
Landshut. (MR) Am Samstag stand der zweite Spieltag der Männer auf dem Programm mit den Begegnungen Slowakei – Dänemark und Deutschland – Österreich. Dazwischen spielten die Deutschen Frauen ihr letztes Turnierspiel und trafen auf die Tschechinnen.
Zunächst besiegten im Mittagsspiel die Dänen die Slowaken. Im Startabschnitt hatten sie 2 Treffer vorgelegt, konnten im zweiten Durchgang ein Tor im Powerplay nachlegen, ehe die Dänen sich vor allem im Schlussabschnitt durch Strafzeiten fast noch die Butter vom Brot nehmen ließen. Doch am Ende stand ein nicht unverdientes 4:3 für Dänemark auf dem Würfel.
Für die Frauen gibt es nichts zu holen
Die Deutschen Frauen bestritten ihr letztes Turnierspiel, und es ging gegen Tschechien. Zwar hatten sie auch einige gute Szenen, aber letztlich waren die Tschechinnen in allen Belangen überlegen. Deutschland hielt mutig dagegen, ein eigener Treffer wollte ihnen aber nicht gelingen. Statt dessen trafen die Gegnerinnen ganze 8 Male ins Schwarze. Damit beendet Tschechien das Turnier mit weißer Weste und ist somit auch verdienter Turniersieger.

Pflichtaufgabe für die Männer gegen Österreich: es hat nicht das bessere Team gewonnen
Mit veränderter Aufstellung im Vergleich zum ersten Spiel hatte Team Germany zunächst große Schwierigkeiten mit der aggressiven Spielweise der Österreicher. Mit fünf Spielern neu im Line Up, die noch nicht gespielt hatten, brauchte es lange, um sich zu finden und auf den Gegner einzustellen. Immer wieder wurde die Scheibe bereits in der neutralen Zone verloren. Früh geriet man in Unterzahl und hatte hier ebenfalls Mühe. Zur Drittelmitte – wieder bei vollem Personal – zappelte die Scheibe erstmalig hinter Leon Hungerecker in den Maschen (10.). Auch im zweiten Durchgang blieb es schwer für das Team von Harold Kreis. Die Scheibe lief beim ÖEHV Team einfach besser, flüssiger, und wieder war es Baumgartner, der für rot-weiß-rot einnetzen konnte (28.). Das Drittel war bereits zur Hälfte gespielt, als auch die Turniergastgeber auf der Tafel erschienen: Michaelis verlängerte einen Ehliz-Schuss in die Maschen (32.). Eine Unterzahlsituation musste wieder hart und mit allen Körperteilen weggearbeitet werden. Mit dem knappen Rückstand wurden nochmals die Seiten gewechselt.
Doppelschlag dreht das Momentum
Früh geriet das Team von Roger Bader in Unterzahl, und kaum war dies überstanden – ja, Baumgartner konnte gar einen aussichtsreichen Konter laufen – musste Florian Vorauer seinerseits erneut hinter sich greifen. Wieder war es Michaelis, der ins freie Eck einschieben konnte (44.). Keine Minute später stand Varejcka im hohen Slot völlig frei und lud einfach durch – Spiel gedreht. Bader nahm eine Auszeit. Jetzt war das Momentum beim DEB-Team, und man erspielte sich einige gute Chancen, nachdem auch der heutige Kapitän Ehliz nach zwei Vorlagen noch selbst den Treffer zum 4:2 erzielt hatte (47.). In Überzahl kamen die Gäste auf 4:3 heran – Baumgartner mit seinem dritten Tor am heutigen Tag (53.). Mit Geschick und natürlich dem Quentchen Glück konnte Deutschland aber den knappen Vorsprung verteidigen und am Ende sogar mit dem Empty Netter den Sack zumachen (Pfaffengut, 60.). DEB-Coach Harold Kreis gab nach dem Spiel zu Protokoll, dass hier nicht unbedingt das bessere Team gewonnen habe. Die hauptsächlich Deutschen Fans in der ausverkauften Fanatec Arena nahmen den Sieg trotzdem mit großem Applaus.
Damit kommt es morgen Nachmittag zum Endspiel zwischen Deutschland und der Slowakei. Beginn ist um 14:30 Uhr.
Stimmen zum Spiel
Es spielten:
GER – Leon Hungerecker – Colin Ugbekile, Tobias Fohrler – Yasin Ehliz, Marc Michaelis, Luis Schinko; Lukas Kälble, Mario Zimmermann – Luis Üffing, Josef Eham, Daniel Pfaffengut; Maximilan Daubner, Nicolas Appendino – Tobias Eder, Tim Brunnhuber, Filip Varejcka; Mick Köhler, Janik Möser – Alexander Ehl, Philipp Krauss, Maximilian Eisenmenger
AUT – Florian Vorauer – Kilian Zündel, Bernd Wolf – Nico Feldner, Oliver Achermann, Paul Huber; David Maier, Clemens Unterweger – Dominic Zwerger, Benjamin Baumgartner, Mario Huber; Paul Stapelfeldt, Philipp Wimmer – Tim Harnisch, Senna Peeters, Vinzenz Rohrer; Erik Kirchschläger, Ramon Schnetzer – Maximilian Rebering, Felix Maxa, Henrik Neubauer
Die Tore erzielten:
0:1 (09:44) Benjamin Baumgartner (Mario Huber)
0:2 (27:51) Benjamin Baumgartner (Dominic Zwerger, Mario Huber)
1:2 (31:36) Marc Michaelis (Yasin Ehliz)
2:2 (43:27) Marc Michaelis (Luis Schinko, Yasin Ehliz)
3:2 (44:10) Filip Varejcka (Daniel Pfaffengut)
4:2 (46:26) Yasin Ehliz
4:3 (52:47) Benjamin Baumgartner (Dominic Zwerger) PP1
5:3 (59:57) Daniel Pfaffengut (Marc Michaelis) EN
Schiedsrichter: Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Marius Wölzmüller, Tobias Schwenk)
Strafen: GER – 8 Min.; AUT – 4 Min.
Zuschauer: 4200
Fotostrecke zum Tag vier beim D-Cup
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