Bozen. (PM HCB) Großer Eishockeyabend für die fast 5.000 Zuschauer in der Sparkasse Arena in Bozen.
Der HCB Südtirol Alperia verpasst nur knapp den großen Coup gegen den EC Red Bull Salzburg und holt beim 1:2 n.P. einen Punkt. Im ersten Drittel lieferten sich Huber und Bradley einen Schlagabtausch, danach dominierten Ausgeglichenheit und hohes Tempo, wobei beide Teams kein weiteres Tor mehr erzielen konnten. Am Ende war es Troy Bourke, der im Penaltyschießen den Zusatzpunkt für die Red Bulls sicherte – ausgerechnet am Abend des 1.000. ICEHL-Spiels von Thomas Raffl, der vor dem Match geehrt wurde. Die Foxes bleiben damit auf dem vierten Tabellenplatz, zwei Punkte hinter Salzburg, das allerdings noch ein Spiel mehr ausgetragen hat. Weiter geht es am Wochenende: Am Freitag um 18:30 Uhr auswärts bei den Graz99ers (live auf DAZN), am Sonntag folgt das Heimspiel gegen den VSV (16:00 Uhr, Alperia Family Day).
Der Spielverlauf: Coach Shedden schickt dasselbe Line-up aufs Eis wie zuletzt in Bruneck. Die verletzten Vallini und Barberio fehlen.
Bozen kann ein frühes Powerplay nicht nutzen, gibt aber dennoch von Beginn an das Tempo vor und kommt durch Mantenuto zu einer guten Chance. Auch die Red Bulls dürfen in der ersten Hälfte des Auftaktdrittels in Überzahl ran, scheitern jedoch an einem gut organisierten Bozner Penalty Killing. In der 12. Minute finden die Gäste dann doch die Lücke: Nach einem gewonnenen Bully schnappt sich Mario Huber die freie Scheibe und schiebt sie an Harvey vorbei ins Tor. Die Foxes antworten ihrerseits im Powerplay: In der 16. Minute gleicht Matt Bradley mit einem wuchtigen Schuss aus, nachdem er das Zuspiel von Digiacinto hinter dem Tor verwertet und Kickert keine Chance lässt. Kurz darauf sind die Hausherren dem Führungstreffer nahe, doch Schneiders Schuss streift nur den Pfosten. Nach 20 Minuten steht es 1:1.
Das Mitteldrittel ist hart umkämpft. Salzburg kommt besser aus der Kabine und fordert Harvey mehrfach heraus – spektakulär seine Fanghand-Parade gegen den frei zum Abschluss kommenden Nissner. Das Spiel verläuft in Wellen, mit wechselnden Druckphasen beider Teams. Ein Treffer der Red Bulls wird wegen Torhüterbehinderung aberkannt. In der Folge erhöht Bozen das Tempo und hat mehrfach die Führung auf dem Schläger, vor allem Frigo und Schneider vergeben gute Möglichkeiten. Auch nach zwei Dritteln bleibt es beim Unentschieden.
Der dritte Abschnitt setzt den intensiven Spielverlauf fort, doch die Foxes lassen zu viele Chancen liegen. Nach knapp vier Minuten geraten Digiacinto und Lewington aneinander und liefern sich einen Fight, der Bozen ein Powerplay einbringt. Dieses wird sogar zu einer doppelten Überzahl, als auch St. Denis auf die Strafbank muss. Eineinhalb Minuten mit zwei Mann mehr bringen zwar Druck auf Kickert, aber keinen Treffer. Kurz darauf ein weiteres Powerplay für Bozen – erneut ohne zählbaren Erfolg. Nach überstandener Druckphase melden sich die Red Bulls mit Chancen durch Peter Schneider, der an Harvey scheitert, sowie Nissner, der nur den Außenpfosten trifft. In den letzten zwei Minuten müssen die Foxes in Unterzahl noch einmal alles in die Waagschale werfen, ehe die Partie in die Overtime geht.
