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Nach 665 Ligaspielen nimmt Nico Wolfgramm Abschied von seinem Heimatverein. Der 30-jährige Verteidiger war seit seinem 16. Lebensjahr Teil der 1. Mannschaft des Deggendorfer... Deggendorfer SC bastelt mit Vollgas am neuen Kader, aber: Der Rekordspieler sagt „Servus“

Verteidiger Nico Wolfgramm (rechts) und Rosenheims Michael Fröhlich (vorne) – © L. Schirmer

Nach 665 Ligaspielen nimmt Nico Wolfgramm Abschied von seinem Heimatverein.

Der 30-jährige Verteidiger war seit seinem 16. Lebensjahr Teil der 1. Mannschaft des Deggendorfer SC. Hat von der Bayernliga bis zur DEL2 alle Höhen und Tiefen mitgemacht. War einige Male bei den Fans bereits abgeschrieben und hat sich immer wieder zurück unter die Top-6-Verteidiger gespielt. Meist unspektakulär in seiner Spielweise, aber auf und neben dem Eis war auf den Mann mit der Rückennummer 16 immer Verlass. Im Interview erzählt das Deggendorfer Eigengewächs über seinen Abschied.

Nico, was bedeutet der Abschied aus Deggendorf? Ist das das Ende deiner Karriere oder wird man dich nächste Saison woanders auf dem Eis sehen können?
Nico Wolfgramm: Das habe ich noch nicht endgültig entschieden. Auf alle Fälle ist es das Ende für mich auf diesem Niveau. Vielleicht werde ich das noch als Hobby irgendwo weitermachen. Der Fokus liegt im Moment aber ganz auf meiner Familie und dem bevorstehenden Hausbau.

Du bist sehr jung mit 16 in die 1. Mannschaft gekommen. Wie war das damals für dich?
Nico Wolfgramm: Günter Eisenhut hat mich damals gefragt, ob ich bei der 1. Mannschaft mittrainieren wollen würde und klar, dass ich da Ja gesagt habe. Das war dann schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Das war eine faszinierende Erfahrung und sportlich hat mir das einen großen Push gegeben, was das Spielverständnis und die Geschwindigkeit angeht.

Was würdest du als den oder die Höhepunkte deiner Karriere bezeichnen?
Nico Wolfgramm: Wenn ich so zurückdenke, dann war schon der Aufstieg im Nachwuchs in die Schüler-Bundesliga ein tolles Erlebnis. Auch weil mit Timo Pielmeier, Markus Ruderer oder Andi Gawlik einige Spieler in der Mannschaft waren, mit denen Freundschaften fürs Leben entstanden sind. Später war dann der Aufstieg aus der Bayernliga in die Oberliga ein Höhepunkt und durch die Finalniederlage gegen Passau war das gleichzeitig unheimlich bitter. Der Aufstieg in die DEL2 war dann nochmal ein absoluter Höhepunkt.

Welche Mitspieler hast du während deiner Karriere am meisten geschätzt?
Nico Wolfgramm: Das ist schwierig zu sagen. Da waren so viele dabei, mit denen ich sehr gerne gespielt habe. Aus der Aufstiegsmannschaft in die DEL2 vielleicht Pascal Sternkopf und Dimitrij Litesov. In der Saison sind wir alle als Mannschaft sehr eng gewesen und mit den beiden habe ich noch immer einen sehr guten Kontakt. Ich mag es auch, wenn man sich auch dann noch mit Respekt begegnen kann, wenn sich die Wege getrennt hatten. Ich spiele immer gerne gegen Simon Maier. Wir haben uns immer gegenseitig aufgezogen, wenn wir gegeneinander gespielt haben und so ähnlich ist das mit Curtis Leinweber und Kyle Gibbons. Da gibt es dann bisschen Trash-Talk und jeder weiß aber, dass das alles nur Spaß ist. Ich denke dieser Spaß und der gegenseitige Respekt gehören einfach dazu. Eine besondere Freundschaft verbindet mich auch abseits des Eises mit Jan Stern.

Wie sieht es mit Plänen für die Zeit nach deiner Karriere aus? Irgendwas mit Eishockey?
Nico Wolfgramm: Wir haben das schon ein wenig gesprochen und ich könnte mir schon vorstellen, auch nach meiner Karriere etwas im Eishockey zu machen. Wie sagt man so schön? Da ist noch nichts spruchreif. Wenn man so lange dabei war, ist es aber sicher nicht möglich, von einem Tag auf den anderen von 100 auf Null runterzufahren.

Was willst du den Deggendorfer Fans zum Abschied sagen?
Nico Wolfgramm: Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in den 15 Jahren begleitet und unterstützt haben. Familie, Freunde, Trainer, Betreuer, Spieler und Fans! Es war eine super schöne Zeit! Wir sehen uns bestimmt wieder! Mochts es guad, euer Woifal.

Der Deggendorfer SC sagt an dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön an einen Spieler, auf den immer 100% Verlass war und wie kaum ein anderer den „Deggendorfer Weg“ repräsentiert hat. Der ganze Verein wünscht Nico Wolfgramm und seiner Familie alles Gute auf dem weiteren Lebensweg.

David Seidl verlässt den Deggendorfer SC

Das gehört auch zum Eishockey-Geschäft: Ein Spieler, den der DSC gerne weiter in seinen Reihen gehabt hätte, sucht nach einer neuen Herausforderung und verlässt dazu seinen Heimatverein. David Seidl wird nächste Saison nicht mehr für den Deggendorfer SC auflaufen.

Für den Sportlichen Leiter André Schmidt ein Abgang, der schmerzt: „David ist ein Deggendorfer Eigengewächs, das wir gerne behalten hätten. Letztlich hat er sich aber entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen. Das muss man respektieren. Wir blicken da auch über den Tellerrand: Für seine persönliche Entwicklung ist es grundsätzlich förderlich, neue Erfahrungen in einer neuen Umgebung zu sammeln.“ Eine Tür will Schmidt aber offenhalten: „Selbstverständlich würden wir uns freuen, wenn David irgendwann wieder im DSC-Trikot auflaufen würde.“

Der Deggendorfer SC bedankt sich bei David Seidl für seine Leistungen für den DSC und wünscht ihm alles Gute und Erfolg auf seinem weiteren sportlichen und privaten Lebensweg.

Nächster Jungspund bleibt an Bord: Johannes Brunner verlängert Vertrag beim DSC

Der Deggendorfer SC arbeitet weiterhin mit Hochdruck an dem Kader für die anstehende Oberligasaison und kann mit Johannes Brunner die nächste Personalie präsentieren.

Der Offensivallrounder ist ein echter Deggendorfer und war im Nachwuchs lange Zeit auch für den EV Landshut aktiv, ehe er 2018 den Weg zurück nach Deggendorf fand und seitdem im Trikot des DSC aufläuft.

Thomas Greilinger weiß, dass die vergangene Saison für Brunner keine einfach war: „Johannes hat eine richtig schwere Saison hinter sich. Im Jahr zuvor hatte er seine Rolle als Unterzahlspezialist im Team gefunden. Leider bekam er in der zu Beginn der abgelaufenen Spielzeit kaum mehr Eiszeit. Für einen jungen Spieler ist das natürlich sehr frustrierend. Ich bin überzeugt, dass sich Johannes seine Rolle im Team wieder erkämpfen wird.“

In 83 Oberligaspielen gelangen Brunner bisher 5 Tore und 5 Vorlagen.

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