Bonn. (PM MagentaSport) Das Topspiel zwischen München und Berlin beweist, dass auf dem Level Nuancen über Erfolg und Misserfolg entscheiden – oder Dusel: Beim 3:2-Sieg der Eisbären macht Lean Bergmanns „Billard“-Tor, bei dem er den Puck nach eigenem Schuss wieder von der Bande zurückbekommt, letztlich den Unterschied.
Berlin siegt nach 4 Auswärtsniederlagen in Folge ausgerechnet beim Topteam und hält wieder den Anschluss an die Top-6. Eisbär Frederik Tiffels lobt die Leistungssteigerung, vermisst aber noch die Konstanz: „Das, was wir am Ende gespielt haben, ist eigentlich der Standard. Das sollte unsere schlechteste Leistung sein. Ich hoffe, dass wir da noch eine Schippe drauflegen können.“ Hinsichtlich der Verkündung des deutschen Olympiakaders am Mittwoch bleibt Tiffels cool: „Ich habe mein Bestes gegeben und entweder klappt es oder es klappt nicht.“ Ein Anruf des Bundestrainers müsste höchstwahrscheinlich schon eingegangen sein, aber „das ist alles vertraulich“, schmunzelt der Leistungsträger der Eisbären.
Nach einem Intermezzo in Iserlohn am Donnerstag steht für den Titelverteidiger am Samstag (ab 16 Uhr, live und kostenlos) mit dem DEL Winter Game direkt das nächste Highlight an. Gastgeber sind die Dresdner Eislöwen, denen die Generalprobe gegen die Fischtown Pinguins misslingt. In der 2:3-Niederlage sieht Dresdens Co-Trainer Craig Streu trotzdem „eine gute Antwort“ auf das 1:8-Debakel gegen Köln: „Wir haben Druck aufgebaut, damit aber vielleicht zu spät angefangen. Wir hatten auf jeden Fall einen Punkt verdient“, so Streu, der den Fokus jetzt auf das Wintergame gegen seinen Ex-Klub legt: „Natürlich ist es ein besonderes Event, im Stadion zu spielen. Wir freuen uns sehr!“
Die Haie haben immer noch Oberwasser: 4:2 in Nürnberg, 10. Sieg in Folge. „Wenn du gewinnst, bekommst du Selbstvertrauen und findest verschiedene Wege zu gewinnen. Im 1. Drittel waren wir nicht gut genug, aber wir haben Geduld gezeigt und unserem Spiel vertraut“, erklärt Haie-Torschütze Oliwer Kaski das Kölner Selbstverständnis.
Die Adler Mannheim müssen in Straubing die nächste 1:4-Pleite hinnehmen und die Tigers um 2 Punkte auf Platz 2 vorbeiziehen lassen. Mannheims Leon Gawanke findet für den 0:3-Rückstand schon in der Anfangsphase deutliche Worte: „Es waren brutal schlechte erste 8, 9 Minuten. Dann rennst du dem Spiel komplett hinterher. Das darf uns einfach nicht passieren.“
Nachfolgend die wichtigsten Clips und Stimmen zur DEL präsentiert von MagentaSport.
Weiter geht’s mit der DEL am Donnerstag ab 19.00 Uhr, wenn die Iserlohn Roosters und die Eisbären Berlin den 38. Spieltag eröffnen – live bei MagentaSport.
Dresdner Eislöwen – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:3
Die Eislöwen kämpfen sich nach Rückständen zurück, werden aber nicht belohnt und verlieren das 2. Spiel in Folge. Als Schlusslicht beträgt der Abstand an das rettende Ufer 13 Punkte. Bremerhaven fährt dagegen den 5. Sieg in Folge ein und festigt in der Tabelle mit 63 Punkten den 6. Platz.
Craig Streu, Co-Trainer Dresdner Eislöwen, über die Reaktion nach dem 1:8 gegen Köln: „Wir haben Druck aufgebaut, damit aber vielleicht zu spät angefangen. Wir hatten ein paar Chancen in Überzahl. Ich kenne Bremerhaven: Du weißt genau, was sie machen, aber du kannst es nicht verteidigen. Sie sind im Powerplay unglaublich. Aber die Jungs haben gekämpft. Es war eine gute Antwort auf das letzte Spiel. Wir hatten auf jeden Fall einen Punkt verdient. Es war ein gutes Eishockey-Spiel.“
… über das anstehende Wintergame gegen seinen Ex-Klub Berlin: „Natürlich ist es ein besonderes Event, im Stadion zu spielen. Wir freuen uns sehr!“
Marian Bazany, Co-Trainer Bremerhaven: „Wir wissen: Das war nicht unser bestes Spiel. Wir haben langsam angefangen. Wir sind momentan in einer Phase, wo es wichtig ist zu punkten. Das haben wir erledigt. Die 3 Punkte nehmen wir mit, das ist das Wichtigste.“
Straubing Tigers – Adler Mannheim 4:1

Bereits nach 8 Minuten ist das Topspiel mit dem 3:0 für die Tigers entschieden. Für die Aufholjagd fehlen den Adlern die Mittel, die durch die 2. Niederlage im 3. Spiel auf den 3. Rang abrutschen. Straubing feiert den 2. Sieg in Folge und klettert auf den 2. Rang.