In der Verlängerung kommt Bradley zweimal dem Siegtreffer sehr nahe. Eine Strafe gegen Gildon beschert den Gästen anschließend ein weiteres Powerplay, doch das Bozner Penalty Killing zeigt sich erneut äußerst stabil. So fällt die Entscheidung im Penaltyschießen: Von insgesamt sechs Versuchen trifft einzig Bourke und sichert Salzburg den Zusatzpunkt.
HCB Südtirol Alperia – EC Red Bull Salzburg 1 – 2 SO [1-1; 0-0; 0-0; 0-0; 0-1]
Tore: 11:57 Mario Huber (0-1); 15:39 Matt Bradley PP1 (1-1); Entscheidender Penalty: Troy Bourke
Torschüsse: 33-25
Strafminuten: 11-37
Schiedsrichter: Nikolic K., Seewald / Rigoni, Zacherl
Zuschauer: 4.960
Innsbruck kassiert auch Niederlage im Westderby
Innsbruck. (PM HCI) Der HCI unterliegt den Pioneers im Westderby mit 4:6. Die Haie wachen in Feldkirch zu spät auf.
Die Fans in der Vorarlberghalle erleben ein flottes, ereignisreiches erstes Drittel, mit jeder Menge Emotionen und fünf Toren. Der Anfang machen die Haie, die in Minute drei durch Stefan Klassek in Führung gehen. Der Kärntner im Dress der Haie verwertet einen Rebound nach einem Schuss von Elias Stöffler. Die Antwort der Pioneers folgt drei Minuten später, unter kräftiger Mithilfe der Haie. Die Tiroler können sich im Drittel der Gastgeber festsetzen, verlieren die Scheibe aber an der blauen Linie. Oskar Maier lässt sich die Chance beim Konter allein vor Matt Vernon nicht entgehen. Beide Teams haben immer wieder gute Phasen, doch die Pioneers scoren als nächste. Kevin Mazierzynski schließt eine sehenswerte Aktion zum 2:1 ab (12.). Danach wird es ruppiger, und es gibt die ersten Strafen. Die Haie können im Powerplay durch Benjamin Corbeil ausgleichen (16.). Doch wieder nur zwei Minuten später gehen die Pioneers abermals in Führung. Die Haie sind in der Defensive nicht aggressiv genug, die Vorarlberger können sich durchkombinieren, und erzielen durch Burkarts das 3:2. De Schlusspunkt eines wilden ersten Drittels.
Das Bild des Spiels ändert sich im zweiten Drittel, denn da nehmen die Hausherren das Heft in die Hand. Bereits in den ersten Minuten haben die Vorarlberger zwei, drei dicke Möglichkeiten, und sind auch danach das Team, dass offensiv den Ton angibt. Von den Haien kommt im zweiten Drittel eindeutig zu wenig. In Minute 28 kann Casey Dornbach nach schönem Pass von Burkarts aus kurzer Distanz auf 4:2 stellen, auch bei diesem Tor agiert die Haie-Defensive unglücklich. Ein gutes Penaltykilling und ein darauffolgendes Powerplay lässt bei den mitgereisten HCI-Fans kurzzeitig Hoffnung aufkommen. Kurzzeitig, denn die Haie kassieren in Überzahl einen Konter und durch Maier das fünfte Gegentor. Die Tiroler kommen noch zur einen oder anderen Halbchance, die Vorarlberger scheitern noch mehrmals an Vernon. Nach 40 Minuten führen die Pioneers nicht unverdient mit 5:2.
