Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos seit 25 Jahren

Wien. (PM Capitals) Die spusu Vienna Capitals unterliegen Migross Supermercati Asiago Hockey nach Overtime mit 4:5. William Rapuzzi (24., 29./PP1) und Michele Marchetti (44.)... Caps holen nach Aufholjagd Punkt gegen Asiago – Defensivmann mit Evan Wardley verpflichtet

© Martina Bednar

Wien. (PM Capitals) Die spusu Vienna Capitals unterliegen Migross Supermercati Asiago Hockey nach Overtime mit 4:5.

William Rapuzzi (24., 29./PP1) und Michele Marchetti (44.) bringen die Gäste zwischenzeitlich mit 0:3 in Führung, ehe die Wiener aufdrehen. Niki Hartl (46./PP1), Lukas Kainz (51.) und Evan Weinger (55.) sorgen mit ihren Toren für den Ausgleich. Giordano Finoro bringt die Italiener zwei Minuten später wieder in Führung (57.), Rok Ticar schickt die Partie mit seinem Powerplay-Treffer in die Overtime (59./PP1). Dort ist es Michele Marchetti, der den Sieg für die Gäste fixiert (63.). Am Sonntag treffen die spusu Vienna Capitals im Puls24-Livespiel auf die Steinbach Black Wings Linz (17:30 Uhr).

Christian Dolezal konnte in seinem ersten Spiel als fixer Head-Coach der spusu Vienna Capitals auf Hampus Eriksson, Dominique Heinrich, Sebastian Wraneschitz und Zintis Zusevics sowie auf Neuzugang Evan Wardley zurückgreifen. Dominic Hackl und Patrick Antal fehlten verletzungsbedingt sowie die überzähligen Akteure Adam Ohre, Timo Pallierer, Bernhard Posch und Max Stiegler. Im Tor begann der zuletzt an einer Unterkörperverletzung laborierende Stefan Stéen. Der Schwede wurde im Vorlauf auf das Duell mit Asiago doch noch rechtzeitig fit. Die erste Chance gehörte den furios gestarteten Wienern. Kilian Zündel feuerte die Scheibe neben das Tor. Im Anschluss musste Asiago-Goalie Justin Fazio seine erste Parade auspacken. Nico Brunner konnte den Puck wenig später ebenfalls nicht auf das Tor bringen. In der zweiten Minute blockierte ein Unparteiischer Lukas Piff den Laufweg, Luke Moncada konnte vor Stéen ziehen, verfehlte aber das Tor. Der auffällige Heinrich prüfte Fazio in der vierten Minute mit einem Schuss, der Asiago-Goalie konnte die Scheibe aber festhalten. Eine Minute später scheiterte auch Zündel an Fazio. Nach einem Pass in den Slot feuerte Armin Preiser den Puck per One-Timer auf das Tor, die Scheibe wurde über das Glas geblockt. Nach einem Pass von Heinrich probierte es Trevor Cheek, dessen Schuss aber von einem Gegenspieler geblockt wurde. Wenig später wurde Wardley mit gleich zwei krachenden Checks bei den Asiago-Spielern vorstellig. In der siebten Minute bekam auch Stéen wieder etwas zu tun. Den Schuss aus dem Rückraum von Randy Gazzola hatte der Schwede aber sicher. Auch ein Versuch von Alex Ierullo wenig später stellte den Schweden vor keine Probleme. Cheek eroberte den Puck in der neunten Minute im gegnerischen Drittel. Der US-Amerikaner spielte einen Doppelpass von Rok Ticar, das Spielgerät wurde von Cheeks Schlittschuh gefährlich abgefälscht, fand aber nicht den Weg ins gegnerische Tor. Eine ähnliche Aktion spielte sich in der elften Minute vor dem Caps-Tor ab, Stéen passte aber auf. Eine Minute später konnte der Schwede einen Schuss von Michele Marchetti festhalten. Auch ein Versuch von Lorenzo Casetti war für den 30-Jährigen leichte Beute. In der 15. Minute traf ein Schuss von Caps-Kapitän Fischer den Asiago-Angreifer William Rapuzzi im Kopfbereich, kurz darauf scheiterte Ticar an Fazio. Rapuzzi konnte das Spiel sofort fortsetzen. Zwei Minuten später stoppte Fazio einen Schuss von Evan Weinger. Cheek probierte kurze Zeit später einen Wrap-Around, doch Fazio machte die Tür zu. Nach Pass von Lukas Kainz kam Eriksson von der rechten Seite aus zum Schuss, Fazio blockte die Scheibe über das Glas. Kurz vor Ende des ersten Drittels wurde ein Schuss von Gazzola gefährlich abgefälscht, Stéen wurde davon aber nicht überrascht. 20 Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnitts wurde Philip Beaulieu wegen Behinderung auf die Strafbank verfrachtet, erstes Powerplay des Spiels. Nach Drittelende bildete sich an der blauen Linie der Italiener eine Spielertraube, welche die Unparteiischen erst nach reiflich Überzeugungsarbeit auflösen konnten.