Tim Fleischer, Straubinger Torschütze zum 2:0: „Vor allem das 3. Drittel haben wir dieses Jahr noch nicht so souverän wie heute gespielt. Es war zwar ein anderes Spiel als im 1. Drittel, aber wir haben nichts anbrennen lassen. Das war eine super Leistung. Wir wollten gar nicht verwalten. Wir haben gesagt: Wenn wir das, was wir uns in der defensiven Zone vornehmen, richtig machen, kommt die Offensive von alleine. Da haben wir jetzt 2 Spiele einen super Job gemacht und darauf bauen wir auf.“
Leon Gawanke, Spieler Mannheim: „Es waren brutal schlechte erste 8, 9 Minuten. Dann rennst du dem Spiel komplett hinterher. Das darf uns einfach nicht passieren. Am Ende sieht jeder, dass das den Ausschlag gegeben hat. Das war nicht das, was wir spielen wollten. Es war kein guter Abend. Wir müssen wieder 60 Minuten unser Spiel durchziehen, sonst reicht es nicht.“
Augsburger Panther – Iserlohn Roosters 2:3 (S.O.)
Nachdem das 1. Drittel mit 2:0 an die Panther geht, gleichen die Roosters im Mittelabschnitt aus. Die Entscheidung fällt im Shootout, wo Iserlohns Daniel Fischbuch seinen Penalty als einziger Schütze verwandelt. Die Roosters bleiben durch den 2. Sieg im 3. Spiel auf Rang 12, die Panther kassieren als Elfter die 2. Niederlage in Folge.
Nürnberg Ice Tigers – Kölner Haie 2:4
Tabellenführer Köln punktet munter weiter und lässt sich auch von einem frühen Rückstand in Nürnberg nicht beirren. Fünf der 6 Tore fallen im Mitteldurchgang, in dem die Haie von 0:1 auf 4:2 stellen und sich den Weg für den 10. Sieg in Folge ebnen. Die Ice Tigers treten nach der 5. Pleite im 6. Spiel als Neunter auf der Stelle.
Jake Ustorf, Nürnberger Torschütze zum 1:0: „Wir haben unser Spiel nicht gespielt, keine Ahnung warum. Das 1. Drittel war okay, dann haben wir im 2. Drittel ein bisschen verloren. Es ist schwer, gegen Köln wieder ins Spiel reinzukommen. Sie haben super Verteidiger, die die Scheibe gut rauslaufen können. Das macht es schwer, auf den Forecheck zu kommen und die Scheibe wieder zu holen. Wir müssen jetzt weiter arbeiten und wieder zurück zu uns kommen.“

Oliwer Kaski, Kölner Torschütze zum 3:1: „Wir hatten einen harten Start, sie sind sehr gut gestartet. Sie sind ein gutes Offensivteam und haben das zu Beginn beeindruckend gezeigt. Felix (Brückmann, Kölner Goalie) hat ein großartiges Spiel gemacht. Nach seiner Verletzung ist er sehr gut zurückgekommen. Das zeigt, was für ein Profi er ist. Und wir haben die Tore erzielt, die wir brauchten, und haben einen Weg gefunden, um zu gewinnen. Wenn du gewinnst, bekommst du Selbstvertrauen und findest verschiedene Wege zu gewinnen. Im 1. Drittel waren wir nicht gut genug, aber wir haben Geduld gezeigt und unserem Spiel vertraut.“
ERC Ingolstadt – Löwen Frankfurt 6:3
Nach einem torreichen Anfangsdrittel (2:2) setzen sich die Ingolstädter zunehmend ab und fahren nach zuletzt 3 Niederlagen wieder einen Sieg ein. In der Tabelle bedeutet das mit 71 Punkten Platz 4. Die Löwen Frankfurt bleiben durch die 2. Niederlage in Folge mit 35 Punkten Vorletzter.