Die Haie zeigen im Schlussdrittel dann eine Reaktion. Die Tiroler sind jetzt aggressiver, machen Druck, und kommen zwangsläufig auch zu Chancen. In der 45. Minute erzielt Troy Lajeunesse den erhofften schnellen Treffer, der HCI ist wieder in Schlagdistanz. Es folgen mehrere Strafen auf beiden Seiten, das Spiel ist jetzt hitziger, und die Pioneers beginnen etwas zu wackeln. Als Kilian Rappold nach einem Fehler der Vorarlberger fünf Minuten vor dem Ende auf 4:5 verkürzt ist plötzlich wieder alles möglich. Casey Dornbach entscheidet die Partie in der letzten Minute aber mit einem Empty-Net-Goal für die Pioneers.
Der HC TIWAG Innsbruck verliert das Westderby bei den Pioneers Vorarlberg mit 4:6. Wie so oft in dieser Saison leisteten die Haie sich zu viele individuelle Fehler, und eine Schwächephase, diesmal im zweiten Abschnitt.
Kommendes Wochenende folgt das Auswärtsdoppel in Ungarn gegen Fehérvar und Budapest.
Pioneers Vorarlberg – HC TIWAG Innsbruck-Die Haie 6:4 (3:2,2:0,1:2)
Torfolge: 0:1 Klassek (3./EQ), 1:1 Maier (6./EQ), 2:1 Mazierzynski (12./EQ), 2:2 Corbeil (16./PP1), 3:2 Burkarts (18./EQ), 4:2 Dornbach (28./EQ), 5:2 Maier (34./SH1), 5:3 Lajeunesse (45./EQ), 5:4 Rappold (55./EQ), 6:4 Dornbach (60./EQ/EN);
Caps überflügeln Villacher Adler mit 5:2-Sieg
Wien. (PM Capitals) Die Vienna Capitals gewinnen am Montagabend trotz sieben Ausfällen mit 5:2 gegen den EC iDM Wärmepumpen VSV.

Das Team von Head-Coach Kevin Constantine sammelt damit gegen einen direkten Konkurrenten um die Pre-Playoff-Plätze wichtige Punkte und klettert auf Rang acht. Der 20-jährige Felix Koschek bringt die Wiener in der vierten Minute in Führung. Im Mitteldrittel fallen innerhalb von drei Minuten drei Tore. Paul Sintschnig (23.) gleicht aus, Carter Souch bringt die Caps wieder in Front (24.) Nick Hutchison sorgt für den neuerlichen Ausgleich (25.). Im Schlussdrittel bringt Leon Wallner die Donaustädter erneut in Führung, diesmal geben die Wiener den Vorsprung nicht mehr aus der Hand (47.). Linden Vey (53.) und Mitch Hults (60./EN) sorgen mit ihren Treffern für die Entscheidung. Am Freitag empfangen die Caps die Steinbach Black Wings Linz in der STEFFL Arena (19.15 Uhr).
Caps-Head-Coach Kevin Constantine musste gegen den VSV auf sieben Akteure verzichten. Christof Kromp und Benjamin Lanzinger fehlten erkrankt. Jérémy Grégoire, Scott Kosmachuk, Senna Peeters, Marco Richter und Sebastian Wraneschitz mussten verletzt passen. Im Tor begann Evan Cowley sein 19. Spiel in Folge. Die erste Möglichkeit des Spiels fand Dylan MacPherson nach 26 Sekunden vor. Der Distanzschuss war für Cowley allerdings kein Problem. In der vierten Minute gingen die Wiener in Führung. Linden Vey fand Cole Hults mit seinem Zuspiel. Der Verteidiger brachte den Puck vor das Villacher Tor, wo Felix Koschek vor VSV-Goalie Rene Swette einschoss. Nikita Scherbak prüfte kurz darauf Cowley, der 30-Jährige war allerdings zur Stelle. Zwei Minuten später scheiterte auch Arturs Kulda am Caps-Goalie. Wenige Sekunden später brachte Koschek einen Querpass zu Vey, diesmal vereitelte Swette einen Gegentreffer. Erik Kirchschläger gab in der achten Minute einen Schuss aus dem hohen Slot ab, wieder parierte Swette. In der zehnten Minute kam Alex Wall vor Cowley an die Scheibe, der ehemalige Caps-Verteidiger ließ diese Gelegenheit aber aus. In den darauffolgenden Minuten waren klare Torchancen Mangelware. Dominic Hackl schoss in der 15. Minute aus der Distanz am gegnerischen Tor vorbei. Simon Bourque tat es seinem Verteidigerkollegen eine Minute später gleich. Nick Hutchison wollte die Scheibe in Minute 17 vor Cowley ins Tor befördern, der Caps-Goalie sicherte sich aber den Puck. In Minute 17 wurde auch die erste Strafe gegen die Wiener, die unerlaubterweise mit sechs Feldspielern agierten, ausgesprochen. Koschek musste die Zweiminutenstrafe verbüßen. Die erste Möglichkeit des VSV-Powerplays hatten die Caps. Armin Preiser kam in Minute 18 an die Scheibe und probierte es, doch Swette fing den Puck. Die einzige Möglichkeit des ungefährlichen Überzahlspiels fand Maximilian Rebernig vor, Cowley stoppte den Österreicher aber.
