Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Krefeld. (MR) Die schönste Meldung für Eishockey-Deutschland war doch das Endergebnis: Deutschland konnte mit drei Siegen aus drei Spielen den Titel verteidigen. Das zum... Deutschland Cup 2022 – eine Nachlese
Torjubel DEB-Team – © Sportfoto-Sale (DR)

Torjubel DEB-Team – © Sportfoto-Sale (DR)

Krefeld. (MR) Die schönste Meldung für Eishockey-Deutschland war doch das Endergebnis: Deutschland konnte mit drei Siegen aus drei Spielen den Titel verteidigen.

Das zum letzten Mal in der Krefelder Yayla Arena ausgetragene Turnier brachte ein neues Teilnehmerfeld mit Österreich und Dänemark an der Seite vom Quasi-Stammgast Slowakei (21 Teilnahmen) zusammen. Für unsere südlichen Nachbarn war es die erste Teilnahme am Deutschland-Cup überhaupt, während die Nachbarn aus dem Norden im Jahre 2007 bereits einmal zu Gast waren; damals noch in einem etwas anderen Spielmodus und Turnierformat. Für Bundestrainer Toni Söderholm ist dieses Heimturnier eine große, wenn nicht die einzige Möglichkeit, sein Team zu formen und potentielle oder auch gestandene Nationalspieler anzuschauen. Hier geht es nicht um Auf- oder Abstieg wie bei Weltmeisterschaften, ist nicht in der direkten Vorbereitung auf ein großes Turnier, daher kann die Mannschaft ohne Druck aufspielen und der Bundestrainer das eine oder andere ausprobieren. Daher gibt es natürlich immer wieder Diskussionen ob des Kaders, der zu dieser Maßnahme geladen wird. Und als der diesjährige Kader für den D-Cup bekanntgegeben wurde, äußerte der eine oder andere Fan bereits die Nachfrage nach einer B-oder gar C-Auswahl, denn Toni Söderholm hatte hauptsächlich junge Spieler und Nationalmannschafts-Neulinge eingeladen, sich zu präsentieren. Und das Endergebnis gab ihm ja recht!

Auf dem Papier hatte der 28-köpfige Kader ein Durchschnittsalter von 24 Jahren, was aber noch geringfügig nach unten zu korrigieren wäre, denn der älteste in der Aufstellung, Marco Nowak (Jahrgang 1990), musste wegen Erkältung passen und hatte keinen Einsatz. So waren die drei 1992er die älteren Führungsspieler im Team (Dustin Strahlmeier, Daniel Schmölz und Marcus Weber). Auf der anderen Seite standen incl. Tobias Ancicka, der allerdings nur zu einer Berücksichtigung als Back up kam, 12 Spieler im Turnier, die Jahrgang 2000 und jünger sind! Die Stimmung im Team aber schien prächtig zu sein, wie man von allen Seiten hörte. Und man spielte erfrischend und beherzt auf. Selbst die Spieler ohne internationale Erfahrung sind ja alles gut integrierte Kräfte in der DEL, und dort muss man sich meist gegen die Erfahrung und das Durchsetzungsvermögen der älteren Spieler behaupten. Und ich wage mal zu behaupten, dass, wer in der DEL gegen Spielertypen wie David Wolf oder Thomas Larkin bestehen muss, auch nicht übermäßigen Respekt vor Nationalspielern anderer Nationen zu haben braucht (die Top-Nationen vielleicht einmal ausgenommen).

Jan Luca Sennhenn - GER 22-23 D-Cup 2022 – © Sportfoto-Sale (DR)

Jan Luca Sennhenn – GER 22-23 D-Cup 2022 – © Sportfoto-Sale (DR)

Von den eingesetzten Spielern ist niemand wirklich durchgefallen, und auf der anderen Seite haben Strahlmeier und Mirko Pantkowski ihre Einsätze mit je einem Shut out vollauf gerechtfertigt. Die Mannschaft steigerte sich auch im Turnierverlauf – war das Spiel gegen die Dänen noch eng und wurde erst in der Verlängerung entschieden, waren die beiden Spiele gegen Österreich und die Slowakei mit jeweils 3:0 einiges deutlicher. Allerdings ließen die Slowaken auch einige ihrer Großchancen sträflich ungenutzt. Das Deutsche Powerplay wurde auch immer besser und gefälliger, sodass im letzten Spiel beide Treffer in numerischer Überzahl erarbeitet wurden. Die insgesamt 9 Treffer (in jedem Spiel 3) verteilten sich auf 7 unterschiedliche Spieler, erstaunlicherweise alles Stürmer (Daniel Schmölz, Tobias Eder je 2, Marc Michaelis, Andreas Eder, Danjo Leonhardt, Tim Wohlgemuth und Tim Fleischer je 1 Tor). Und die sehr jungen Spieler können sich auch noch so erfrischend und natürlich über einen Treffer freuen, da geht einem das Herz auf. „Man muss die Jungs nur spielen lassen“ hatte schon der damalige U20-Bundestrainer Christian Künast beim Aufstieg der U20 in Füssen 2018 betont.

Leider waren Zuschauerzahl und Fanzuspruch nicht so gut, wie es das Turnier verdient hätte, auch das vielleicht ein Indiz, dass ein Standortwechsel nach fünf Jahren in Krefeld dringend angeraten ist. Allerdings ist noch nichts durchgesickert, wo der nächste Deutschland Cup ausgetragen werden soll; neben Schwenningen hat wohl auch Dresden den Hut in den Ring geworfen.

Turnier-Neuling Österreich überraschte gleich mit einem Sieg über die Slowakei, konnte auch Dänemark schlagen und wurde so verdient Zweiter. Mit Lukas Haudum, Stefan Gaffal und dem hoch gedrafteten Marco Kasper (Jg. 2004, Runde 1 Nr. 8) hatte Team Austria drei Spieler unter den Top-Ten der Torschützenliste. Dänemark hatte im Vorfeld die eine oder andere Absage hinnehmen müssen, ging in den ersten beiden Spielen in die Overtime, um dann im letzten Spiel gegen Österreich keine Körner mehr zu haben. Sie wurden dritter im Turnier und stellten mit Mathias From und Mikkel Aagaard den besten und drittbesten Torschützen. Die Slowakei musste zwei Male in die Verlängerung und ging mit diesen beiden Punkten als Schlusslicht aus dem Turnier.

Fotostrecke zum Turnier

D-Cup 2022
© by Eishockey-Magazin / Sportfoto-Sale / D. Ross 2022
« von 46 »

Stimmen nach dem Turnierabschluss

Michaela-Ross

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Push Nachrichten
Nichts mehr verpassen! Wir versorgen Sie mit den wichtigsten Neuigkeiten
Erlauben
Später