Köln. (MR) Nach drei engen Spielen mit knappen Siegen für die Haie standen heute die Schwenninger Wild Wings mit dem Rücken zur Wand. Um nicht bereits am 1. April in den Sommerurlaub starten zu müssen, würden sie heute in der Lanxess Arena den Haien sicher einen noch intensiveren Fight bieten.
Sehr schnell und laufintensiv ging es von Beginn an zur Sache, viele Szenen vor den Toren auf beiden Seiten, doch noch hielten Juvonen und Eriksson ihre Kästen sauber. Aber es wurde sich auch nichts geschenkt auf dem Eis, besonders die Gäste waren bissig, Köln ließ sich auch nichts gefallen. Gleich im Startabschnitt – fielen zwar keine Tore aber zwei Male bereits die Handschuhe, was vom Publikum mit Applaus begrüßt wurde. Früh im zweiten Durchgang wurde Tyrväinen vom hohen Stock getroffen, und diese dann fällige Strafe konnten die Haie ausnutzen – Russell wurde im Slot mustergültig bedient (24.). Zur Drittelmitte hatte MacLeod eine Riesenchance, als Eriksson eigentlich daneben gegriffen hatte, die Scheibe ging aber über das Tor. In der zweiten Drittelhälfte drehten die Gäste auf, erhöhten den Druck und den Zug zum Tor. Manches Mal brannte es lichterloh vor Juvonen, doch bisher wollte das Spielgerät nicht über die Linie.
Kölns knappe Führung hält lange
Im dritten Durchgang gab es für beide Mannschaften viel, viel Laufarbeit. Vor allem die Gäste vom Neckarsprung schalteten nach Puckgewinn sofort um und rannten nach vorn. Sie kamen allerdings nur zu zwei Pfostentreffern, da wäre Juvonen geschlagen gewesen. Die Wild Wings hatten zwar mehr Scheibenbesitz, blieben aber genauso oft hängen. Köln verteidigte, blockte in den Ecken, ging aber selbst kaum nach vorn, um Abschlüsse zu schaffen. Das sollte sich rächen: mit dem sechsten Angreifer ab der 58. Spielminute war es nach zwei Befreiungs-Icings der Haie dann doch soweit. Höfflin aus der Drehung traf zum Ausgleich – Jubel bei den Gästefans und starres Entsetzen auf Seiten der Kölner Fans! Die Haie Russell und Kammerer hatten noch die Möglichkeit, bekamen die Scheibe aber nicht an Eriksson vorbei um den Pfosten. So sah diese Serie kurz vor dem Kölner Sweep noch eine Verlängerung.
In den nächsten 20 Minuten drückten die Domstädter wieder mehr nach vorn, ein Treffer wollte ihnen trotz auch zwei Minuten Powerplay nicht gelingen. Jubel gab es, als Tyrväinen, der kurzfristig blutend das Eis hatte verlassen müssen, zwei Minuten später verpflastert wieder zurückkam. Vor allem dann mit Fortdauer des Spiels, als nämlich noch weitere 20 Minuten gespielt werden mussten (2. Overtime), merkte man den Spielern gewisse Abnutzung an: die Entscheidungen waren oftmals nicht mehr so gut, die Beine nicht so schnell. So kam es auch, dass sowohl Juvonen als auch Eriksson doch mal wackelten. Sie wackelten, aber fielen nicht. Es passte zur ganzen Serie, dass auch die zweite Verlängerung noch keine Entscheidung brachte. Die Teams machten sich bereit, ein sechstes Drittel zu spielen. In der 104. Minute war es schließlich soweit, Verteidiger Sennhenn warf die Scheibe von der blauen Linie auf das Tor, und Eriksson musste den Schuss passieren lassen, weil ihm diesmal die Sicht verstellt war. Der junge Kölner Verteidiger schickte damit sein jubelndes Team in die Osterpause, während für Schwenningen die Serie doch noch heute endete.
Es spielten:
KEC – 30 Janne Juvonen – 7 Oliwer Kaski, 57 Brady Austin – 63 Patrick Russell, 89 Gregor MacLeod, 76 Nate Schnarr; 13 Valtteri Kemiläinen, 47 Veli-Matti Vittasmäki – 78 Dominik Bokk, 15 Louis-Marc Aubry, 62 Parker Tuomie; 91 Moritz Müller, 17 Jan Luca Sennhenn – 46 Kevin Niedenz, 21 Juhani Tyrväinen, 9 Maximilian Kammerer; 22 Maximilian Glötzl – 65 Marco Münzenberger, 5 Robin van Calster, 26 Dominik Uher
SWW – 60 Joacim Eriksson – 78 William Weber, 54 Ben Marshall – 47 Alexander Karachun, 88 Kyle Platzer, 14 Jordan Szwarz; 46 Eric Martinsson, 37 Thomas Larkin – 96 Tyson Spink, 90 Tylor Spink, 93 Sebastian Uvira; 16 Arkadiusz Dziambor, 7 Dominik Bittner – 26 Tim Gettinger, 11 Danny O’Regan, 94 Phil Hungerecker; 72 Niklas Hübner – 64 Boaz Bassen, 10 Mirko Höfflin, 9 Philip Feist
Die Tore erzielten:
1:0 (23:36) Russell (Aubry, Schnarr)
1:1 (58:05) Höfflin (Spink, Gettinger) EA
2:1 (103:37) Sennhenn (van Calster, Tyrväinen)
Schiedsrichter: 5 André Schrader, 40 Jackson Kuzari (51 Dominic Kontny, 54 JP Priebsch)
Strafen: KEC – 14 Min.; SWW – 30 Min.
Zuschauer: 18.600
| Auch interessant: Kader & Gerüchte DEL 2026/2027 |





Leave a comment