Frankfurt. (EM) Überraschend kam die heutige Meldung der Löwen Frankfurt nicht mehr: Die Löwen und Keeper Jussi Olkinuora werden in der neuen Saison nicht weiter zusammenarbeiten.
Der Vertrag, so heißt es in der kurzen und sehr knappen Mitteilung, wird aus rechtlichen Gründen nicht zustande kommen.
Mit reichlich Vorschusslorbeeren nach Frankfurt gekommen
Vor einem Jahr war der 34- jährige Weltmeister und Olympiasieger zu den Löwen gewechselt. Nahezu alle Experten waren sich einig, dass der Finne ein absoluter Unterschiedsspieler ist und als absoluter Top-Transfer in der DEL anzusehen ist.
Für Olkinuora waren die Löwen der erste Stopp in Deutschland. In der Vorsaison spielte Olkinuora für die Pelicans aus Lahti und den Genève-Servette HC. Erfahrungen sammelte er zudem in der AHL und KHL, sowie in Schweden und Finnland.
Heinrizis Wunschspieler
Der damalige Löwen-Sportdirektor Daniel Heinrizi erklärte vor einem Jahr: „Mit Jussi haben wir unseren Wunschtorhüter verpflichten können. Er ist ein absoluter Siegertyp, der mit uns gewinnen will. Er hat seine Klasse auf Weltniveau bewiesen und Titel gesammelt.“
Immer wieder Verletzungsprobleme

Die Saison verlief allerdings alles andere als gut. Verletzungen warfen Olkinuora immer wieder zurück. Schon Ende September hatten die Hessen ein riesiges Torhüterproblem, da neben Jussi Olkinuora auch Cody Brenner verletzt ausfiel. Aus der Not heraus reaktivierte man damals den langjährigen NHL-Keeper Thomas Greiss (39).
Sportlich schien Brenner Olkinuora zwischenzeitlich ein wenig den Rang abzulaufen. Am Ende der Saison standen in Olkinuoras Statistiken 25 Einsätze, eine Fangquote von 89,8% und ein Gegentorschnitt von 3,28 pro Spiel. Die ohnehin schwierige Saison endete für den Finnen Ende Februar vorzeitig. Eine unumgängliche Schulteroperation setzte den in Helsinki geborenen Torhüter erneut außer Gefecht.
Vertragliche Situation unklar, Olkinuora war auf dem Weg nach Frankfurt
Klar war, dass Jussi Olkinuora über einen Zweijahresvertrag in Frankfurt verfügt. Lange Zeit war es ruhig um die Personalie. Vor knapp einem Monat verkündeten die Löwen, dass man die Zukunft des Finnen mit seinem Berater abstimmen wolle. Seit heute ist nun klar, dass man sich aus rechtlichen Gründen trennt und keine Lizenzierung des Spielers erfolgen wird.
In den sozialen Medien machten schnell unterschiedlichste Gerüchte die Runde. Kein Wunder, gibt die kurze Meldung der Löwen doch reichlich Spielraum für Spekulationen her, da die konkreten Gründe nicht genannt werden.
Unklar ist, ob das Kapitel außerhalb des Eises wirklich nun beendet ist. Der letzte Insta-Post des Finnen am Donnerstag auf dem Flug gen Frankfurt („Wir sehen uns, Löwen Frankfurt“) lässt zumindest vermuten, dass das Kapitel noch nicht ganz geschlossen ist. Sollte dem so sein, dann dürfte vermutlich auch zumindest ein Teil des Budgets für Olkinuora noch gebunden sein.
Sportlich war die Saison 24/25 in Frankfurt wohl für beide Seiten wenig befruchtend.
Löwen setzen auf Brenner & Pantkowski
Bei den Löwen hatte man sich für die neue Spielzeit mit Cody Brenner (28) und dem aus Köln verpflichteten Mirko Pantkowski (27) auf der Torwartposition bereits vor mehreren Wochen neu aufgestellt. Rodion Schumacher (21) steht als dritter Goalie ebenfalls weiter zur Verfügung.



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