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Augsburg. (MS) Wenn man einen Sieg aus Sicht der Augsburger hier im Curt-Frenzel-Stadion einfahren muss, dann gegen den DEL-Rückkehrer Schwenningen. So zumindest die Meinung...
Schwenningens Ty Wishart (links) läuft bei Ryan Bayda auf - © by Eishockey-Magazin (RS)

Schwenningens Ty Wishart (links) läuft bei Ryan Bayda auf – © by Eishockey-Magazin (RS)

Augsburg. (MS) Wenn man einen Sieg aus Sicht der Augsburger hier im Curt-Frenzel-Stadion einfahren muss, dann gegen den DEL-Rückkehrer Schwenningen. So zumindest die Meinung vor der Saison. 

Vor dem heutigen Spiel sah man das im Lager der Gastgeber dann doch etwas zurückhaltender, waren die Schwarzwälder doch inzwischen um vier Punkte enteilt und belegten aktuell, den in der Endabrechnung so wichtigen, Platz 10. Das sie dort zu recht stehen, bewiesen die Wild Wings dann hauptsächlich in ihren Überzahlsituationen und  im Schlussabschnitt als sie innerhalb von sechs Minuten drei Treffer erzielten. Letztendlich  unterlagen sie gegen sehr engagierte aber am Ende zerbrechlich wirkende Panther mit 5:4 (1:0/3:0/1:4). Vor 4.773 Zuschauern erwiesen sich Torhüter Ehelechner  (in den ersten 40 Minuten) und die Stürmer Trevelyan (2 Tore, 1 Assist) bzw. Ciernik (Doppeltorschütze) als Erfolgsgaranten. Schwenningen wird sicher noch dem ein oder anderen Favoriten ein Bein stellen und für Augsburg ein Hauptkonkurrent um die Play-Off-Plätze sein.

Augsburg  endlich mit einer Führung im CFS

Nach einem zähen Start beider Teams setzten die Wild Wings den ersten Maßstab mit  Schüssen von Wishart (mehrfach), Green und Petersen (ab 10. Spielminute). Das waren durchaus Duftmarken, da Augsburg bis auf einen von Bayda abgefälschten Schuss von Forrest (8.) nichts vorzuweisen hatte. Zwar ging es flott hin und her, die meisten Aktionen fanden jedoch mangels Relevanz nicht den Weg auf die Notizblöcke der schreibenden Zunft. Dann starteten die Panther einen Turbo-Konter. Roloff (deutlich aktiver nach der Denkpause als überzähliger Kontingentspieler) auf Forrest – Trevelyan versenkte dann den Ableger (16.) hinter Pätzold. Anschließend setzte Zeiler seine Serie von unzähligen Bandenkrachern (ja, es war immer ein gegnerischer Spieler dazwischen!) fort.

Schwenningen müde – Augsburg baut Führung aus

Nur 21 Sekunden nach Wiederbeginn, schlenzte Reiß den Puck aus kurzer Distanz zum 2:0 über die Linie.  Dass man aus noch kürzerer Distanz treffen kann, bewies dann Reiß‘ Kollege Trevelyan, der die hinter Pätzold auf der Linie liegende Hartgummischeibe nur noch anhauchen musste, um den dritten Augsburger Treffer zu markieren (27.). Zwischenzeitlich hatten die Gäste aus dem Schwarzwald die Chance zu verkürzen, als Uvira nach übermotiviertem Einsatz vor dem gegnerischen Tor auf der Strafbank saß. Glücklicherweise – aus Augsburger Sicht – schlug Green im Slot freistehend über den Puck und Petersen schoss lediglich Ehelechner an. Zeiler dann mit einem Tipp-In Versuch, der Pätzold an die Maske knallte – Unterbrechung! Die Gäste bemühten sich, strahlten echte Torgefahr jedoch meist nur in Überzahl aus. Und da war da noch ein Ehelechner, der bisher in Galaform agierte. Super, wie er in der 40. Spielminute von einer Ecke in die andere rutschte und mit dem Stockhandschoner eine Granate von Petersen entschärfte.

Augsburgs Stephen Werner vor SERC Keeper Dimi Pätzold - © by Eishockey-Magazin (RS)

Augsburgs Stephen Werner vor SERC Keeper Dimi Pätzold – © by Eishockey-Magazin (RS)

Schwenningen mobilisiert die letzten Reserven

Während in der Pause auf den Rängen diskutiert wurde, wie nah man der Revanche für die 0:8 Niederlage denn kommen könne, konzentrierten sich die Gäste in der Kabine. Resultat: innerhalb von sechs Minuten stellen sie den Anschluss her. Sulkovsky aus dem Getümmel (46.), Wilhem per Schlagschuss (49.)  und Wishart ( 52.) brachten die anwesenden Augsburger zum Schweigen und machten den Panther-Akteuren schwere Beine. Jedoch schien Ciernik seinen Torriecher genau zum richtigen Zeitpunkt wieder gefunden zu haben. Mit seinem zweiten Treffer – nur rund eine Minute nach dem Anschlusstreffer – baute er die Führung per Nachschuss wieder auf einen 2-Tore-Vorsprung aus. Puh! Spannend wurde es dennoch, da Werner sich eine Strafe einhandelte und so die Schwäne genau zwei Minuten mit 6-gegen-4- Feldspieler auf den Ausgleich drängten. Augsburg rettete jedoch mit zittrigen Beinen den so wichtigen „Dreier“ – auch da der erneute Anschlusstreffer von Ramsey fünf Sekunden vor der Sirene zu späte kam.

Statistik

Augsburger Panther –  Schwenninger Wild Wings 5:4 (1:0/3:0/1:4)
Tore: 1:0 (15:31) Trevelyan (Roloff/Forrest); 2:0 (20:21) Reiß (Werner/Trevelyan) 6-5; 3:0 (26:43) Trevelyan (Reiß/Werner); 4:0 (33:51) Ciernik (Bayda/Seifert); 4:1 (45:41) Sulkovsky ( Johnson/Wishart); 4:2 (48:32) Wilhelm (Schlager/Hacker); 4:3 (51:26) Petersen (Wishart/Green); 5:3 (52:22) Ciernik (Connolly/Schäffler); 5:4 (59:55) Ramsay (Hacker/Beechey) 4-6 PP1;

Strafen: Augsburg 10 –  Schwenningen 4
Torschüsse: Augsburg 25  –  Schwenningen 36
Zuschauer: 4.773
Schiedsrichter:  Jablokov/Rohatsch

Aufstellungen:
Augsburger Panther:  Ehelechner (Keller)  – Seifert, Brown; Forrest, Boyle;  Woywitka, Reiß; – Trevelyan, Werner, Roloff; Bayda, Connolly, Ciernik; Morrison, Zeiler, Breitkreuz; Farny, Uvira, Schäffler;  (es fehlen: Bakos, Tölzer, Draxinger, MacArthur)
Schwenninger Wild Wings: Pätzold (Steinhauer) – Goc, Wilhelm; Wihart, Dück; Granath, Borzecki; Sacher – Petersen, Green, Ramsay; Johnson, Beechey, Hacker; Pielmeier, Rodman, Schlager; Mackay, Sulkovsky, Gelke;

Three Stars:
*** Trevelyan (Augsburg)
**  Ciernik (Augsburg)
*  Wishart (Schwenningen)

 

 

 

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