Die Wiener nahmen 100 Sekunden Powerplay-Zeit ins Schlussdrittel mit, die erste Chance des Mitteldrittels hatte allerdings Giordano Finoro, der den Puck aber nicht auf das Tor brachte. Nach einem Pass von Niki Hartl verfehlte Kainz das Tor, das Powerplay endete kurz darauf. In der 23. Minute geriet Fischer bei der Asiago-Bank mit Matteo Gennaro aneinander. Der Caps-Kapitän und der zu diesem Zeitpunkt auf der Bank befindliche Asiago-Angreifer mussten wegen übertriebener Härte für je zwei Minuten auf die Strafbank. In der 24. Minute schoss Zündel den Puck nach Hartl-Vorlage am Tor vorbei. Auf der anderen Seite scheiterte Nicholas Saracino an Stéen. Wenige Sekunden später machte es Rapuzzi besser und brachte die Gäste mit seinem Tor in Führung. In Minute 25 versuchte es Warg mit einem Schuss, Fazio parierte. Auch einen Gewaltschuss von Carsen Twarynski blockte der Italiener. In der 27. Minute scheiterte Gazzola mit seinem Schuss an Stéen. Wenige Sekunden später wurde Wardley wegen hohen Stocks auf die Strafbank geschickt, erstes Powerplay für die Gäste. Stéen parierte gleich nach Beginn des Powerplays einen Schuss von Gazzola. Auch in der 29. Minute scheiterte der Italiener an Stéen. Kurz darauf flog der abgefälschte Puck in hohem Bogen in Richtung Stéen. Die Scheibe wurde von Rapuzzi aus der Luft ins Tor geschossen, die Unparteiischen verwehrten dem Treffer aber sofort die Anerkennung, das Spielgerät sei durch einen angeblichen hohen Stock ins Tor befördert worden. Die Schiedsrichter überprüften die Szene per Videostudium und gaben das Tor letztendlich. In der 30. Minute feuerte Zündel auf den gegnerischen Kasten, Fazio blieb erneut Sieger. Der Vorarlberger versuchte es nach Pass von Cheek erneut, der Asiago-Goalie blieb aber wieder ohne Gegentreffer. Eine Minute später kam Twarynski mit seinem Schuss nicht am Italiener vorbei. In der 34. Minute landete ein Schuss von Niki Hartl im Fangnetz. In weiterer Folge versuchten die Wiener den Anschluss herzustellen, die Capitals erwiesen sich in der Offensive aber als wenig effektiv. In der 38. Minute verlor Kainz die Scheibe im Aufbau an Allan McShane, der in Stéen seinen Meister fand. Eine Minute später feuerte Ierullo das Spielgerät aus guter Position am Tor vorbei. Auch Bryce Misley brachte den Puck nicht auf das Tor. 16 Sekunden vor Drittelende wurde Misley dann in höchster Not von Stéen gestoppt.

Die erste gute Chance des Schlussdrittels hatte Cheek, der an Fazio scheiterte. Auch Heinrich konnte den Italiener wenige Sekunden später nicht bezwingen. Nach einem Save von Fazio gegen Eriksson wurde der nachstochernde Kainz von den Asiago-Spielern hinter dem Tor regelrecht zugerichtet. Wardley griff ein, woraufhin sich die Rauferei beruhigte. Kurioserweise wurde nur Kainz vom schwachen Schiedsrichterquartett auf die Strafbank geschickt. Im anschließenden Powerplay sorgte Michele Marchetti für das zwischenzeitliche 0:3 (44./PP1). Wenige Sekunden später wurde Martin Castlunger wegen Stockschlags auf die Strafbank geschickt. In der 46. Minute lenkte Eriksson einen Pass von Ticar ab, der Puck ging aber nichts ins Tor. Neun Sekunden vor Ende des Powerplays fälschte Hartl einen Brunner-Schuss gewinnbringend ins Tor ab (46./PP1). In der 49. Minute konnte Fazio einen Distanzschuss des Torschützen sichern. Eine Minute später schoss Wardley den Puck knapp am Tor vorbei. In Minute 51 stellten die Caps den Anschlusstreffer her, Kainz beförderte den Puck nach Hartl-Vorlage direkt vor Fazio stehend ins Tor. Wardley probierte es in der 53. Minute aus spitzem Winkel, doch Fazio fing den Puck. Stéen blieb wenige Sekunden später bei einem Schuss von Stefano Marchetti sicher. Ticar scheiterte in Minute 55 nach einem Pass von Heinrich mit seinem Schuss an Fazio. Wenig später konnte der Italiener einen Schuss von Zündel nicht kontrollieren, Weinger beförderte den Puck zum Ausgleich ins Tor (55.). Die STEFFL Arena stand allerdings nur kurz Kopf, denn Giordano Finoro brachte die Gäste nur zwei Minuten später wieder in Führung. Kurz darauf tankte sich Ticar vor das Tor der Italiener, Giovanni Vallati konnte den Slowenen nur mit unfairen Mitteln stoppen. 3:05 Minuten vor Spielende wurde den Capitals ein weiteres Powerplay zugesprochen. Heinrich feuerte den Puck mit der ersten Chance neben das Tor. Die Wiener bauten in Folge geduldig auf, Schussgelegenheiten ergaben sich allerdings kaum. Eine solche eröffnete sich Ticar 1:43 Minuten vor Spielende. Der Slowene erzielte mit einem strammen Schuss den Ausgleich, der gleichzeitig die Verlängerung bedeutete.

