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Rosenheim. (PM Starbulls) 770 DEL-Partien, acht Champions Hockey League-Spiele, eine DEL-Vizemeisterschaft und zwölf DEB A-Nationalmannschaftseinsätze: Die lebende Augsburger Eishockeylegende und Rekordspieler des AEV, Steffen... DEL-Legende Steffen Tölzer wechselt nach Rosenheim

Steffen Tölzer – © Sportfoto-Sale (JB)

Rosenheim. (PM Starbulls) 770 DEL-Partien, acht Champions Hockey League-Spiele, eine DEL-Vizemeisterschaft und zwölf DEB A-Nationalmannschaftseinsätze: Die lebende Augsburger Eishockeylegende und Rekordspieler des AEV, Steffen Tölzer, verlässt die Fuggerstädter nach 18 Jahren und trägt ab der kommenden Spielzeit das grün-weiße Starbulls-Trikot.

Der nächste Paukenschlag im Rosenheimer Eishockey ist perfekt: Der 35-jährige Steffen Tölzer hat vor wenigen Tagen die Unterschrift unter seinen Arbeitsvertrag bei den Starbulls Rosenheim gesetzt und verteidigt ab der Saison 2021/2022 für das Team von Headcoach John Sicinski.

„Beindruckt von dem was in Rosenheim aufgebaut wird“

In einem ersten Statement nach dem Wechsel zu den Starbulls sagte Steffen Tölzer: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in Rosenheim und nun ein Teil der Starbulls-Familie zu sein. In den Gesprächen mit den Verantwortlichen wurde mir aufgezeigt, dass hier etwas aufgebaut werden soll und welches Potential im Team stecken wird. Ich war vor einigen Tagen mit meiner Familie in Rosenheim und wir waren alle sichtlich beeindruckt, was hier gerade am Entstehen ist.“

Kontinuierliche Entwicklung bei den Augsburger Panthern

Der 185 cm große Verteidiger begann seine Karriere in den Nachwuchsmannschaften des ESV Pinguine Königsbrunn, ehe er im Jahr 1999 zur Schülermannschaft des benachbarten Augsburger EV wechselte. Nachdem er für die Juniorenmannschaft der Augsburger Jungpanther gespielt hatte lief der Linksschütze in der Saison 2003/04 auch erstmals für die Profis der Augsburger Panther in der DEL (Deutsche Eishockey Liga) auf.
In den darauffolgenden Jahren pendelte Steffen Tölzer zwischen den AEV-Kooperationspartnern (EC Peiting, EV Landsberg) in der Oberliga und 2. Bundesliga hin und her und sammelte dabei wichtige Erfahrungen für seine spätere großartige Karriere in der drittgrößten Stadt Bayerns.

Legende – Rekordspieler – Identifikationsfigur beim AEV

Seit dem Jahr 2006 gehört der 91 kg schwere Abwehrspieler zum Stammpersonal der Augsburger Panther und bestritt seitdem in Summe 770 DEL-Partien für den AEV. In dieser Zeit erzielte der robuste „Stay-at-Home Defender“ 29 Tore und legte 100 weitere Treffer für seine Teamkollegen auf. In diesem Zeitraum war Tölzer in zwölf Spielzeiten zudem Kapitän oder Assistenzkapitän und verkörperte damit eine absolute Führungspersönlichkeit und Identifikationsfigur.

Lothar Sigl, Geschäftsführer der Augsburger Panther, sagt zum Abschied von Steffen Tölzer beim AEV: „Mit Steffen Tölzer verlässt uns ein herausragender und verdienter Spieler. Beinahe zwei Jahrzehnte hat er sich beispiellos in den Dienst unseres Clubs gestellt. Nun trennen sich unsere Wege zum Ende seiner Karriere doch noch. Es bleibt uns nichts, als ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für unsere Farben zu danken. Wir wünschen Steffen, seiner Frau Ramona und der ganzen Familie nur das Beste für ihre Zukunft.“

