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Düsseldorf. (MR) Im Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings, die nur zuhause (fast) unschlagbar sind, kam der Rückenwind für die DEG erst in der... DEG kann den Rückenwind aus dem Derby-Sieg mitnehmen und schlägt die Schwenninger Wild Wings mit 5:4
Phil Hungerecker vor Henrik Haukeland – © Sportfoto-Sale (DR)

Phil Hungerecker vor Henrik Haukeland – © Sportfoto-Sale (DR)

Düsseldorf. (MR) Im Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings, die nur zuhause (fast) unschlagbar sind, kam der Rückenwind für die DEG erst in der 2. Hälfte. Nach wechselnden Führungen brachte ein Last-Minute-Treffer den Sieg für Düsseldorf.

Nach einer Klatschminute für den kürzlich verstorbenen Mitbegründer des 1. DEG-Fanclubs, Jürgen Wunder, und anschließender Ehrung Sinan Akdags für 900 DEL Spiele war vom sonntäglichen Schwung nichts mehr zu spüren, und die Wild Wings drückten dem Spiel gleich ihren Stempel auf. Bereits in der dritten Spielminute setzten sie das erste Ausrufezeichen (Pfaffengut). Da auch im Anschluss die Gastgeber nach wie vor in der Verteidigung eingeschnürt waren, nahm Thomas Dolak sehr früh seine Auszeit. Es half nur bedingt. Allerdings konnte man wenig später die erste Strafe gegen die Gäste ausnutzen (Varone aus spitzem Winkel, 5.). Doch die Wild Wings, die ohne die Spink-Brüder agieren mussten, griffen immer sehr früh an und störten die DEG im Aufbau, die sich heute nicht wirklich pucksicher zeigten. Auch die Gäste trafen im Powerplay (Karachun, 9.). Es wurde besser, und die Reihe um Ehl konnte sich festsetzen. Svensson blockte zwar zunächst im Slot den Schuss des Kollengen, doch mit Hilfe der Schlägerspitze von Spornberger rutschte das Spielgerät über den Strich zum erneuten Ausgleich. Zum Drittelende aber ließen sich die Gastgeber wieder hinten einschnüren, die Sirene erlöste schließlich Haukeland. Die DEG kam besser aus der Pause, brachte mehr nach vorne und kreierte ein paar Chancen. Ohne jedoch hinten besser zu stehen. Es half sicher auch, dass O’Donnell früh seine Farben in Front brachte nach schönem Zuspiel von Varone (22.). Doch man versäumte es, die Führung weiter auszubauen. Im Gegenzug traf Platzer Metall, und manch einer hatte hier die Scheibe schon drin gesehen. Ein paar Strafzeiten später hatten Agostino und Varone im 2 auf 1 die allerbeste Chance – und versemmelten diese. Hungerecker im direkten Gegenzug machte es besser und stellte auf 3:3 (36.).

Das Spiel ist noch nicht vorbei, solange die „dicke Frau“ noch singt…

Erneut kamen die Rheinländer gut aus der Kabine und suchten ihr Heil nach vorne, Ebner und Varone scheiterten knapp. Auf der anderen Seite immer wieder Pfaffengut, auch Larkin, Hungerecker oder Karachun hatten nicht ungefährliche Möglichkeiten. Ein recht harmloser Schuss ging eigentlich neben das Tor, doch Haukeland kam den Schritt raus, um die Scheibe einzufrieren. Hat nicht ganz geklappt, und der Anhang aus dem Schwarzwald konnte über die erneute Führung jubeln (48.). Geschockt spielten die Hausherren wieder einige Katastrophenpässe, ehe Agostino einen Trick durch die eigenen Beine versuchte, doch Eriksson nicht überwinden konnte. Klein und frech – so kennt man Clark. Und schnell tankte er sich vor das Tor und tunnelte den Goalie zum umjubelten 4:4 Ausgleich (52.). Düsseldorf arbeitete eine späte Strafe gut runter, danach hielten die Gäste gut gegen die letzten Versuche der DEG. Bis, ja bis am Ende Boyle O’Donnell kurz vor dem Tor unfair stoppte – eine Strafzeit zur Unzeit. Die Gäste verteidigten die Unterzahl gut und konsequent, doch auf einmal war O’Donnell im rechten Bullykreis freigespielt, bekam den Pass durch die Box und netzte mustergültig ein – 8 Sekunden vor der Verlängerung!

Brendan O´Donnell – © Sportfoto-Sale (DR)

Brendan O´Donnell – © Sportfoto-Sale (DR)

Nebenbei hat die DEG mit diesem 3-Punkte-Sieg wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht und Augsburg und Nürnberg knapp hinter sich gelassen (1 bzw. 2 Punkte). Allerdings ist der nächste Schritt ganze 7 Punkte entfernt: der 10. Platz, den aktuell Mannheim innehat, punktgleich mit Frankfurt, die pikanterweise die nächsten Gegner für Düsseldorf sind.

Es spielten:
DEG
– 40 Henrik Haukeland – 3 Alec McCrea, 55 Moritz Wirth – 28 Alexander Ehl, 39 Victor Svensson, 24 Alex Blank; 7 Sinan Akdag, 67 Bernhard Ebner – 21 Brendan O’Donnell, 26 Phil Varone, 18 Kenny Agostino; 88 Torsten Ankert, 5 Nick Geitner – 11 Kevin Clark, 71 Kohen Olischefski, 87 Philip Gogulla; 22 Oliver Mebus – 92 Jakub Borzecki, 42 Luis Üffing, 44 Josef Eham
SWW – 60 Joacim Eriksson – 6 Daryl Boyle, 53 Alex Trivellato – 89 Zach Senyshyn, 88 Kyle Platzer, 47 Alexander Karchun; 54 Ben Marshall, 78 Willam Weber – 94 Phil Hungerecker, 77 Daniel Pfaffengut, 15 Filip Reisnecker; 37 Thomas Larkin, 52 Johannes Huß – 23 Max Görtz, 40 Ken Andre Olimb, 9 Philip Feist; 16 Arkadiusz Dziambor – 64 Boaz Bassen, 18 Daniel Neumann, 50 Peter Spornberger

Fotostrecke zum Spiel

Brendan O´Donnell – © Sportfoto-Sale (DR)
Brendan O´Donnell – © Sportfoto-Sale (DR)
« von 31 »

Die Tore erzielten:
0:1 (02:13) Pfaffengut (Reisnecker, Trivellato)
1:1 (04:57) Varone (Agostino, Ebner) PP1
1:2 (08:26) Karachun (Marshall, Huß) PP1
2:2 (15:31) Svensson
3:2 (22:00) O’Donnell (Varone, McCrea)
3:3 (35:41) Hungerecker (Marshall)
3:4 (47:30) Senyshyn
4:4 (51:17) Clark (Gogulla)
5:4 (59:52) O’Donnell (Ehl, Varone) PP1

Schiedsrichter: 19 Benjamin Hoppe, 20 Andris Ansons (65 Christoffer Hurtik, 54 JP Priebsch)
Strafen: DEG – 10 Min.; SWW – 10 Min.
Zuschauer: 6970

Stimmen zum Spiel





7064
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Michaela-Ross

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