nach seiner Begrüßung und seinen Erläuterungen zur digitalen Durchführung die sportlichen Spielzeiten noch einmal Revue passieren. Das Verpassen der Playoffs 19/20, der Saisonabbruch in der DEL, der wirtschaftlich unsichere Sommer 2020, der verspätete Start, die finanziellen Opfer der Spieler, die Trennung von Headcoach Jason O´Leary im Februar bis hin zu den Playoffs. Brück riss alle relevanten Themen nochmals an. Einen großen Dank richtete er an alle Mitarbeiter, Spieler, Sponsoren Gönner und nicht zuletzt auch an die Fans und Dauerkarteninhaber, die zum Teil den Klub durch Spenden erheblich unterstützt haben.

Einen Blick auf den schon feststehenden Kader für die Spielzeit warf Brück ebenfalls. Er unterstrich die Wichtigkeit eines tiefen Kaders mit Blick auf eine mögliche Playoff-Teilnahme. Auf der extrem wichtigen Torwartposition habe man sich bewusst für vier Torhüter entschieden. Neben Stammkeeper Jenike und Neuzugang Weitzmann (Köln) werden hier die Nachwuchskräfte Neffin und Becker das Quartett bilden. In der Abwehr habe man nun bereits Spieler unter Vertrag, die auch körperlich stark seien. Die Situation in den letzten Monaten habe auch einem Klub wie den Roosters die Möglichkeit gegeben durch ein kluges Management und vertragliche Optionen Leistungsträger zu halten. Man habe bereits gute deutsche Spieler unter Vertrag. Natürlich würde der eine oder andere gute Importspieler noch fehlen. Insgesamt sei man glücklich, dass Spieler bleiben, die die Liga geprägt haben. Es sei gelungen den Teufelskreislauf der jährlich sich wiederholenden schmerzlichen Abgänge zu durchbrechen.

Einen Neuzugang wollte Brück den Mitgliedern nicht präsentieren. Aufmerksamen Beobachtern dürfte aber nicht entgangen sein, dass Nachwuchsverteidiger Aaron Krebietke (17) auch zukünftig mit einer Förderlizenz ausgestatte sein wird. Cam MacDonald wird demnach auch zukünftig Torwarttrainer der Roosters bleiben. Artur Grass, der in der Pandemie-Saison unter Headcoach Brad Tapper als Co-Trainer aushalf, wird auch zukünftig als Development-Coach unterstützen.

Brück mahnte bei aller Freude über den schon feststehenden Kader zur Geduld. Ein Talent wie Taro Jentzsch oder auch ein deutscher Meister wie Kris Foucault müssten sich erst einleben bzw. ihre Leistungen aus der Vergangenheit bestätigen.

Der Dauerkartenverkauf stimme positiv, erklärte Brück weiter. Die Roosters seien zuversichtlich Zuschauer in der kommenden Saison beherbergen zu können. Letztendlich ist aber hier alles vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig.

Trotz Pandemie ein Plus im Stammverein und Nachwuchs / Wiederwahl nur eine Formsache

Bob Paton, erster Vorsitzender der Young Roosters, legte das Zahlenwerk der Nachwuchsabteilung vor. In der Saison 19/20 blieb ein kleines Plus von 210,34 Euro übrig. In der im vergangenen November abgebrochenen Saison 20/21 konnte ein Plus von 62.638,37 Euro auf die hohe Kante gelegt werden. Paton zeigte sich dankbar und zugleich überwältigt von den Spenden an den Nachwuchs.
Und auch die durch den 2. Vorsitzenden Josef Jost vorgestellten Zahlen des IEC e.V. waren positiv. 210,34 Euro in der Saison 19/20 und pandemisch bedingt 85.952,27 Euro in der Saison 20/21 wies der Stammverein aus.

Kassenprüfer Rüdiger Schilling hatte keine Beanstandungen. Der Vorstand wurde mit 96,33% entlastet.

271 Mitglieder nahmen digital an der Versammlung teil. Eine Formsache war die Wiederwahl von Wolfgang Brück zum 1. Vorsitzenden (96,41%) und Josef Jost zum 2. Vorsitzenden (96,47%) für weitere drei Jahre. Auch die Kassenprüfer Rüdiger Schilling und Andreas Greuel wurden mit 91,02% der Stimmen wiedergewählt.

Viel Positives unter dem Punkt Verschiedenes

Nach den Ehrungen für 20- und 25-jährige Mitgliedschaften wurden unter dem Punkt „Verschiedenes“ noch diverse Fragen der Mitglieder von Wolfgang Brück beantwortet. Nachfolgend die interessantesten Aussagener.

– Stürmer Brent Aubin verfügt noch nicht über den deutschen Pass
– Ein in der Vergangenheit angedachtes Abschiedsspiel für die Altstars Mike York, Michael Wolf und Robert Hock sei durch die Pandemie, aber auch aufgrund von fehlenden Rückmeldungen noch nicht zustande gekommen. Über eine solche Veranstaltung, die es bislang noch nie gab, würde man sich aber freuen und über weitere Planungsschritte informieren.
– Das Worstcase-Szenario einer weiteren Pandemie-Saison ohne Zuschauer müsse man laut Wolfgang Brück einplanen. Man sei in der Lage eine solche Saison zu „überleben“.
– Aktuelle Sponsoren-Gespräche sind erfolgversprechend. Der Klub kümmere sich und die Sponsoren seien bereit in ein tolles Produkt zu investieren. Man befindet sich in keiner Komfortzone, aber in einer sehr guten Ausgangsposition
– Aktuelle Mitgliederzahl des IEC: 2391
– Die Partnerschaft mit Medice ist für beide Seiten positiv. Man ist zusammen neue Wege gegangen. Insgesamt sind die Roosters wirtschaftlich auf einem guten Weg. Einen neuen „super Sponsor“ gibt es aber aktuell nicht.
– Keine neuen Erkenntnisse bzgl. einer zweiten Eisbahn. Brück kündigte weitere Gespräche mit Stadtwerke/Bädergesellschaft an. Man habe eine tolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Umsetzung sei sinnvoll, aber es besteht zeitlich kein Druck. Umbauten in der Halle werden je nach Erfordernis und Hygienevorschriften versucht umzusetzen. Verbesserungen der Beleuchtung, Belüftung und Lautsprecher in der Halle wurden durch die Mitglieder angemahnt.
– Lob der Mitglieder für das Corona-Management der Roosters und die Durchführung der Versammlung.
– Weitere Kooperation mit Oberligist Herne ist angedacht. Seitenhieb in Richtung des Ex-Kooperationspartners und DEL-Aufsteiger Bietigheim.
– Mit den Spielern Griffin Reinhart, Dieter Orendorz und Joel Lowry ist man noch in der „Kommunikation“.
– Sportlicher Abstieg: Man müsse immer über das „was wäre wenn“ nachdenken. Fokus liegt auf dem Saisonstart. In 21 Jahren sei man nie Letzter geworden.
– Lob für die 12-monatige Rundumbetreuung durch Athletikpartner B2B.
– Die Vorteile einer lebenslangen Mitgliedschaft wurden nochmals vorgestellt. Ab 2022 beinhaltet die klassische Mitgliedschaft nur noch das Vorkaufsrecht auf eine Stehplatzkarte anstatt zwei Tickets.

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