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Nürnberg. (STM) Es war ein sehr unterhaltsamer Eishockeyabend für die 3444 Zuschauer. Mit 8-2 deklassierten die Nürnberg Ice Tigers die Iserlohn Roosters, die sich... Desolate Iserlohn Roosters weiter im freien Fall! Ice Tigers feiern ungefährdeten 8-2 Heimsieg

Iserlohns Torwart #92 Andreas Jenike (re.) und Nürnbergs #74 Dane Fox (li.). – © ISPFD

Nürnberg. (STM) Es war ein sehr unterhaltsamer Eishockeyabend für die 3444 Zuschauer.

Mit 8-2 deklassierten die Nürnberg Ice Tigers die Iserlohn Roosters, die sich phasenweise von der Rolle präsentierten. Mit zwei Siegen an diesem Wochenende ist den Nürnbergern wieder der Anschluss an das Mittelfeld der DEL-Tabelle geglückt.

Kollektive Erleichterung bei den Verantwortlichen und den Fans der Nürnberg Ice Tigers. Nach zuletzt vier Niederlagen am Stück konnten sich die Franken über das erste Wochenende mit sechs Punkten freuen. Den Anfang machten die Ice Tigers am Freitag beim ERC Ingolstadt, einem Gegner, bei dem es in den letzten Jahren überhaupt nichts zu holen gab. Aber mit einer tollen Einstellung und einem überragenden Leon Hungerecker konnte beim 5-3 Auswärtssieg die negative Serie beendet werden.

Heute konnten die Ice Tigers zu Hause gegen die Iserlohn Roosters beim 8-2 Heimsieg nachlegen. Dabei trafen die Nürnberger auf einen Gegner, der sich aktuell im freien Fall befindet. Bereits am Freitag musste das Team von Greg Poss eine empfindliche 2-6 Heimniederlage gegen Augsburg hinnehmen, seitdem ist die Stimmung am Seilersee alles andere als gut. Der Auftritt heute dürfte die Stimmung noch verschlechtern.

Spätestens Mitte des zweiten Drittels ergaben sich die Roosters ihrem Schicksal und dürften in dieser Verfassung sportlich schweren Zeiten entgegensehen. Von Beginn an waren die Ice Tigers, die neben Hayden Shaw mit Julius Karrer auf einen weiteren Verteidiger verzichten mussten, das bessere Team. Nach einem feinen Zuspiel des starken Evan Barratt konnte Daniel Schmölz den Puck mühelos zum 1-0 einschieben. (4.).

Iserlohns Trainer Greg Poss – © ISPFD

Auch der zweite Treffer an diesem Abend gehörte den Nürnbergern. Max Kislinger fälschte gekonnt einen Schuss von Braun zum 2-0 ab (14.). Bis zur Drittelpause konnten sich die Roosters bei Andy Jenike bedanken, der schlimmeres Unheil zunächst verhinderte. Zudem gingen die Ice Tigers recht großzügig mit ihren Chancen um. Auch nach der ersten Pause ging das Spiel meistens nur in eine Richtung. Evan Barratt schoss den Puck tief und drückte den eigenen Abpraller von der Bande zum 3-0 über die Linie (25.).

Wenig später keimte zumindest kurzzeitig Hoffnung im Lager der Roosters auf, als Dal Colle einen schönen Konter über Boland zum 3-1 abschloss (30.). Aber nur 32 Sekunden später stellte Dennis Lobach mit einem abgefälschten Schuss den alten Abstand wieder her (31.). Und es kam noch besser für die Ice Tigers. Barratt bediente mit einem langen Pass Charlie Gerard, der Jenike mit einem Schuss in die lange Ecke zum 5-1 überwand (33.). Einen hatten die Nürnberger noch im Mitteldrittel, Danjo Leonhardt traf zum 6-1 und beendete damit den Arbeitstag von Andy Jenike (34.). Finn Becker übernahm den Job zwischen den Pfosten.

Die Ice Tigers spielten einfaches, aber sehr effektives Eishockey. Das Team von Tom Rowe spielte seine läuferische Klasse aus, setzte den Gegner früh unter Druck und zeigte sich im zweiten Drittel vor dem Tor effektiv. Auch defensiv spielte man sehr verlässlich, auch wenn der heutige Gegner nicht der richtige Maßstab war.

Von den Roosters war in dieser Phase kaum noch etwas zu sehen. Auch wenn man ihnen das Bemühen nicht abstreiten konnte, war es einfach in allen Belangen zu wenig, was die Gäste bis dahin auf das Eis brachten. Das Spiel war somit nach vierzig gespielten Minuten entschieden, entsprechend nahmen die Ice Tigers etwas den Fuß vom Gas, ohne dabei auf das Toreschießen zu verzichten. Danjo Leonhardt traf im Powerplay zum 7-1 (46.). Auch für die Roosters gab es noch ein Erfolgserlebnis an diesem Abend, Tyler Boland traf zum 7-2 (47.).

Nürnbergs Trainer Tom Rowe (re.) wurde bei einer Auszeit im letzten Drittel trotz der Führung nochmal laut. – © ISPFD


Tom Rowe nahm anschließend eine Auszeit, er war nicht einverstanden mit der Spielweise seiner Mannschaft in dieser Phase, es fehlte ihm an der nötigen Körperspannung und Intensität. Fortan legten die Ice Tigers wieder einen Zahn zu, Elis Hede traf im Nachschuss zum 8-2 (57.). Damit waren die Roosters an diesem Abend erlöst, die Heimfahrt ins Sauerland dürfte lange und unbequem werden.

Entsprechend kurz angebunden war auch Greg Poss nach Spielschluss: „Wir haben gegen eine gute Mannschaft verloren, aber wir haben auch eine gute Mannschaft und es muss uns gelingen, das auch auf dem Eis zu zeigen“. Tom Rowe hingegen war sehr einverstanden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: Wir sind eine sehr gefährliche Mannschaft, wenn wir das Spiel einfach halten und über sechzig Minuten hart arbeiten. Im letzten Drittel hat mir nicht gefallen, wie wir gespielt haben, deswegen habe ich auch die Auszeit genommen. Die Liga ist so eng, da ist jeder Punkt wichtig, daher war es ein sehr gutes Wochenende für uns“.

Weiter geht es für die Ice Tigers am Freitag in Mannheim, auch hier werden sechzig konzentrierte Minuten nötig sein, will man etwas Zählbares mitnehmen.

Die Trainerstimmen zum Spiel






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