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Neuss. (PM DEL2 / Löwen / Eislöwen / EVL / Steelers.de) Das Ergebnis des Lizenzprüfungsverfahrens der DEL2 steht fest: Nach Prüfung aller 14 sportlich... DEL2 Lizenzprüfungsverfahren: Bietigheim Steelers erhalten keine Lizenz – Stimmen zur Lizenzvergabe

Die Bietigheim Steelers haben vorerst keine Lizenz erhalten – © Sportfoto-Sale (SD)

Neuss. (PM DEL2 / Löwen / Eislöwen / EVL / Steelers.de) Das Ergebnis des Lizenzprüfungsverfahrens der DEL2 steht fest: Nach Prüfung aller 14 sportlich qualifizierten Clubs aus der DEL2-Saison 2019/2020 konnte im Ergebnis des Lizenzprüfungsverfahrens 13 Clubs die Lizenz für die kommende Spielzeit 2020/2021 erteilt werden.

Die Lizenz für die Bietigheim Steelers musste durch den Aufsichtsrat mit einstimmigem Beschluss verweigert werden. Die gemäß Lizenzordnung geforderte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit konnte bis zum Abschluss und innerhalb der vorgegeben Fristen des Lizenzprüfungsverfahrens durch den Club nicht nachgewiesen werden.

Den Bietigheim Steelers steht wegen der Verweigerung der Lizenz der Rechtsweg vor das DEL-Schiedsgericht frei.

Stimmen zur Lizenzvergabe

„Wir haben heute die Nachricht von der Geschäftsführung der DEL2 bekommen, dass wir die Clublizenz für die kommende Saison erhalten haben. Aufgrund der straffen Bedingungen, die aber auch alle Clubs akzeptiert haben und notwendig waren, sind wir sehr stolz – speziell in dieser Zeit – die Lizenz ohne Auflagen erhalten zu haben. Wir möchten uns bei allen Fans, Sponsoren und allen, die bei der Erstellung der Unterlagen mitgewirkt haben, bedanken“, so der Geschäftsführer der Tölzer Löwen, Christian Donbeck.

Maik Walsdorf, Geschäftsführer Dresdner Eislöwen: „Unser großer Dank geht an allen EislöwenUnterstützern, die einen großen Anteil an dem positiven Lizenzbescheid haben. Im Zuge der CoronaPandemie war das Fertigstellen der Unterlagen eine große Herausforderung für alle. Ohne unsere Mitarbeiter, Sponsoren und Partner des Clubs wäre dies nicht möglich gewesen. Nun gilt es, weiterhin alles für die kommende Spielzeit zu geben, damit ein Saisonstart mit Zuschauern möglich ist.“

„Jetzt haben wir wieder ein Stück mehr Planungssicherheit für die kommende Spielzeit. Mit der Erteilung der Lizenz haben wir den Beleg, dass wir eine sehr verantwortungsbewusste und solide Haushaltspolitik verfolgt haben. Gerade aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie haben wir in unseren Planungen bewusst einen etwas defensiveren Ansatz gewählt, um keinerlei wirtschaftliche Risiken einzugehen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei unserer Steuerkanzlei WISEO, meinen Mitarbeitern der Geschäftsstelle, dem gesamten Beirat der Spielbetrieb-GmbH und allen unseren Gesellschaftern und Sponsoren. Gerade in dieser schwierigen Situation ist es alles andere als selbstverständlich, dass sie sich so frühzeitig und spontan zum EV Landshut bekannt haben“, sagt EVL-Spielbetrieb-GmbH-Geschäftsführer Ralf Hantschke.

Nach der Entscheidung im Lizenzierungsverfahren wird nun mit Spannung erwartet, wann und unter welchen Bedingungen die DEL2 in die Saison 2020/21 starten kann. „Davon hängt natürlich nicht nur die genaue Planung unserer Saisonvorbereitung, sondern vor allem auch der Beginn des Dauerkartenvorverkaufs ab“, ergänzt Hantschke.

Bietigheim Steelers wollen das Schiedsgericht einschalten

Die Bietigheim Steelers haben sich zur Lizenzverweigerung über ihre Homepage an die eigenen Anhänger gewandt. Wir geben diese Stellungnahme nachfolgend wieder.

Liebe Steelers-Fans,

das heutige Ergebnis der Lizenzprüfung hat uns hart getroffen. Wir hatten im Lizenzierungsverfahren darum gebeten, wegen der Corona-Situation und der Unsicherheit wann der Spielbetrieb begonnen werden kann, die Sicherheiten erst bei Klarheit zum Spielbeginn oder mit auflösender Bedingung, falls kein Spielbetrieb stattfinden kann, zu stellen.
Das Risiko für die Bürgschaftsgeber ist in dieser Situation außerordentlich hoch. Dies wurde mit Hinweis auf die Lizenzierungsbestimmungen abgelehnt. Wir haben absolut kein Verständnis dafür, dass der Aufsichtsrat der DEL2 in einer so außergewöhnlichen Situation nach rein formalen Kriterien entscheidet.

Wir werden über das DEL Schiedsgericht diese Entscheidung prüfen lassen. Es ist das Thema Altlasten, welches uns hier im Wege steht zum 24.06. hat man uns mitgeteilt das wir

250 000€ Patronate
300 000€ Bürgschaften
200 000€ Neues Kapital oder Darlehen mit Rangrücktritt
erbringen müssen. Die Einbringung von Cash wurde erstmalig am 24.06. verlangt.

Die Punkte 1. u. 2. konnten wir erfüllen. In Corona-Zeiten war der 3. Punkt eine große Herausforderung. Ein großes Bietigheimer Unternehmen hatte Unterstützung in Aussicht gestellt. Dies sollte in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung des Unternehmens am 7. Juli entschieden werden.

Dies haben wir dem Lizenzausschuss mitgeteilt u. den kompletten Schriftverkehr mit der unterstützenden Firma inkl. der Einladung zur Sitzung übermittelt. Wir sind davon ausgegangen, dass dies ausreichend ist um eine Fristverlängerung zu erhalten.

Unser operatives Geschäft, unser geplantes Budget für die neue Saison, sowie der Jahresabschluss (+ 2600 € „schwarze Null“) waren kein Thema.

Es sind die Altlasten die uns belasten, diese stehen aktuell bei 650 000€ – gestartet sind wir mit 1,3 Mio. € durch Verzichte und positiven Ergebnissen konnten wir diesen Betrag reduzieren.

Jetzt gehen wir den Schritt vors Schiedsgericht – hier hoffen wir auf Verständnis für die schwierige Aufgabe der Kapitalbeschaffung in diesen schwierigen Zeiten

Gezeichnet: Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Kaufmann und Geschäftsführer Volker Schoch

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Lediglich drei DEL2 Bewerber für die DEL Saison 21/22. Sollte man die DEL mittelfristig auf 16 Clubs aufstocken?

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