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Kassel. (PM Huskies) Wie auch in den letzten Jahren, haben die Kassel Huskies wieder traditionell Sommerinterviews mit ihren Neuzugängen geführt. Dieses Mal sprachen wir... Clarke Breitkreuz im Sommerinterview – „Wir haben die Möglichkeit, etwas besonders zu erreichen“

Clarke Breitkreuz (links) im Zweikampf mit seinem zukünftigen Mannschaftskollegen Denis Shevyrin – © Sportfoto-Sale (SD)

Kassel. (PM Huskies) Wie auch in den letzten Jahren, haben die Kassel Huskies wieder traditionell Sommerinterviews mit ihren Neuzugängen geführt.

Dieses Mal sprachen wir mit Clarke Breitkreuz unter anderem über sein erstes DEL-Tor, seine Zeit im Junioreneishockey und einem wohl nie stattfinden Faustkampf mit seinem Bruder Brett.

Hallo Clarke, vielen Dank, dass du dir für das Interview Zeit genommen hast. Zuerst einmal Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deiner Tochter in Frühjahr. Wie geht es dir und wie gefällt dir das Leben als kleine Familie?

Vielen lieben Dank! Meiner Frau Janine und meiner Tochter Lyvia geht es sehr gut. Lyvia ist jetzt schon fünf Monate alt. Obwohl die Zeit während Corona nicht immer einfach ist und ich unbedingt wieder Eishockey spielen will, ist es gleichzeitig auch schön Zeit mit meiner Tochter verbringen zu können und ihr jeden Tag beim Aufwachsen zusehen zu dürfen.

Wie verbringst du derzeit deinen Sommer? Du bist ja seit ein paar Wochen schon in Kassel.

Meine Frau und ich wollen Kassel und die Umgebung möglichst gut kennen lernen. Ich liebe es bereits jetzt, auf einen Kaffee in die Innenstadt zu gehen und die verschiedenen Orte in Kassel zu erkunden. Ich möchte lernen mich möglichst schnell ohne ein Navigationsgerät zurecht zu finden. Wir waren bereits öfters am Bergpark Wilhelmshöhe und am Herkules. In der kurzen Zeit hatten wir auch schon viel Besuch in Kassel, wie von meinem Bruder Brett und seiner Familie. Ich trainiere zudem täglich mit Andreas Schumacher, genau wie einige Spieler aus der letzten Saison. Es macht mir Spaß in der Gruppe zu trainieren und die Jungs kennen zu lernen.

Die Huskies haben neben dir auch Joel Keussen verpflichtet, mit dem du bereits in Duisburg, Frankfurt und in der Lausitz zusammengespielt hast. Wie würdest du Joel charakterisieren und auf was für einen Spielertyp können sich die Huskies-Fans freuen?

Joel ist ein wirklich talentierter Spieler mit unheimlich guten Anlagen. Er bringt eine sehr gute körperliche Statur mit, die er sehr überlegt und effektiv einsetzt. Er wird die ohnehin starke Huskies-Abwehr noch besser machen. Joel ist auch ein super Mitspieler und Mensch. Ich hatte das Glück mit Joel schon einige Jahre in einer Mannschaft zu spielen. Angefangen in Duisburg, danach in Frankfurt, zuletzt bei den Lausitzer Füchsen und jetzt in Kassel. Die Fans und auch die Organisation können nur Gutes von Joel erwarten.

Auch unser Trainer Tim Kehler ist für dich ein alter Bekannter. Was für ein Trainertyp ist Tim und hat er eine Eigenschaft die du Besonders schätzt?

Tim ist sowohl ein toller Trainer als auch eine Klasse Typ. Er ist immer super vorbereitet und sorgt dafür, dass auch seine Mannschaften sehr gut vorbereitet sind. Ich mag das System, dass er spielen lässt. Mir gefällt es, in den Forecheck zu gehen und den gegnerischen Verteidigern die Pucks zu klauen und Tims System ermöglicht mir genau das.
Am allerwichtigsten ist mir aber seine Eigenschaft sein Wort zu halten. Dies ist heutzutage selten, aber wenn Tim etwas sagt, dann meint er es auch so. Aus diesem Grund sind alle seine Spieler bereit für ihn eine extra Meile zu gehen und alles zu geben.

In der Spielzeit 2008-2009 hast du zusammen mit dem heutigen NHL Star Jordan Eberle in einer Mannschaft gespielt. Wie war es mit einem solchen Ausnahmekönner zusammen zu spielen? Hast du eine gute Anekdote aus eurer gemeinsamen Zeit?

Meine Zeit in der WHL war leider nicht allzu lang und ich habe viel Zeit auf der Tribüne verbracht. Jordan kenne ich bereits seit meiner Kindheit, da wir regelmäßig gegen ihn gespielt haben. Während meiner Zeit in Regina haben wir uns dann besser kennen gelernt. Er war schon immer ein ganz besonderer Spieler und seine Fähigkeit, die Geschwindigkeit des Spiels zu lenken ist beeindruckend. Als er seinen NHL Vertrag unterschrieben hat, hat er die gesamte Mannschaft zu einem wirklich guten Essen ausgeführt und am Ende die komplette Rechnung bezahlt. Das war ziemlich cool und zeigt was für eine Art Mensch er ist.

In der Saison 2013-2014 hast du im Zuge einer Förderlizenz vier Einsätze für die Grizzlys Wolfsburg absolviert und dabei auch dein erstes Tor in der DEL erzielt. Erinnerst du dich noch an deinen Treffer gegen Schwenningen? Wir hoffen natürlich, dass du anschließend den Puck erhalten hast?

Es war sehr besonders für mich, auch wenn es kein wirklich schönes Tor war. Ich kann mich noch gut daran erinnern: Es war Chaos vor dem gegnerischen Tor und mein Mitspieler kam zur Bank gefahren. Ich ging also auf das Eis, sah die freie Scheibe auf der Torlinie liegen und bin so schnell es geht hingelaufen. Dann habe ich den Puck irgendwie über die Linie gedrückt, kurz bevor hat mich Sascha Goc umgecheckt hat. Die Schiedsrichter haben sich das ganze nochmal im Videobeweis angeschaut und ich war unheimlich nervös ob das Tor am Ende auch zählt. Als die Schiedsrichter dann wieder auf das Eis zurückgekehrt sind und das Tor gezählt hat, war die ganze Spielerbank ruhig, nur ich habe laut geschrien – das war schon ziemlich lustig. Den Puck habe ich heute noch in meinem Kinderzimmer bei meinen Eltern in Kanada.

War dieser Treffer auch dein wichtigstes Tor in deiner Karriere? Hast du auch ein Spiel oder einen Moment in deiner bisherigen Karriere an den du besonders gerne erinnerst?

Ja, es ist auf jeden Fall sehr weit oben dabei, aber mein absolutes Lieblingstor war für die Auswahlmannschaft von “Team Canada West” bei der World Junior A Challenge gegen die russische Nationalmannschaft. Auch mein schönster Moment meiner Karriere war es in zwei aufeinanderfolgenden Jahren für eben diese kanadische Auswahlmannschaft spielen zu dürfen und sie im ersten Jahr als Assistenz- und im zweiten Jahren als Mannschaftskapitän aufs Eis zu führen. Es ist immer ein tolles Gefühl die Farben deiner Nation zu vertreten und ein Führungsspieler in einer Mannschaft zu sein. Bei diesen Spielen ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen.

Dein Bruder Brett hat uns verraten, wir sollen dich mal auf euer erstes gemeinsames Spiel in der WHL ansprechen.

Nun ja, mein erstes Spiel gegen ihn war in Edmonton mit meiner damaligen Mannschaft aus Regina. Viele Familienmitglieder und Freunde waren bei dem Spiel dabei und ich war unheimlich aufgeregt. So aufgeregt, dass ich bei meinem ersten Wechsel den Puck an der blauen Linie verloren habe. Als ich wieder auf der Bank war hat mich mein Trainer das gesamte Spiel nicht mehr aufs Eis gelassen. Es war brutal und ich glaube ausgerechnet Brett hat in dem Spiel sogar zwei Tore erzielt. Ich versuche bis heute dieses Spiel zu vergessen.

Wie die meisten Kanadier verbringst auch du gerne deine Freizeit auf dem Grün – Da ist es natürlich wichtig zu klären wer der bessere Golfspieler ist – du oder dein Bruder Brett?

Ich bin mit großen Abstand der bessere Golfer, das steht außer Frage.

Und da ihr beide keine Kinder von Traurigkeit seid – Wer würde einen Hockeyfight zwischen euch für sich entscheiden?

Die Frage zu beantworten ist dagegen schon deutlich schwieriger. Brett ist etwas größer und stärker als ich, das muss ich zugeben. Wir haben auch schon oft Witze darüber gemacht, aber da mein Vater den Gedanken daran gar nicht mag, wird dies wohl niemals passieren. Brett macht zwar immer Witze darüber, dass ich keine Chance hätte, aber ich sage dann, dass ich vielleicht verlieren würde aber ihn mindestens einmal gut erwischen werde.

Du kannst inzwischen auf jede Menge Erfahrung in der DEL2 zurückblicken – Wer sind die besten Verteidiger und wer die besten Torhüter in der Liga?

Ja, ich gehe jetzt schon in meine zehnte Spielzeit als Profi. Ich glaube ich werde alt (lacht). Aber ohne mich jetzt bei unseren Verteidigern beliebt machen zu wollen, hatte Kassel letzte Saison drei sehr starke Verteidigerpaare, die alle groß, stark und spielerisch gut waren. Zusammen mit Jerry und Leon im Tor waren und sind die Huskies eine der am schwersten zu überwindenden Mannschaften.
Ich hatte so viele schwere Zweikämpfe gegen tolle Spieler und Torhüter, da einzelne Namen hervorzuheben ist schwer.

Möchtest du noch ein paar Worte an die Fans der Kassel Huskies richten?

Ich würde gerne den Fans und den Leuten aus Kassel sagen, dass ich es kaum erwarten kann bis die Saison losgeht und ich mich darauf freue, für die Huskies zu spielen. Ich glaube wir haben kommende Saison in Kassel die Möglichkeit, etwas Besonderes zu erreichen und ich möchte meinen Teil dazu beizutragen.

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