Zweibrücken. (PM EHC) Wie bereits im Vorjahr beginnen die personellen Veränderungen auf der Trainerposition, diesmal jedoch mit weniger erfreulichen Nachrichten: Ralf „Pille“ Wolf wird in der kommenden Saison nicht mehr als Cheftrainer hinter der Bande stehen.
Der gebürtige Schwabe durchlief die Nachwuchsabteilung des Stuttgarter EC und sammelte anschließend Erfahrungen bei verschiedenen Stationen, unter anderem in Kornwestheim, ehe er nach Stuttgart zurückkehrte und für die Wizards in der viertklassigen Baden-Württemberg-Liga auflief. Über weitere Stationen in Schwenningen und Bad Liebenzell führte ihn sein Weg schließlich 2013 in die Rosenstadt. In der Mannschaft von Ex-Coach Richard Drewniak entwickelte sich Wolf schnell zu einer wichtigen Stütze. Nach dem Gewinn der Meisterschaft 2017 beendete er im Alter von 37 Jahren seine aktive Laufbahn in Zweibrücken.
Parallel zu seiner Spielerkarriere engagierte sich Wolf bereits im Nachwuchsbereich des EHC und übernahm erste Traineraufgaben. In der Saison 2016/2017 betreute er die U16, bevor er im darauffolgenden Jahr in den U17-Bereich wechselte. 2019 wurde er Trainer der zweiten Mannschaft in der Rheinland-Pfalz-Liga und rückte wenig später zum Cheftrainer der ersten Mannschaft auf. Dort überzeugte er direkt mit einer starken ersten Saison, in der sechs Siege aus sieben Spielen gelangen.
Auch in den folgenden Jahren prägte Wolf die sportliche Entwicklung der Hornets maßgeblich. Unter seiner Leitung erreichte das Team in jeder Saison die Playoffs und mindestens das Halbfinale. Dreimal stand die Mannschaft im Finale, 2023 krönte er seine Arbeit schließlich mit dem Gewinn der Meisterschaft. Insgesamt verbuchte Wolf exakt 100 Siege in nur 147 Spielen und zählt damit zu den erfolgreichsten Trainern der jüngeren Vereinsgeschichte.
Nach fast 15 Jahren in Schwarz-Gelb, zahlreichen Stunden in den Eishallen der Region sowie jeweils einem Titel als Spieler und Trainer endet dieses Kapitel nun auf eigenen Wunsch. Der 46-Jährige möchte sich künftig einer neuen Herausforderung widmen.
Neben seinen sportlichen Erfolgen war Wolf auch abseits der Bande eine prägende Persönlichkeit im Verein. Als Vertreter des Fördervereins engagierte er sich im Vorstand des EHC und war darüber hinaus abseits des Eises berüchtigt, etwa wenn er regelmäßig für das leibliche Wohl der Spieler sorgte. Gemeinsam mit seiner Ehefrau unterstützte er zudem den Verein durch die Unterbringung von Jaroslav Adolf während der Playoffs.
Der gesamte Verein bedankt sich bei Ralf „Pille“ Wolf für seinen langjährigen Einsatz und seine Verdienste und wünscht ihm für die Zukunft sowohl beruflich als auch privat alles Gute.
Parallel dazu laufen die Gespräche mit potenziellen Nachfolgern bereits. Eine Entscheidung über die Neubesetzung der Trainerposition soll in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.
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