Düsseldorf. (MR) Die Düsseldorfer EG hatte mit den Starbulls noch eine Rechnung offen: hatten die Rosenheimer der DEG doch im November die Geburtstagsparty zum 90 jährigen Bestehen verdorben und dem Rheinischen Traditionsclub eine bittere 1:6 Niederlage zugefügt. Das sollte heute anders aussehen, hatte man sich vorgenommen.
Die Gäste hatten gut 800 Fans mitgebracht, die vom Oberrang für gute Stimmung sorgten. Aber sie hatten auch gut Lachen, waren es doch die Starbulls, denen das Spielgeschehen weitestgehend „gehörte“. Und folgerichtig hatten sie auch früh den Führungstreffer vorgelegt, als Rückkehrer Järveläinen in der 6. Spielminute das Spielgerät nachschubste. Von den Hausherren war bis zur Drittelmitte nicht viel zu sehen, aber auch das dann folgende Überzahlspiel verdiente noch nicht wirklich den Namen Powerplay. Und kaum komplett prüfte Feser von der Strafbank kommend DEG Goalie Lunemann. Gegen Drittelende hatten die Rot-Gelben ein paar Möglichkeiten, sich festzusetzen, standen sich aber oftmals selbst im Weg.
Der zweite Abschnitt war ein Spiegelbild des ersten, es ging zunächst ebenfalls auf das von der Spielerbank aus gesehen rechte Tor, nur dass es diesmal das von Kolarz gehütete des Sportbunds war. Jetzt hatten die Landeshauptstädter über weite Strecken die Zügel in der Hand, doch es sollte bis zur 29. Minute dauern, bis Linden für den 1:1 Ausgleich sorgte. Der erleichterte Jubel der DEG Fans war riesig. Man versuchte, jetzt das Momentum zu nutzen, fand aber kein Vorbeikommen, auch nicht in Überzahl. Kaum hatten die Gäste diese ihre Unterzahl überstanden, traf Hanna nach einem 2 auf 1 Konter (37.). Wenig später erwies Düsseldorfs Goldhelm Hirano seiner Mannschaft einen Bärendienst, die Unparteiischen überprüften das Vergehen noch am Video und kamen zum Tatbestand eines Schlittschuhtritts, was eine Spieldauer nach sich zog.
Dumme Strafe nimmt DEG-Topscorer aus dem Spiel
Die lange Strafe zog sich noch bis in den Schlussabschnitt, doch Düsseldorf verteidigte gut und effektiv, Tosto und Thiel kamen sogar zu einem 2 auf 1 Konter, der aber letztlich schlecht ausgeführt und somit erfolglos war. Den gefühlt einzigen Torschuss in der Strafzeit im Schlussabschnitt brachte Järveläinen an. Nach der Strafzeit schafften es die Oberbayern über weite Strecken, die DEG in deren Verteidigungsdrittel einzuschnüren und ließen daher hinten nichts anbrennen. Kolb gewann das Laufduell gegen Düsseldorfs Verteidiger Maginot, die freie Scheibe wurde im letzten Moment noch von der Linie gekratzt (45.). So blieben die Hausherren noch weiter im Spiel, mussten aber auch noch eine Unterzahl wegstecken. Allerdings wagte Kolarz einen waghalsigen Ausflug, als er dem weiten DEG Pass entgegenging. Doch Tosto umspielte ihn, blieb aber letztlich am gegnerischen Verteidiger hängen. In den letzten fünf Spielminuten ging es wieder druckvoller von beiden Seiten hin und her, ca. 90 Sekunden vor der finalen Sirene nahm Harry Lange den Goalie vom Eis, doch es sollte nicht mehr zum Ausgleich reichen, und Rosenheim nimmt auch im zweiten Spiel die volle Punktzahl aus dem Dome mit.
Das sagt Domink Tiffels zum Spiel
Es spielten:
DEG – 27 Niklas Lunemann – 5 Nick Geitner, 8 Kristian Blumenschein – 78 Kevin Orendorz, 22 Erik Bradford, 91 Yushiroh Hirano; 6 Kevin Maginot, 26 Moritz Kukuk – 17 Leon Niederberger, 18 Michael Clarke, 96 Simon Thiel; 21 Emil Quaas, 63 Max Faber – 11 Luca Tosto, 71 Ture Linden, 16 Erik Brown; 51 Daniel Assavolyuk, 14 Kevin Norén, 32 Joel Hofmann
SBR – 67 Christopher Kolarz – 60 Shane Hanna, 14 Dominik Tiffels – 18 Sebastian Zwickl, 12 CJ Stretch, 21 Ville Järveläinen; 48 Maximilian Adam, 98 Maximilian Vollmayer – 71 Scott Feser, 57 Charlie Sarault, 3 Teemu Pulkkinen; 66 Leon van der Linde, 2 Joel Keussen – 87 Fabian Dietz, 93 Luigi Calce, 63 Jordan Taupert; 26 Lars Bosecker – 50 Tobias Beck, 28 Dominik Kolb, 10 Michael Musin
Die Tore erzielten:
0:1 (05:33) Järveläinen (Vollmayer)
1:1 (28:15) Linden (Geitner, Faber)
1:2 (36:16) Hanna (Taupert)
Schiedsrichter: 3 Andreas Gawlik, 31 Sebastian Lehmann (89 Dominic Borger, 97 Claus Clemens Behrendt)
Strafen: DEG – 2 Min. + Spieldauer Hirano; SBR – 4 Min.
Zuschauer: 7977
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