Daniel Pietta, Ingolstädter Doppeltorschütze: „Wir haben noch Verbesserungspotenzial. Wenn wir uns unsere eigene Zone angucken, war das immer noch nicht gut genug. Da müssen wir uns noch verbessern. Aber zumindest haben wir mal wieder ein paar Tore geschossen. Das war jetzt die längste Serie, die wir nicht gewonnen haben. Am Freitag müssen wir uns nochmal verbessern, damit wir auch Köln hier zu Hause schlagen können. Dann sind wir wieder auf einem guten Weg.“
Daniel Pfaffengut, Torschütze Löwen Frankfurt zum 3:4: „Wir haben zu viel zugelassen, Ingolstadt ist brandgefährlich. Andersrum haben wir auch extrem viel offensiv kreiert. Im 2. Drittel hätten wir auch in Führung gehen können, aber das ist uns leider nicht geglückt. Offensiv waren wir zu schwach und so geht das Spiel dann aus.“
EHC Red Bull München – Eisbären Berlin 2:3
Die Eisbären drehen den 0:1-Rückstand im Mittelabschnitt und erhöhen im Schlussdrittel des ausgeglichenen Topspiels auf 3:1. Der Münchner Anschlusstreffer 40 Sekunden vor dem Ende kann die 2. Heimpleite in Folge des EHC nicht abwenden. Während München mit 71 Punkten auf Rang 5 abrutscht, bleibt Berlin nach dem 2. Erfolg in Serie mit 59 Punkten Siebter.
Schwenninger Wild Wings – Grizzlys Wolfsburg 4:3 (SO)
Nach fulminanten ersten 10 Minuten steht es bereits 2:2. Die Wild Wings geraten zweimal in Rückstand, retten sich mit dem 3:3-Ausgleichstreffer 28 Sekunden vor dem Ende aber noch in die Overtime. Im Shootout trifft nur Schwenningens Tyson Spink und beschert den Gastgebern mit dem Extrapunkt den 2. Sieg in Folge. In der Tabelle rücken die Wild Wings als Zehnter auf 2 Punkte an die Grizzlys heran, die nach 5 Niederlagen in Serie auf Platz 8 stehen.
Steve Walker, Trainer Schwenningen, über das harte, zweikampfbetonte Spiel mit vielen Strafen: „Beide Teams haben wahrscheinlich ein bisschen zu viel gegeben. Es gab viele Powerplays im Spiel, das hat den Spielfluss zerstört. Wir waren im 3. Drittel sehr widerstandsfähig. Wir haben in der Offensive viel kreiert und wurden am Ende belohnt. Unser Vertrauen, um zu treffen, ist zurück. Wir glauben immer daran, zurückzukommen.“
Luis Schinko, Wolfsburger Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:2, über die 5. Niederlage in Folge: „Es ist sehr bitter. Wir haben an sich ein gutes Auswärtsspiel gemacht, haben dann 3 Sekunden vor Schluss den Ausgleich bekommen. Es ist ärgerlich zurzeit. Das darf uns nicht passieren, aber darauf kann man aufbauen. Wir müssen einfach 60 Minuten unser Spiel durchziehen. Dann haben wir in jedem Spiel eine gute Chance – egal, ob gegen die Leute, die unter oder über uns stehen.“
DEL Wintergame zwischen Dresden und Berlin am 10.01. live und kostenlos
Wenn der Aufsteiger aus Dresden auf den amtierenden Champion und Rekordmeister aus der Hauptstadt trifft, wird die ganz große Bühne aufgefahren: Am kommenden Samstag, 10. Januar, empfangen die Dresdner Eislöwen die Eisbären Berlin zum DEL Wintergame 2026. Mit einer Stunde Vorbericht, exklusiven Einblicken und allen wichtigen Informationen zum historischen Duell übertragen MagentaSport und MagentaTV bereits ab 16 Uhr live und kostenlos aus dem Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion.
Eishockey live bei MagentaSport
PENNY DEL, 38. Spieltag
Donnerstag, 08.01.2026
Ab 19.00 Uhr: Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin
Freitag, 09.01.2026
Ab 19.00 Uhr in der Konferenz und ab 19.25 Uhr live im Einzelspiel: ERC Ingolstadt – Kölner Haie, Grizzlys Wolfsburg – Augsburger Panther, Löwen Frankfurt – Adler Mannheim, Fischtown Pinguins Bremerhaven – Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers – EHC Red Bull München
PENNY DEL, 39. Spieltag
DEL Wintergame, live und kostenlos
Samstag, 10.01.2026
Ab 16.00 Uhr: Dresdner Eislöwen – Eisbären Berlin
Sonntag, 11.01.2026
Ab 13.45 Uhr: Grizzlys Wolfsburg – Löwen Frankfurt
Ab 16.15 Uhr: Adler Mannheim – Fischtown Pinguins Bremerhaven, Augsburger Panther – Kölner Haie, EHC Red Bull München – Iserlohn Roosters, Nürnberg Ice Tigers – ERC Ingolstadt
Ab 18.45 Uhr: Schwenninger Wild Wings – Straubing Tigers
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