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„Die Drittelpause“: Wenn die „geilste Zeit“ hinter der Bezahlschranke ausgespielt wird „Die Drittelpause“: Wenn die „geilste Zeit“ hinter der Bezahlschranke ausgespielt wird
Im August 2016 verkündeten DEL und Telekom den damals neuen TV Deal. Auch an dieser Stelle wurde viel über das Angebot diskutiert und geschrieben.... „Die Drittelpause“: Wenn die „geilste Zeit“ hinter der Bezahlschranke ausgespielt wird

Im August 2016 verkündeten DEL und Telekom den damals neuen TV Deal. Auch an dieser Stelle wurde viel über das Angebot diskutiert und geschrieben. Kunden des großen Mobilfunkanbieters aus Bonn hatten zwei Jahre lang die Möglichkeit das Angebot kostenfrei zu nutzen. Als Sahnehäubchen für die große breite sportinteressierte Öffentlichkeit wurde ein Spiel, in der Regel Sonntags, im Free TV bei Sport1 übertragen.

Beim DEL Eishockeyfan ist das Angebot nach einigen Startschwierigkeiten mittlerweile angekommen. Wer mit seinem Team nicht nur daheim, sondern auch bei den Auswärtsspielen mitfiebern und anschließend mitreden will, der hat die Möglichkeit bei Telekom Eishockey nichts zu verpassen. Der Deal wurde für vier Jahre plus einseitiger Option für vier weitere Jahre abgeschlossen. Jedem Klub spült der TV Vertrag rund 285.000 Euro in die Kasse.

Nach dem überraschenden Gewinn der Silbermedaille bei Olympia im Februar erlebte Eishockey auch in der allgemeinen öffentlichen Wahrnehmung einen kleinen Höhenflug. Eishockey war auf einmal wieder „salonfähig“. Was konnte da Besseres passieren, als dass direkt nach Olympia die DEL in die heiße Phase startete. Die DEB Olympiastars waren sofort wieder präsent. Gute TV-Quoten, begeisterte Fans und ein positives Feedback hüben und drüben der Telekom Bezahlschranke waren festzustellen.

Kölns Mo Müller beim Interview – © Eh.-Mag. (JB)

In Verträgen sollte man aber auch immer die Zeit haben das Kleingedruckte zu lesen. Im Grunde ist es ein Unding, dass die hochdramatischen Finalspiele fünf bis sieben nur noch bei der Telekom live zu sehen waren. Sport1 war nach vier Spielen raus. Der DEL Fan wird es vielleicht sogar kaum bemerkt haben, aber viele Sportfans wunderten sich, warum auf einmal kein DEL Finale mehr über die Mattscheibe bei Sport1 flimmerte. Ein Ärgernis und doppelt bitter, weil Eishockey gerade positiv in aller Munde war.
Über die Summe, die der TV Vertrag für jeden Klub bringt, mag man streiten. Nach zwei Spielzeiten kann man nur festhalten, dass die DEL Vertreter nicht gut genug verhandelt haben. Dem alleinigen Rechteinhaber ist hier kein großer Vorwurf zu machen. Wer den Großteil für die Musik bezahlt, bestimmt auch wann und wo sie gespielt werden darf. Bezüglich der TV Präsenz im Free TV sollte für die Zukunft im Sinne aller Eishockeyfans dringend nachverhandelt werden, damit auch alle in den Genuss kommen können den neuen Deutschen Meister live zu erleben. Die #GeilsteZeit sollte auch beim Sender mit dem Slogan „Home of Hockey“ komplett zu sehen sein.

Es erstaunt übrigens schon sehr, dass man dieses Zugeständnis der Telekom gestattet hat. Beim Thema Auf- und Abstieg schaut man auf Seiten der DEL ja wesentlich genauer ins „Kleingedruckte“. (MST)

Über „Die Drittelpause“: In der sogenannten „Drittelpause“ greifen verschiedene Autoren aktuelle Themen auf und beziehen hier klar persönlich Stellung. Hierbei wird Nebensächliches zur Hauptsache gemacht und umgekehrt. Es wird gerne überspitzt, frech und vielleicht auch manchmal einfach nur „anders“ argumentiert und kommentiert. Mal laut, mal leise, mal mit einem Augenzwinkern und mal mit dem Dampfhammer oder in Satireform. „Die Drittelpause“ ist nicht neutral und ausgeglichen, sie ist die oft persönliche Meinung des Autors / der Autorin und soll Anlass zur Diskussion bieten.

Fotos: – © Eh.-Mag. (JB)

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