In der anschließenden Overtime fanden die Caps zunächst die besseren Chancen vor. Nach Heinrich-Vorlage konnte Cheek den Puck nicht ins Tor schießen, kurz darauf feuerte Zündel das Hartgummi über das Tor. In der 62. Minute stoppte Stéen Asiago-Angreifer McShane. Den Siegtreffer für die Gäste erzielte eine Minute später Michele Marchetti (63.). Laut offizieller Statistik gaben beide Teams im Laufe des Spiels je 32 Schüsse auf das gegnerische Tor ab.

spusu Vienna Capitals – Migross Supermercati Asiago Hockey 4:5 n.OT (0:0, 0:2, 4:2, 0:1)

Tore CAPS: Niki Hartl (46./PP1), Lukas Kainz (51.), Evan Weinger (55.), Rok Ticar (59./PP1)

Tore Asiago: William Rapuzzi (24., 29./PP1), Michele Marchetti (44./PP1, 63.), Giordano Finoro (57.)

Statement Christian Dolezal, Head-Coach der spusu Vienna Capitals „Wir sind im ersten Drittel gut rausgekommen, mit guter Energie und haben versucht, Druck zu machen. Asiago hat dagegengehalten, wir haben unseren Spielplan aber durchgezogen und einige Chancen kreiert. Das zweite Drittel hat uns gar nicht gefallen, da war wenig Energie drinnen. Nach dem 0:2 zurückzukommen, ist schwer. Nach dem dritten Tor haben wir aber wieder gepusht, das Tor von Hartl gab uns und den Fans dann die notwendige Energie. Wir haben dann eine gute Aufholjagd hingelegt, das vierte Tor ärgert mich aber sehr. Das darf uns in dieser Art nicht passieren. Die Gruppe hat gute Moral gezeigt, nach einem 0:3 zurückzukommen und dann noch einmal im Powerplay den Ausgleich zu schaffen. In der Overtime hatte Asiago dann das Glück auf der Seite.“

Capitals verstärken Defensive mit Evan Wardley

Die spusu Vienna Capitals verpflichteten Verteidiger Evan Wardley. Der Defensivspezialist ist seit über einer Woche in Wien und konnte sich für einen Vertrag empfehlen. Der 1,91 Meter große und 99 Kilogramm schwere Kanadier bringt körperliche Attribute mit, die einen Mehrwert für die Verteidigung der Wiener darstellen. Wardley soll heute gegen Migross Supermercati Asiago Hockey (19:15 Uhr) sein Capitals-Debüt feiern. Zuletzt war der 29-jährige Kanadier, der für defensive Stabilität sorgen soll, beim slowakischen Erstligisten HK 32 Liptovsky Mikulas tätig.

Erste Europa-Saison für Wardley

Der in Calgary, Alberta geborene Evan Wardley spielte auf höchstem Junioren-Niveau knapp fünf Spielzeiten lang für die Seattle Thunderbirds in der Western Hockey League. In der Saison 2014/15, seiner letzten in der WHL, traf der Kanadier bei den Thunderbirds auf den gebürtigen Wiener Florian Baltram. Nach einem Abstecher in die ECHL zu den Wheeling Nailers ging es für Wardley an die University of Lethbridge. Mit der Saison 2019/20 wechselte den Kanadier zurück in die ECHL, wo Wardley Einsätze für die Idaho Steelheads, erneut die Wheeling Nailers, die South Carolina Stingrays und die Greenville Swamp Rabbits absolvierte. In der Spielzeit 2021/22 durfte sich der Kanadier außerdem in der American Hockey League bei Syracuse Crunch und an der Seite von Ex-Capitals-Angreifer Jérémy Grégoire bei den Texas Stars versuchen. Wardley bestritt im Laufe seiner Karriere 129 Spiele in der ECHL. In diesem Sommer wagte der Defender erstmals den Schritt nach Europa. Für den slowakischen Erstligisten HK 32 Liptovsky Mikulas absolvierte Wardley 12 Spiele.

Wardley ein akribischer Arbeiter

„Ich freue mich sehr, Teil der spusu Vienna Capitals zu sein. Dieser Verein war in der Vergangenheit sehr erfolgreich, das wollen wir auch heuer noch sein. Da will ich meinen Teil dazu beitragen. Ich bin jemand, der hart an den kleinen Sachen arbeitet. Außerdem versuche ich in jedem Spiel meine Präsenz auf dem Eis zu zeigen“, sagt Caps-Verteidiger Evan Wardley.

Steckbrief Evan Wardley

Position: Verteidigung

Geburtsdatum: 26.04.1994

Alter: 29 Jahre

Größe: 191 cm

Gewicht: 99 kg

Schusshand: rechts

Nationalität: Kanada






Eishockey-Magazin

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert