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Anzeige Die Erwartungen waren riesig, doch das finnische Eishockey-Nationalteam konnte sie zur Freude der Fans erfüllen: Die Weltmeisterschaft im eigenen Land endete mit einem... Das sind die Erfolgsgeheimnisse des finnischen Nationalteams
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Die Erwartungen waren riesig, doch das finnische Eishockey-Nationalteam konnte sie zur Freude der Fans erfüllen: Die Weltmeisterschaft im eigenen Land endete mit einem Sieg Finnlands gegen Kanada. Entfesselte Gastgeber rangen den 27-fachen Weltmeister in einem Eishockey-Krimi nieder. Nachdem sich die Kanadier mit zwei Treffern kurz vor dem Ende in die Overtime gerettet hatten, machte Sakari Manninen in der 67. Minute den insgesamt vierten Weltmeistertitel für die Finnen klar.

Eröffnungsbully – © by EH-Mag. (WL)

Ihre Stärke überraschte viele Experten, doch einer von ihnen sieht nun die Zeit der Ernte für das finnische Eishockey-Nationalteam gekommen: Kari Jalonen war einst Spieler in der National Hockey League, bevor er selbst ein erfolgreicher Trainer wurde. Nach zwei Titeln mit dem SC Bern in der Schweiz wurde er überraschend entlassen und heuerte beim tschechischen Eishockey-Nationalteam an. Für ihn sind die großen Erfolge in seiner Heimat Finnland keine Überraschung.

Ein Meeting veränderte alles

Jalonen führte diesmal die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft zur Bronzemedaille. Damit bestätigte er seine überraschende Ernennung als erster ausländischer Coach der Tschechen. Seiner Meinung nach reichen die Wurzeln für den aktuellen Erfolg des finnischen Eishockey-Nationalteams bis ins Jahr 2009 zurück.

Damals trafen sich wichtige Entscheider des Sports, um darüber zu diskutieren, wie man das finnische Eishockey wieder an die Weltspitze heranführen könnte. Dabei waren nicht nur Funktionäre und Sportler anwesend, sondern auch Journalisten, Scouts, Manager und Trainer. Sie alle waren dazu bereit, an einem Strang zu ziehen. Die Auswirkungen dieses Treffens können als dramatisch eingestuft werden.

Ab diesem Zeitpunkt wurde nicht nur mehr Geld investiert, sondern auch der Nachwuchs auf allen Ebenen professionell gefördert. Die Klubs und der Verband arbeiteten fortan eng zusammen, bald stellte sich der Erfolg ein. Der Weltmeistertitel 2011 löste einen sagenhaften Boom aus. Bei nur 5,5 Millionen Einwohnern verfügt Finnland mittlerweile über 70.000 lizenzierte Spieler. Viele erfahrene Trainer haben sich dazu bereiterklärt mitzuhelfen, aus dieser Masse Klasse zu generieren.

Fast 90 Prozent der aktiven Spieler besuchen nach dem Ende ihrer aktiven Karriere die heimischen Trainerprogramme und geben ihr Wissen an eine neue Generation weiter. So bleibt das geballte Wissen konserviert und wird beständig weiterentwickelt. Der Erfolg des finnischen Eishockey-Nationalteams zeigt, dass dieser Weg goldrichtig ist.

Zweimal Gold in einem Jahr

Mit dem Weltmeistertitel gelang es Finnland, jenes Kunststück zu wiederholen, das Schweden bereits 2006 gelungen war. Damals schafften es die Cracks nicht nur Olympiasieger, sondern auch Weltmeister zu werden. Damit nicht genug, eroberten die finnischen Spieler erstmals eine Medaille im eigenen Land. Wie schon viermal zuvor, bei den letzten sechs WM-Turnieren, hieß die Finalpaarung Finnland gegen Kanada. Doch das Mutterland des Eishockeys verpasste die Chance, mit dem Titel zum alleinigen Rekordhalter aufzusteigen. Mit 27 Weltmeistertiteln hat Russland nämlich immer noch die Nase vorne.

Nächstes Highlight Stanley Cup

Nach dem sportlichen Großereignis richtet sich jetzt die internationale Aufmerksamkeit auf die National Hockey League. Dort spitzt sich das Titelrennen zu, schließlich sollen die Stanley-Cup-Playoffs noch im Juni enden. Drei Teams sind derzeit noch im Rennen um den Titel. Laut den aktuellen Wetten bei Buchmacher Betano liegt die klare Favoritenrolle bei Colorado Avalanche, weit vor Tampa Bay Lightning aus Florida und den New York Rangers. Doch wie so oft im Sport kann sich noch alles drehen.

Torjubel Finnland – © Sportfoto-Sale (DR)


Auch für Finnland wird die Titelverteidigung im nächsten Jahr keine leichte Aufgabe, doch das Land hat schon vorab einen Vorteil auf seiner Seite. Nach der kurzfristigen Absage für das ursprüngliche Gastgeberland Russland, hat sich der Verband entschieden, das Turnier an Finnland und Lettland zu vergeben. Die Spiele finden jetzt vom 12. bis 28. Mai 2023 im finnischen Tampere und im lettischen Riga statt. Für das finnische Nationalteam bedeutet dies die große Chance, mit dem heimischen Publikum im Rücken, neuerlich für eine Überraschung zu sorgen.

 

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