ESV BuchloeVfE Ulm/Neu-Ulm

Buchloe: Große Chance vertan

ESV Buchloe unterliegt in umkämpftem Spiel gegen Ulm und lässt damit wichtige Punkte im Kampf um Platz 10 liegen

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Neu-Ulm/Buchloe. (chs) Der ESV Buchloe hat am Sonntagabend bei den Devils Ulm/Neu-Ulm eine erneut bittere Niederlage einstecken müssen.

Bitter einerseits daher, weil man in einem angesichts der Tabellensituation von beiden Teams verbissen und hat umkämpft geführten Duell sich durchaus ein Punkt verdient gehabt hätte und bitter vor allem andererseits, weil die Piraten damit eine große Chance verpasst haben sich vor den letzten vier Spieltagen in eine bessere Ausgangsposition im Kampf um die Pre-Playoff-Ränge zu bringen. Denn mit einem Sieg hätten die Freibeuter wieder punktemäßig zu Rang 10 aufschließen können und sich auch an die neuntplatzierten Ulmer bis auf einen Punkt anschmiegen können. Doch die Devils machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung und behielten beim 3:4 (1:1, 1:0, 1:3) letztlich alle drei Zähler an der Donau.

Dabei waren die Buchloer bereits denkbar ungünstig ins Match gestartet, denn schon nach gut zwei Minuten gelang dem schwedischen Neuzugang der Ulmer, Mathias Rakell, mit einer schönen Einzelaktion der Führungstreffer. Auch danach blieben die Gastgeber die aktivere Mannschaft, doch ein guter Rückhalt Dieter Geidl und stellenweise auch ein wenig Glück verhinderten in der Folge einen höheren Rückstand für den ESV. „Wir haben uns im ersten Drittel sehr schwergetan“, fasste auch Buchloes Trainer Dominic Weis die ersten 20 Minuten zusammen, aus denen die Buchloer angesichts der Spielverhältnisse noch das Optimum rausholten. Denn am Ende des Durchgangs gelang den Pirates sogar noch der bis dato eher schmeichelhafte Ausgleich, als ein abgefälschter Schuss von Christian Guran zum 1:1 ins Devils-Gehäuse rutschte (19.).

Kritisch danach anfangs auch der Start ins zweite Drittel, den die Freibeuter mit einer eineinhalbminütigen doppelten Unterzahl beginnen mussten. Diese überstand man aber schadlos und bekam fortan immer besseren Zugriff, vor allem weil man den Gastgebern bei Weitem nicht mehr so viele Abschlüsse preisgab wie noch im Startdrittel. Und nach ziemlich genau 30 Minuten schlugen die Buchloer dann vor dem Ulmer Tor wieder eiskalt zu. Nach einer Druckphase brachte Joey Lewis die Gennachstädter mit 2:1 in Front, als dessen Schuss im Zeitlupentempo gerade so zur Buchloer Führung über die Line trudelte. Dies zeigte nun bei den Devils spürbar Wirkung, denn bis zur Pause hatten die Pirates sichtlich mehr vom Spiel. Jedoch verpasste man es den Vorsprung weiter auszubauen, womit es eine enge und umkämpfte Angelegenheit blieb.

Zu Beginn des letzten Durchgangs machten es die Buchloer allerdings eigentlich ganz clever, da man den Ulmern kaum etwas anbot. Doch als Demeed Podrezov nach einer fragwürdigen Strafzeit in die Kühlbox musste, kamen die Devils in Überzahl durch Jakub Bernad zum 2:2 Ausgleich (47.). Bitter, zumal es danach zwar weiter heiß umkämpft blieb, aber die Buchloer dennoch irgendwie den Faden verloren, wie der Buchloer Trainer anmerkte. Und das nutzten die Hausherren, die erst durch Dominik Synek mit 2:3 in Front gingen (51.) und dann erneut durch Bernad per Abstauber auf 2:4 erhöhten (55.). Die Piraten versuchten anschließend zwar nochmals alles und kamen durch Joey Lewis auch noch einmal auf 3:4 heran (58.), doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen – auch weil Lewis kurz vor Schluss nochmal an einer Glanztat des Ulmer Schlussmanns scheiterte (59.). So mussten die Buchloer nach der knappen Heimniederlage am Freitag auch an der Donau punktlos die Segel streichen, womit man ganz wichtige Big-Points an diesem Wochenende liegen ließ.

Denn durch die Niederlage verpassten es die Freibeuter, sich eine deutlich bessere Ausgangslage im Kampf um Platz 10 vor den letzten vier Spieltagen zu sichern. So konnten die neuntplatzierten Ulmer den Abstand auf den ESV wieder auf sieben Punkte ausbauen, während die Buchloer auch den Rückstand auf Platz 10 nicht verkürzen konnten. Auf diesem stehen mit drei Zählern Vorsprung weiterhin die Peißenberg Miners, die zeitgleich zumindest in Grafing auch leer ausgingen.


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