DEB-Nationalspieler, Vizemeister und Gemeinderat

Zu den größten sportlichen Erfolgen von Steffen Tölzer zählen die DEL-Vizemeisterschaft mit den Panthern im Jahr 2010 sowie insgesamt 12 Partien im Trikot der DEB A-Nationalmannschaft. Auch in jungen Jahren war Tölzer ein fester Bestandteil der Nachwuchs-Nationalteams des Deutschen-Eishockey-Bundes und nahm unter anderem in der Saison 2004/2005 an der U20-WM in Finnland teil.
Nicht nur sportlich ist Tölzer enorm erfolgreich, auch politisch machte der gebürtige Zittauer im vergangenen Jahr von sich reden: Bei der Kommunalwahl in Bayern schaffte er den Einzug in den Gemeinderat seines Wohnortes Graben im südlichen Landkreis Augsburg.

„Leader und Führungsspieler durch und durch“

Ein sehr erfreuter John Sicinski sagt zur Verpflichtung von Steffen Tölzer: „Ich freue mich riesig, dass Steffen Tölzer sich trotz einiger Angebote für unsere Farben und unseren Rosenheimer Weg entschieden hat. Steffen bringt jede Menge Erfahrung in unser Team und wird unserer Hintermannschaft noch mehr Stabilität verleihen. Er ist defensiv enorm verantwortungsvoll und vernachlässigt nie das vorgegebene Mannschaftsystem und stärkt damit auch automatisch das Kollektiv. Steffen ist außerdem ein Leader und Führungsspieler durch und durch und wird unseren jungen Verteidiger bei ihrer weiteren Entwicklung sehr weiterhelfen. Ich bin verdammt stolz darauf, dass sich unser hervorragendes Umfeld so langsam immer mehr herumspricht und wir damit ein enorm attraktiver Klub für viele Akteure geworden sind.“

„Wichtige Rolle im Starbulls-Kader einnehmen“

„Wir werden im kommenden Jahr eine Mannschaft mit viel Klasse, aber auch mit großem Willen auf dem Eis haben. Ich freue mich schon heute darauf, ein Teil dieses Teams zu sein und ich möchte als erfahrener Spieler tatkräftig mithelfen und eine wichtige Rolle im Kader einnehmen. Für mich könnte es am liebsten schon heute losgehen. Hoffentlich dürfen ab der kommenden Saison wieder so viele Fans wie möglich ins Stadion, denn ich kann es kaum erwarten endlich im ROFA-Stadion unter den Anfeuerungsrufen der Starbulls-Fans aufs Eis zu gehen.“

Tölzer erhält das Trikot mit der Nummer #13

Der verheiratete Familienvater Steffen Tölzer trägt in der kommenden Saison 2021/2022 das Starbulls Trikot mit der Nummer #13.

Abwehrplanungen beendet – Dank an Josef „Beppo“ Frank

“Somit sind die Planungen für unsere Verteidigung zur Saison 2021/2022 abgeschlossen. Das bedeutet auch gleichzeitig, dass Beppo Frank nicht mehr zu uns zurückkehren wird. Wir danken Beppo recht herzlich für seine großartige Hilfe in der abgelaufenen Spielzeit und wünschen ihm von dieser Stelle aus für seinen weiteren sportlichen wie auch privaten Weg alles erdenklich Gute”, sagt Daniel Bucheli, Geschäftsführer des Starbulls Rosenheim e.V.

Der Kader der Starbulls Rosenheim für die Saison 2021/2022 (Stand: 04. Juni 2021)

Tor (2): Andreas Mechel, Marinus Schunda

Verteidigung (11): Steffen Tölzer, Aaron Reinig, Tobias Draxinger, Dominik Kolb, Alexander Biberger, Florian Krumpe, Maximilian Vollmayer, Michael Gottwald, Benedikt Dietrich, Tobias Beck (Perspektivkader), Lukas Krumpe (Perspektivkader)

Angriff (12): Brad Snetsinger, Thomas März, Maximilian Hofbauer, Curtis Leinweber, Dominik Daxlberger, Simon Heidenreich, Manuel Edfelder, Alexander Höller, Kevin Slezak, Kilian Steinmann, Philipp Lode, Marc Bosecker (Perspektivkader)

Cheftrainer: John Sicinski
Co-Trainer: Derek Mayer

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