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Selb. (PM Wölfe) Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist der 41-jährige Stürmer einer der Leistungsträger und ein absoluter Führungsspieler im Team der Selber Wölfe. Dass... „Dauerbrenner“ und Leader Lanny Gare hängt noch ein weiteres Jahr dran bei den Selber Wölfen

Lanny Gare (links) – © M. Wiedel

Selb. (PM Wölfe) Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist der 41-jährige Stürmer einer der Leistungsträger und ein absoluter Führungsspieler im Team der Selber Wölfe.

Dass dies auch in der kommenden Saison noch einmal so sein wird, davon sind sowohl die VERantwortlichen des VER Selb als auch Lanny Gare selbst voll überzeugt.

Ganz nebenbei engagiert sich der Deutsch-Kanadier ab sofort nun auch noch als Nachwuchstrainer.

Ehrgeiz, Leistungsbereitschaft und absolute Hingabe

„Ich war aufgrund einer Verletzung die letzten Saisonspiele zum Zuschauen verdammt. Und das zum ersten Mal in den fünf Jahren, in denen ich für Selb auflaufe. Auf der Tribüne neben meiner Frau und meinen Kindern dem Spiel zusehen zu müssen und der Mannschaft nicht direkt auf dem Eis helfen zu können, war für mich eine echte Qual. Obendrein noch die abgesagten Playoffs – so konnte ich meine Karriere nicht beenden. Zumal das Feuer in mir auch noch viel zu sehr brennt“, wischt Lanny Gare jegliche Zweifel an einer weiteren Vertragsverlängerung sofort zur Seite. Und wie sieht das mit der Fitness aus, wenn man nicht mehr zu den Allerjüngsten im Team und auch in der gesamten Liga zählt? „Ich bin sehr ehrgeizig, habe ein großes Verlangen, stets meine beste Leistung abzurufen und gebe mich komplett dem Sport hin. Außerdem bin ich ein außergewöhnlich schlechter Verlierer. Das sind die Dinge, die mich antreiben in meinem Alter noch Eishockey auf diesem Niveau zu spielen.“ Fit hält sich der Deutsch-Kanadier aktuell als Co-Trainer der U17Mannschaft der Selber Wölfe Juniors, wo er alle Übungseinheiten mit den Youngsters selbst vor- und mitmacht. Zusätzlich stehen noch individuelles Lauftraining, Sprints und Radfahren auf dem Trainingsplan. Freilich geht auch Trainer Herbert Hohenberger fest davon aus, dass er einen Lanny Gare in Topform zu den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten in einigen Wochen begrüßen kann: „Lanny hat seine Verletzung vom Saisonende komplett auskuriert und er wird sich – wie man es von ihm nicht anders kennt – akribisch auf die neue Saison vorbereiten, so dass er bestens vorbereitet aus der Sommerpause kommen wird.“

Geballte Erfahrung, Leader und Identifikationsfigur

„Lanny ist und bleibt einer unserer Leitwölfe, gehört wie Florian Ondruschka schon zum Inventar und führt die Mannschaft auf und neben dem Eis. Er ist eine absolute Bereicherung für die Mannschaft und den VERein. Für ihn spricht natürlich die Erfahrung, zudem ist er flexibel auf verschiedenen Positionen einsetzbar“, zeigt sich Herbert Hohenberger glücklich, dass er weiter auf die Dienste des in Vernon, British Columbia, geborenen Spielers zurückgreifen kann. „Lanny kann das Spiel sehr gut lesen und muss deshalb auf dem Eis keine unnötigen Wege gehen, was ab einem gewissen Alter einfach wichtig ist. Man muss dann mit seinen Kräften gut haushalten. Und das kann Lanny zweifellos“, ergänzt Hohenberger. Seine Erfahrung und sein Können will Lanny Gare nicht für sich behalten: „Ich freue mich auf die neue Saison. Durch den erneuten Umbruch in der Mannschaft werde ich viele neue Spieler kennenlernen und wir werden ein komplett anderes Team sehen. Zudem macht es mir sehr viel Spaß, meine Erfahrung und mein Wissen an junge, hungrige Spieler weiterzugeben.“ Und dies tut er ab sofort nicht mehr ausschließlich innerhalb seiner Mannschaft, sondern eben auch als Co-Trainer der U17: „Diese Aufgabe bereitet mir sehr viel Freude und ich kann erste Coaching-Erfahrung neben Cory Holden sammeln.“

Ziel: Oberligameisterschaft

Rückblickend auf die vergangene Saison spricht Lanny nicht nur seine eigene Verletzung, sondern vor allem die Verletzungsmisere, die sich durch die ganze Saison und über alle Mannschaftsteile hinweg zog, an: „Wir waren ein gutes Team, solange wir alle gesund waren. Aber sobald Verletzungen hinzukamen, haben sich diese sofort auf die Mannschaftsleistung und auch auf den Tabellenstand ausgewirkt.“ Letztendlich wurde dennoch das Minimalziel, die Qualifikation für die Playoffs, erreicht. „Der Saisonabbruch war sportlich gesehen enttäuschend. Wir waren eine konkurrenzfähige Mannschaft und absolut bereit, es mit Tilburg aufzunehmen. Ich war bereit, nach Tilburg zu fahren und das Letzte aus mir herauszuholen“, gibt sich Lanny kämpferisch und will nichts hören von der vermeintlichen Unbezwingbarkeit des Teams aus den Niederlanden. Viel lieber blickt Lanny Gare in die Zukunft und beantwortet die Frage zum Saisonziel mit leuchtenden Augen kurz, knapp und ehrgeizig: „Die Oberliga-Meisterschaft, wie jedes Jahr!“

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