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Mellednorf. (PM) Es sollte ein geschichtsträchtiges Derby sein, welches am Helloween-Abend in der Langenhagener Eishalle stattfinden sollte. Noch nie zuvor in der gemeinsamen Geschichte...
Objekt der Begierde: Eine funktionstüchtige Zamboni - © by Media

Objekt der Begierde: Eine funktionstüchtige Zamboni – © by Media

Mellednorf. (PM) Es sollte ein geschichtsträchtiges Derby sein, welches am Helloween-Abend in der Langenhagener Eishalle stattfinden sollte. Noch nie zuvor in der gemeinsamen Geschichte des ESC Wedemark Scorpions e.V. und der Hannover Scorpions GmbH sind zwei Mannschaften unter dem (fast) gleichen und doch irgendwie identischen Logo gegeneinander in derselben Liga angetreten.

Geschichtsträchtig wird uns allen dieses Derby sicherlich im Gedächtnis bleiben. Nicht aufgrund des Endstands von 9:1 (2:0, 4:0, 3:1) zu Gunsten der in Langenhagen beheimateten Hannover Scorpions, sondern vielmehr als „längstes Derby der Geschichte“ – begann es doch am 31.10. (also im Oktober) und endete aufgrund einer technischen Panne der Langenhagener Eismaschine erst in den frühen Morgenstunden des 01.11. (also im November).

Bereits während der Eisaufbereitung vor Spielbeginn beendete ein lauter Knall die hohen Erwartungen der gut 1.000 Besucher auf den baldigen Start dieses lang erwarteten Derbys. Schnell stellte sich heraus, dass der „IceBear“ seinen Dienst quittiert hatte und so wurde kurzerhand Ersatz bei den angereisten Gästen angefordert. Die Information, dass nun die „gute, alte“ Zamboni per Spedition von Mellendorf nach Langenhagen gebracht werden würde, löste unter den wartenden Fans tosenden Jubel aus. Nicht lange später wurden auf Facebook die ersten humorvollen Stimmen laut, dass man es so auch noch nie gesehen habe, dass eine Gastmannschaft ihre eigene Eismaschine mitbrächte.

Doch ganz so einfach, wie gedacht, konnte der Plan nicht in die Tat umgesetzt werden, denn so eine Zamboni lässt sich nicht ohne weiteres verladen, zumal der zunächst angerückte Transporter schlichtweg zu klein war, um die Eismaschine Huckepack zu nehmen. Unterdessen versuchten mehrere Leute mit warmem Wasser, den Schlitten der festsitzenden und mittlerweile festgefrorenen Eismaschine vom Langenhagener Eis zu befreien. Als dies endlich gelungen war, schoben Anwesende beider Fanlager das schwere Gerät vom Eis und etliche Schaulustige versammelten sich vor der Eishalle, um voller Erwartung die Ankunft der Mellendorfer Zamboni mitzuerleben.
Mit tönendem Signalhorn und Lichthupe kam dann endlich der rettende Schwerlast-Transporter vorgefahren, welcher mit tosendem Applaus und Blitzlichtgewitter der Schaulustigen und Pressevertreter in Empfang genommen wurde. Das Abladen gestaltete sich zunächst noch als durchaus kompliziert und beinahe hätte dies noch zu einem Unglück geführt, doch die Ruhe und Erfahrung des Mellendorfer Eismeisters Stefan Anders brachten die Zamboni nicht nur heile vom Lkw-Auflieger, sondern auch unter tosendem Beifall auf das Langenhagener Eis.

Mit drei Stunden Verspätung startete letztlich das Spiel, das aufgrund der einleitenden Vorgeschichte nun eher zu einem Nebenschauplatz dieses denkwürdigen Derbys wurde.

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