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Limburg. (PM EG DL) Spektakulärer Heimsieg für die EG Diez-Limburg: Die Rockets schlagen am Diezer Heckenweg die Rostock Piranhas mit 7:6 (2:2, 1:3, 4:1)... Diez-Limburg beweist Moral und dreht Spiel gegen Rostock

Dreifach-Torschütze Cheyne Matheson – © Nicole Baas

Limburg. (PM EG DL) Spektakulärer Heimsieg für die EG Diez-Limburg: Die Rockets schlagen am Diezer Heckenweg die Rostock Piranhas mit 7:6 (2:2, 1:3, 4:1) und machen damit das erste Sechs-Punkte-Wochenende der neuen Saison perfekt.

Nach dem Sieg am Freitag in Krefeld legte die EGDL in heimischer Halle gegen einen weiteren direkten Konkurrenten drei wichtige Punkte nach und festigte für den Moment einen Platz in den Pre-Playoffs.

Es war die vermeintlich entscheidende Szene der Partie – und sie sorgte für viel Gesprächsstoff: Zwei Sekunden sind im zweiten Drittel noch zu spielen. Rostock bestimmt das Spielgeschehen, wird mit einer 5:3-Führung in die Pause gehen. An der gegnerischen blauen Linie führt Rockets-Stürmer David Lademann die Scheibe, zwei Rostock-Spieler sind nahe bei ihm, es besteht überhaupt keine Gefahr für das Piranhas-Gehäuse. In dem Moment fährt Rostocks Kapitän Kevin Lavallee, ehemaliger deutscher Nationalspieler, langjähriger DEL-Spieler, als dritter Spieler in die Szenerie und aus dem Nichts einen Check auf offenem Eis gegen Lademann.

Ob der Check nun sauber oder unsauber war, ist dabei kaum relevant. Viel mehr stellt sich die Frage, warum ein so erfahrener Spieler wie Lavallee (Namensvetter Kevin Lavallee bei den Rockets fehlte übrigens verletzungsbedingt) in einer derart ungefährlichen Situation einen solchen Check fährt und damit Gefahr läuft, nicht nur den Gegenspieler möglicherweise zu verletzen, sondern auch eine Strafe zu kassieren. Die folgt prompt: Die Unparteiischen geben Rostocks Kapitän eine 5-minütige Strafe (ohne Spieldauer). Später wird sich Piranhas-Trainer Chris Stanley darüber echauffieren, dass die Unparteiischen entscheidet in das Spiel eingegriffen hätten. Vielmehr aber war es sein Kapitän, der dem Team einen Bärendienst erwiesen hatte.

Denn die Rockets nutzten die fünfminütige Überzahl zu Beginn des letzten Drittels dazu, die Partie zu drehen: Wie entfesselt und von den Zuschauern nach vorne gepeitscht trafen Marky Shevyrin (41.) und Cheyne Matheson (42., 45.) im Dreierpack, während Lavallee auf der Strafbank schmorte. Aus 3:5 machten die Rockets ein 6:5. Und als Lukas Koziol wenig später ebenfalls in die Kühlbox musste, legte Noureddine Bettahar den Gamewinner zum 7:5 nach (47.). Die Gäste kamen in eigener Überzahl nur noch zum 6:7-Anschlusstreffer (59.).

Zuvor hatte sich schon in den ersten beiden Dritteln ein packendes Spiel angedeutet: Die EGDL, die ohne die Routiniers Daniel Ketter, Kevin Lavallee und Konstantin Firsanov sowie ohne Nikita Krymskiy antrat, ging gleich zwei Mal in Führung: Cheyne Matheson traf zum 1:0 (7.), Thomas Voronov in Überzahl zum 2:1 (14.). Beide Male glichen die Piranhas aus – unter anderem durch Gianluca Balla (12.). Beim Spielstand von 2:2 wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im zweiten Drittel war Rostock dann ohne Frage die bessere Mannschaft, führte völlig verdient nach Treffern von Tom Pauker (21.), August von Ungern Sternberg Kuzara (29.) und Justin Maylan (38.) mit 5:3. Zwischendurch hatte lediglich Kyle Brothers auf Vorarbeit von Förderlizenzspieler Leon Köhler, der ein starkes Saisondebüt im Rockets-Trikot gab, zum 3:4 (30.). Was dann kam waren die letzten beiden Sekunden des Drittels, die dem Spiel mit der Strafe von Rostocks Kapitän die entscheidende Wende gab. Der diskutierte auch nach Spielende noch mit den Unparteiischen, hatte sich die Situation aber selbst zuzuschreiben.

„Ich habe im Time-out nach dem Tor zum 2:4 gesagt, dass wir weiter an uns glauben müssen“, sagte Rockets-Trainer Jeffrey van Iersel. „Gegen diese Mannschaft können wir das Spiel noch einmal kippen. Das ist uns am Ende in der Überzahl-Situation gelungen. Wir haben die Chance, die uns der Gegner gegeben hat, genutzt. Offensiv war das heute sehr gut, dafür haben wir defensiv zu viele Fehler gemacht. Aber ein großes Lob an die Mannschaft für dieses wichtige Sechs-Punkte-Wochenende.“

EG Diez-Limburg: Guryca (Stenger) – Bettahar, Shevyrin, Seifert, Valenti, Wächtershäuser – Brothers, Matheson, Köhler, Voronov, Slaton, Patocka, Lademann, Wellhausen, Lehtonen, König, Bojarin.

Schiedsrichter: Anselm / Mylius.

Zuschauer: 174.

Tore: 1:0 Cheyne Matheson (7.), 1:1 Gianluca Balla (12.), 2:1 Thomas Voronov (14., Überzahl), 2:2 Lukas Koziol (15.), 2:3 Tom Pauker (21.), 2:4 August von Ungern Sternberg Kuzara (29.), 3:4 Kyle Brothers (30.), 3:5 Justin Maylan (38.), 4:5 Mark Shevyrin (41., Überzahl), 5:5, 6:5 Cheyne Matheson (42., 45., beide Überzahl), 7:5 Noureddine Bettahar (47., Überzahl), 7:6 Lukas Koziol (59., Überzahl).

Strafminuten: Diez-Limburg 8, Rostock 19.

Der Ausblick

Freitag, 20.30 Uhr: Herford vs EGDL

Sonntag, 18.30 Uhr: EGDL vs Halle

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