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Düsseldorf. (MR) Aufsteiger Regensburg war im ersten Spiel dieses Wochenendes an der Düsseldorfer Brehmstrasse der erwartet engagierte Gegner und hat den Gastgebern einiges abverlangt....

Düsseldorf. (MR) Aufsteiger Regensburg war im ersten Spiel dieses Wochenendes an der Düsseldorfer Brehmstrasse der erwartet engagierte Gegner und hat den Gastgebern einiges abverlangt. Es waren aber auch die beiden Goalies, die mit teils sehenswerten Paraden ihr jeweiliges Team im Spiel hielten und keinen Treffer zuließen. Fast spektakulär zu nennen ist die wohl beste Szene im ersten Abschnitt, als sich Düsseldorfs Fabio Pfohl und Tobias Schlipper durch die Abwehrreihen tanzten, doch die Fanghand von Gästegoalie Martin Rabanser war noch schneller als der Puck (15. Min.).

Auch im mittleren Drittel schenkte man sich nichts, doch weder beste Möglichkeiten z.B. für den Oberpfälzer Alexander Seifert, der mit weitem Pass an der gegnerischen blauen Linie bedient wurde und allein auf DEG-Goalie Benedict Roßberg zufuhr, noch Powerplays brachten eine Ergebnisänderung auf die Uhr. Einzig eine Rangelei zwischen Fabio Pfohl und Jakob Weber, die für beide Kontrahenten glimpflich mit je 2 Minuten geahndet wurde, wäre noch zu erwähnen. So stand es nach Toren und gespielten 40 Minuten noch immer 0:0.

Tim Brazda feiert seinen Siegtreffer – (C) by Eishockey-Magazin (DR)

Der dritte Abschnitt wurde dann wirklich interessant, eine frühe Strafe gegen die Gastgeber brachte diese ein wenig in Bedrängnis. Stimmung kam auf, als Tobias Brazda und Julian Lautenschlager die Sportart wechselten und ins Fach Ringen einstiegen. Hier blieb Düsseldorfs Brazda Sieger nach Punkten; die Strafzeit lautete für beide Seiten gleich 2+2+10 Minuten. Während beide so das Geschehen von außen beobachteten, fielen dann auch endlich die Tore. Zuerst behauptete Leon Niederberger in der Bandenecke die Scheibe, die Tim Brazda dann in den Giebel jubelte (44.) – beim Torjubel fuhr er zuerst an der Strafbank vorbei und „klatschte“ mit seinem Bruder ab. Wenig später kam es zu einem 3 auf 2, und mit schöner Stafette über Schlipper und Neugebauer konnte Niederberger die Scheibe zum 2. DEG-Treffer versenken (46.). Das sah doch schon ganz gut aus. Doch es sollte anders kommen – in der inzwischen bereits 54. Spielminute kassierten die Gastgeber eine Strafe, und von der blauen Linie zog Weber ab, von Verhoeven abgefälscht hatte Roßberg keine Chance. Und noch keine Minute später war wieder alles offen, denn erneut von der Blauen hatte Weber abgezogen, diesmal half das Torgestänge mit (56.). Man stellte sich bereits auf einen Nachschlag, vor allem nachdem Düsseldorfs Fabio Pfohl, der mit seinen gerade 17 Jahren bereits in der Oberliga für Aufsehen sorgt, verletzt auf dem Eis liegen blieb. Mit ausgekugelter Schulter war für ihn das Spiel etwas früher als geplant zu ende. Schlipper traf nur das Außennetz, und dann passierte für die Gastgeber der Alptraum: nach schlechtem Pass im Angriffsdrittel verließ die Scheibe selbiges, Regensburgs Benedikt Böhm schnappte sich das Spielgerät und konnte Roßberg das Teil über die Schulter jagen. Spiel gedreht und Führung Regensburg 48 Sekunden vor der Sirene! Nach einer Auszeit blieb Roßberg für den 6. Feldspieler auf der Bank, die erste Befreiung konnte neben das Tor gelenkt werden. Anschließend bekam Niederberger aus dem Gewühl heraus die Scheibe auf die Kelle, und 2,1 Sekunde vor Spielende wurde er so zum Held.

Nach einer torlosen Verlängerung musste schließlich das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Hier konnten die jeweils ersten drei Schützen ihre Versuche nicht verwerten. Im zweiten Durchgang startete die DEG. Tim Brazda lief an und überrumpelte den Gästegoalie mit einer Drehung um die eigene Achse („Spin-o-rama“), und die Scheibe war das erste Mal in den Maschen. Jetzt musste Regensburg ausgleichen, doch auch der vierte Gastschütze scheiterte. Damit bleiben zumindest schon einmal die ersten 2 Punkte am Rhein. Sonntag Morgen geht es in die zweite Runde.

Das Spiel DEG – EV Regensburg 4:3 (0:0 / 0:0 / 3:3 / 0:0 / 1:0)

Tore: 1:0 (43:43) Tim Brazda (Niederberger, Neugebauer); 2:0 (46:00) Niederberger (Neugebauer, Schlipper); 2:1 (54:33) Verhoeven (Weber, Amberger) 5-4; 2:2 (55:15) Weber (Deuschl, Böhm); 2:3 (59:12) Böhm; 3:3 (59:58) Niederberger (Neugebauer, Fröhlich) 6. Feldspieler; 4:3 (65:00) Tim Brazda GWS

Schüsse: 34:27

Strafen: DEG – 16 + Diszi Tobias Brazda; EVR – 12 + Diszi Lautenschlager

Schiedsrichter:  Ramin Yazdi

Zuschauer: 106

Es spielten: DEG – Benedict Roßberg (Niko Stark) – Eric Stephan, Maik Klingsporn; Dominic Steck, Tilo Schwittek; Rick van Haren, Oliver Püllen; Hagen Kaisler, Lamin Soumaré – Stephan Fröhlich, Tobias Schlipper, Fabio Pfohl; Leon Niederberger, Tim Brazda, Jari Neugebauer; Tobias Brazda, Alexander Schneider, Cornelius Krämer; Philipp Felföldy, Gereon Erpenbach, Johannes Matzken

EVR – Martin Rabanser (Daniel Filimonow) – Kevin Schmitt, Alexander Schier; Matthias Amberger, Korbinian Schütz, Jakob Weber – Felix Söllner, Robert Neubauer, Alexander Schardt; Alexander Eckl, Mirko Schreyer, Mario Worack; Benedikt Böhm, Alexander Seifert, Julian Lautenschlager; Marco Verhoeven, Henry Deuschl, Michael Kuhn

 

 

 

 

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