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Der nächste bittere Tiefschlag: Iserlohn Roosters kassieren 2:6 Heimpleite gegen Augsburg und ziehen sich den Ärger der eigenen Anhänger zu

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Augsburgs Christian Hanke (rechts) jubelt über seinen Treffer gegen Kevin Reich im IEC Tor - © Sportfoto-Sale (JB)
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Augsburgs Christian Hanke (rechts) jubelt über seinen Treffer gegen Kevin Reich im IEC Tor – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters haben erneut eine ganz bittere Heimpleite kassiert.

Gegen die vor dem Spiel punktgleichen Augsburger Panther verlor das Team von Headcoach Greg Poss mit 2:6. Es war im sechsten Heimspiel der noch jungen Saison bereits die sechste Heimniederlage. Ein Fehlstart in die Saison ist damit perfekt, wie man ihn schlimmer kaum hätte befürchten können.

Die Roosters hatten im Anfangsdrittel mehr vom Spiel, gerieten aber durch Schüles ersten Saisontreffer in der 18. Minute in Rückstand. Boland glich 100 Sekunden später und noch vor der Pause zum 1:1 aus.

Im Mittelabschnitt brachte Dal Colle in Überzahl (24.) die Sauerländer mit seiner schnellen Reaktion sehenswert mit 2.1 in Führung. Augsburg nutzte eine Unachtsamkeit in Unterzahl und vollendete einen Konter durch Mitchell (27.) zum 2:2 Ausgleich. Ein Wirkungstreffer für das angeknackste Selbstvertrauen der Roosters, die etwas brauchten, um wieder Offensivakzente zu setzen. Aus Augsburger Sicht im passenden Moment gelang Hanke (35.) die erneute Führung für die Panther. Auch er erzielte, wie Schüle, seinen ersten Saisontreffer.

Nach der zweiten Pause erarbeiteten sich die Hausherren einige Chancen durch Jentzsch (42.), Gormley (45.) und Sebok (47.), das Tor aber trafen erneut die Panther durch Oldie Trevelyan (54) zum 2:4. Augsburg hatte immer wieder auch geschickt Zeit von der Uhr genommen und hatte nun den Dreier dicht vor Augen. Iserlohn versuchte nochmals mit dem Mute der Verzweiflung alles. Goalie Reich kam frühzeitig für den sechsten Feldspieler vom Eis, aber Southorn traf 50 Sekunden vor dem Ende praktisch von der eigenen Grundlinie ins Iserlohner Tor zum 2:5. Das Spiel war damit natürlich definitiv entschieden. Warum Iserlohns Headcoach Greg Poss nochmals seinen Goalie vom Eis nahm? Es bleibt wohl sein Geheimnis. Der Schuss ging jedenfalls nochmal nach hinten los. Hakulinen traf zehn Sekunden vor der Sirene ins verwaiste Iserlohner Tor zum 2:6 Endstand.

Kann Greg Poss die Roosters nach dem Fehlstart erneut auf Kurs bringen? – © Sportfoto-Sale (JB)

Ein bitterer Eishockeyabend für die Roosters, bei denen sich Teile der Fans mit wütenden Rufen („Wir haben die Schnauze voll“ / „Hommel raus“) erst einmal Luft verschaffen mussten. Andere hatten die Halle schon verlassen oder gingen ebenso bitter enttäuscht, schweigend und ratlos heim.

Iserlohn hat nun endgültig definitiv einen Heimkomplex. Wie nach einem Muster schafft es die Mannschaft immer wieder das Momentum nach guten Phasen nicht auf ihre Seite zu ziehen. Die Gegner nehmen es dankbar an.

Nach der enttäuschenden letzten Saison sollte mit dem runderneuerten Kader eigentlich alles besser werden. Ein Team, das sich im Laufe der Saison entwickelt wollte man den Zuschauern präsentieren. Nach zehn Spielen lassen insbesondere die Importspieler aber zu häufig die Basics vermissen. Um aus dieser Misere herauszufinden, muss das Trainerteam tief in die Köpfe der Spieler gelangen. Die jüngst verpflichteten Brandon Gormley, Taro Jentzsch und Hunter Shinkaruk zeigten gegen die Panther zumindest gute Ansätze. Die Bindung zum Team kann nach wenigen Tagen bzw. Stunden (Jentzsch, Shinkaruk) noch nicht vorhanden sein.

Die kommenden Aufgaben werden nun spätestens zeigen, wohin die Reise der Roosters in dieser Spielzeit gehen wird. Am Sonntag ist man in Nürnberg gefordert, wo für Iserlohner Teams die Trauben fast schon traditionell hoch hängen. Kommenden Donnerstag geht es in den hohen Norden nach Bremerhaven und am Sonntag in einer Woche empfangen die Roosters die Straubing Tigers.
Von Playoffs spricht unter dem Danzturm schon seit Wochen niemand mehr ernsthaft. Vielmehr geht die nackte Existenzangst bei den Anhängern um. Nicht ohne Grund: Vor einem Jahr hatte man nach zehn absolvierten Partien acht Punkte auf dem Konto, ein Punkt mehr als zum jetzigen Zeitpunkt. Trainer Kurt Kleinendorst musste damals seinen Hut nehmen. Greg Poss übernahm damals. Nun muss er erneut alles versuchen, um das Ruder herumzureißen. Gelingt das nicht, dann könnten, trotz aller Treueschwüre, wieder einmal die im Sport-Tagesgeschäft üblichen Mechanismen des Sports greifen. In jeglicher Hinsicht helfen den Roosters nun vor allem ganz dringend benötigte Siege.

So es denn für die treuen Iserlohner Anhänger an diesem total frustrierenden Abend einen kleinen Trost gab, dann den, dass der Westrivale aus Düsseldorf auch nicht gewinnen konnte und die Rote Laterne behält.

Die Augsburger Panther empfangen am Sonntag Schwenningen und könnten sich mit einem Sieg klar in Richtung Playoff-Plätze bewegen.

Fotostrecke zum Spiel

[Best_Wordpress_Gallery id=“1747″ gal_title=“Iserlohn Roosters – Augsburger Panther (13.10.2023)“]


Iserlohn Roosters – Augsburger Panther 2:6
Tore:
0:1 (17:18) Schüle (Collins/Oblinger), 1:1 (18:58) Boland (Dal Colle/Thomas), 2:1 (23:52) Dal Colle 5-4PP, 2:2 (26:01) Mitchell (Esposito/Schüle) 4-5SHG, 2:3 (34:11) Hanke (Collins/Rantakari), 2:4 (53:28) Trevelyan (Collins/Oblinger ), 2:5 (59:10) Southorn ENG, 2:6 (59:50) Hakulinen (Keller) ENG
Strafen: 7 – 10
Zuschauer: 3882
Iserlohn Roosters: Reich – Eliot, Ugbekile; Thomas, Gormley; Bender, Quaas – Boland, LeBlanc, Dal Colle; Ziegler, Cornel, Rutkowski; Elias, Jahnke, Schiemenz; Jentzsch, Sebok, Shinkaruk
Augsburger Panther: Keller – Renner, Warsofsky; Rantakari, Schüle; Sezemsky, Southorn; van der Linde – Mitchell, Esposito, Puempel; Hanke, Collins, Trevelyan; Karjalainen, Hakulinen, Andersen; Elias, Oblinger, Tosto






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