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Wie man mit vielen Worten wenig sagen kann, das sieht man wieder einmal an der Pressemitteilung der DEL zum neuen Medienpartner Deutsche Telekom.  ... „Die Drittelpause“: Let me entertain you – Telekom schnappt sich die TV Rechte
Mega Aufwand in Sachen Technik wie hier beim DEL Wintergame - © by Media

Mega Aufwand in Sachen Technik wie hier beim DEL Wintergame – © by Media

Wie man mit vielen Worten wenig sagen kann, das sieht man wieder einmal an der Pressemitteilung der DEL zum neuen Medienpartner Deutsche Telekom.

 
Mit Stand heute kann der Fan Eishockey zukünftig erst einmal über das Telekom Angebot „Entertain“, Smart TV´s und Streaming Dienste genießen. So würde (Stand heute) Eishockey endgültig zum Randsport im Internet verkommen. Man darf nun also mal gespannt sein, wer sich die Free-TV Übertragungen in welcher Form auf der „Telekom-Resterampe“ sichert? Das könnte ebenso Sport1 sein, wie weiterhin Servus TV, Eurosport, ein anderer Sender oder eben vielleicht auch gar keiner. Wer weiß es heute schon? Diejenigen, die noch vor Wochen großkotzig meinten man könne sich den Free TV Partner aussuchen, dürften jetzt hoffentlich merken wie bescheiden es wirklich um die Attraktivität des Eishockeys steht. Eishockey ist, ähnlich wie Handball und Basketball, eine eher regional boomende Sportart.

 
Orientiert man sich an den Telekom Übertragungsgewohnheiten beim Basketball, dann sind die Zeiten fester Anspielzeiten vorüber. Sonntags um 13 Uhr ist dann ebenso wenig ausgeschlossen, wie Sonntags 20 Uhr oder möglicherweise auch mal Eishockey an einem ganz ungewohnten Donnerstag oder sogar Samstag. Möglicherweise sogar in direkter Konkurrenz zur Fußball Bundesliga? Der Fan wird sich vermutlich von einigen Gewohnheiten verabschieden müssen, wenn es denn so kommen sollte. Aber noch weiß man ja nix Genaues.

 
Und was bringt dieser „Deal“ eigentlich finanziell den Klubs? Bislang, so war jedenfalls zu hören, flossen rund 160.000 Euro in die Klubkassen. Nun hat man sich laut DEL Geschäftsführer Tripcke verbessert.

 
Lag die Messlatte in der Übertragungsqualität zu Zeiten von Sky (Premiere) schon sehr hoch, so konnte Servus TV noch einmal eine deutliche Schippe drauflegen. Hier wäre es zumindest wünschenswert, wenn man die aktuelle Qualität erhalten würde. Nur bitte ohne diese verkabelten Clowns auf dem Eis. Die Cable-Guys sind mittlerweile so unterhaltsam wie die X-te Folge der Lindenstraße. Das eine oder andere bekannte Fernseh-Gesicht von Servus TV werden wir sicherlich auch bei der Telekom wiedersehen. Schon jetzt sind ja einige Herren neben Eishockey für Servus TV auch für Telekom Basketball am Start.

 
Im Moment „boomt“ die DEL bei den Zuschauerzahlen. Um dieses zarte Pflänzchen nicht zu sehr zu gefährden sollte man bei aller Flexibilität vor allem den Fan im Stadion nicht vergessen. Der klassische Spielbeginn am Freitagabend um 19:30 Uhr sollte nicht angetastet werden. Am Sonntag waren die Klubs in der Zeitspanne von 14:30 Uhr bis 17:45 Uhr schon recht flexibel. Eine noch größere Flexibilität am Sonntag, wie man es ja zum Beispiel aus der 2. Fußball Bundesliga kennt, gefährdet den im Moment positiven Besucherstrom. Und dann sind ein paar Euro mehr in der Klubkasse nicht mehr viel wert.

 
Bis jetzt sind neben der ganz hoch anzusetzenden Frage der Übertragungen im Free-TV noch viele Details zumindest offiziell offen. Mich würde zum Beispiel interessieren, ob die DEL sich dann demnächst auch mit dem Zusatznamen eines Sponsors schmücken wird? Telekom DEL klingt ja irgendwie … „komisch“. Bis man endgültig die Katze aus dem Sack lässt kann man also noch ein wenig über die Ausschmückung des neuen Vertrages spekulieren. Wenn dann alles „raus“ ist, wird sich auch schnell zeigen, ob ein Vertrag über vier Jahre plus einseitiger Telekom-Option auf weitere vier Jahre wirklich ein „big Deal“ oder eine Mogelpackung ist.

(Michael Krähling)

 

 

Deal or nor Deal?

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Über „Die Drittelpause“: In der sogenannten „Drittelpause“ greifen verschiedene Autoren aktuelle Themen auf und beziehen hier klar persönlich Stellung. Hierbei wird Nebensächliches zur Hauptsache gemacht und umgekehrt. Es wird gerne überspitzt, frech und vielleicht auch manchmal einfach nur „anders“ argumentiert und kommentiert. Mal laut, mal leise, mal mit einem Augenzwinkern und mal mit dem Dampfhammer oder in Satireform. „Die Drittelpause“ ist nicht neutral und ausgeglichen, sie ist die oft persönliche Meinung des Autors / der Autorin und soll Anlass zur Diskussion bieten.

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