Neuss. (EM) Schlüsselposition trifft es wohl mit am besten: Wenn man über die Besetzung der Torwartstellen innerhalb der Kaderplanung für eine neue Saison spricht, dann gilt die des Torhüters als die wichtigste Stelle im Team.
Kurz vor Beginn der Playoffs haben einige Klubs noch nicht ihre Kaderplanungen für die kommende Spielzeit 26/27 offengelegt.
Und dennoch sind einige Torhüter-Personalien schon bekannt und andere werden als heiße Gerüchte gehandelt.
Wir wollen einen kleinen Überblick geben.
Wolfsburg, Iserlohn und Straubing setzen auf bewährte Tandems

Bei den Grizzlys Wolfsburg, Iserlohn Roosters und Straubing Tigers sind die Plätze bereits fest vergeben.
In Wolfsburg kann der neue Cheftrainer Tyler Haskins auch kommende Saison auf das eingespielte Duo mit Dustin „Strahli“ Strahlmeier und Hannibal Weitzmann setzen.
Ebenso fest unter Vertrag stehen auch kommende Saison in Iserlohn der erfahrene Andreas Jenike und Hendrik Hane. Im Vergleich zur Vorsaison haben sich die Gewichte im Kasten der Sauerländer etwas verschoben. Kam Hane in der Vorsaison noch auf 13 Spiele, so hat er in dieser Spielzeit mit 22 Einsätzen nur sechs Partien weniger bestritten als die langjährige Nummer eins Nady Jenike. Man darf gespannt sein, ob es in der kommenden Saison zum Wachwechsel kommen wird.
Die Straubing Tigers haben in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass man kommende Saison weiter auf das Trio Henrik Haukeland, Flo Bugl und Sebastian Wieber setzen wird. Der Norweger Haukeland hat sich nach der Abstiegssaison mit Düsseldorf am Pulverturm wieder stabilisiert und bislang 37 Partien absolviert.
Top-Goalies Gudlevskis, Franzreb und Ericsson halten ihren Klubs die Treue
Bei den Augsburger Panthern hat der von den Vienna Capitals geholte Deutsch-Amerikaner Peyton Joines überzeigt. Er wird auch kommende Saison im Curt-Frenzel-Stadion spielen. Seit Wochen wird Tobias Ancicka mit den Panthern in Verbindung gebracht. Das spräche für einen Abschied von Michael Harteig nach nur einer Saison und ein zukünftig rein deutsches Torwartduo in der Fuggerstadt.

Ein Umbruch deutet sich beim amtierenden Meister Eisbären Berlin an. Wie vergangenen Woche mehrere Medien (u. a. Eishockey News und MagentaSport) verbreiteten soll sich Meistergoalie Jake Hildebrand mit Mannheim einig sein. In der Branche gilt als sicher, dass der gebürtige Iserlohner Jonas Neffin von den Eisbären Regensburg in der Hauptstadt sein Glück versuchen wird.
Nach langer Verletzungspause ist „Super-Lette“ Kristers Gudlevskis wieder zurück im Tor der Fischtown Pinguins. Gut möglich, dass bei Leon Hungerecker die Option auf eine weitere Saison besteht. Der in dieser Saison nachverpflichtete Julius Hudacek dürfte mit der Vertragsverlängerung Gudlevskis endgültig am Saisonende weiterziehen.
Der designierte Absteiger Dresden wird ligenunabhängig auch in Zukunft auf den Deutsch-Schweizer Janik Schwendener setzen.
Bei den Löwen Frankfurt war schnell in dieser Saison klar, dass die Löwen keine „echte“ Nummer eins im Tor haben. Das soll sich in Zukunft ändern. Der junge Nico Pertuch vom ERC Ingolstadt ist ebenso ein Gerücht, wie eine Vertragsverlängerung mit Cody Brenner. Es halten sich aber auch Gerüchte um einen starken Import-Goalie. Mirko Pantkowski wird eine Rückkehr zu den Kassel Huskies nachgesagt.
Der Deutsch-Amerikaner Devin Williams bleibt beim ERC Ingolstadt. Eine Rückkehr von Jonas Stettmer (Eisbären Berlin) wurde mittlerweile in so ziemlich allen Medien verbreitet. Stettmer ist aktuell die Nummer eins in Berlin, da Meistergoalie Hildebrand verletzt ist.
Apropos Hildebrand: Er soll, wie schon erwähnt, ins Mannheimer Tor wechseln. Dort ist Maxi Franzreb aktuell gesetzt und noch bis 2027 unter Vertrag. Ein Duo Franzreb / Hildebrand wäre sicherlich ein absolutes Top-Duo in der DEL. Der Schwede Johan Mattsson gilt als Rückkehrer in die KHL, war aber auch immer wieder mal in die Schweizer National League gerüchtet worden. In Mannheim wäre das Kapitel mit einer Verpflichtung von Hildebrand dann eh abgeschlossen.
Tabellenführer Kölner Haie hat für die kommende Saison Felix Brückmann noch unter Vertrag. An einem neuen Arbeitspapier für den Super-Finnen Janne Juvonen soll man schon länger arbeiten. Eine Vollzugsmeldung gibt es aber bislang noch nicht, was den einen oder anderen Haie-Fan leicht beunruhigt.

Der EHC Red Bull München gibt wie immer während einer Saison kaum Personalentscheidungen bekannt. Gut möglich, dass Mathias Niederberger seinen Aufenthalt in der bayerischen Landeshauptstadt verlängert. Die noch jungen Matthias Bittner (22) und Simon Wolf (21) kamen in dieser Saison hauptsächlich in Bad Tölz (Bittner, 24 Spiele) und Weiden (Wolf, 12 Spiele) zum Einsatz. Man darf gespannt sein, wie sehr sie sich in München schon für höhere Aufgaben empfehlen konnten.
Niklas Treutle (34) wird im Spätsommer in seine zehnte Saison als Ice Tiger gehen. Bei seinem aktuellen Kontrahenten Evan Fitzpatrick (Kanada, 22 Spiele) besteht zumindest die Option auf eine weitere Saison in Nürnberg.
Last but not least ist auch bei den Wild Wings Schwenningen schon länger fix, dass der Schwede Joacim Eriksson (35) am Neckarsprung auch in seine siebte Saison gehen wird.
Es sind also durchaus noch einige Positionen in den Toren der DEL-Klubs noch offen oder zumindest unbestätigt. Es bleibt spannend.
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