In der 23. Minute glichen die Gäste glücklich aus. Paul Sintschnig lenkte den Puck nach Vorlage von Brett Ritchie auf das Caps-Tor ab. Cowley parierte den ersten Versuch, im Nachstochern beförderte der Villacher den Puck ins Gehäuse (23.). Eine Minute später kombinierten die Caps ansehnlich im Drittel der Gäste. Carter Souch versenkte den Puck direkt vor Swette nach Vorlage von Geburtstagskind Zane Franklin (24.). Nur eine Minute später glichen die Gäste durch Nick Hutchison aus (25.). Wenige Sekunden später probierte es Mitch Hults mit der Backhand, setzte den Schuss aber zu hoch an. In Minute 32 hatten die Caps Glück, dass Scherbak, der allein auf Cowley zufuhr, das Tor deutlich verfehlte. Wenige Sekunden später mussten Vey und VSV-Angreifer Adam Helewka auf die Strafbank. Der Caps-Kapitän wegen Hakens, der Villacher Stürmer wegen unsportlichen Verhaltens. Ritchie probierte es in der 33. Minute, Cowley hielt allerdings souverän. MacPherson versuchte es in der 35. Minute aus der Distanz, der Puck wurde vor Cowley abgefälscht, der Caps-Goalie behielt aber die Übersicht. Kurz darauf fuhren Mitch Hults und Vey gegen einen Villacher Verteidiger auf das gegnerische Tor zu, die Aktion versandete allerdings. Souch brachte den Puck von hinter dem VSV-Tor zu Mitch Hults, der in Bedrängnis aber nicht an Swette vorbeikam.
Gleich nach sieben Sekunden fanden die Caps die erste Möglichkeit vor. Bourque brachte den Puck von der linken Seite aber nicht Swette vorbei. Der VSV-Goalie sicherte wenige Sekunden später auch einen Distanzschuss von Nelson Nogier. Nach einigen Minuten ohne nennenswerter Möglichkeit auf beiden Seiten gingen die Wiener in der 47. Minute wieder in Führung. Randy Gazzola spielte im gegnerischen Drittel einen Diagonalpass, Wallner versenkte diesen ansatzlos (47.). Scherbak fuhr eine Minute später nach einem Lapsus wieder auf Cowley zu. Der Russe konnte unter Bedrängnis nicht erfolgreich abschließen. In Minute 53 erhöhten die Caps. Der als Angreifer agierende Raphael Wolf störte Kulda mit einem Check entscheidend. Der Lette passte die Scheibe in den Slot zu Vey, der Caps-Kapitän ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen (53.). Zwei Minuten später kam Hutchison aus dem Slot zum Abschluss, Cowley holte sich den Puck spektakulär mit der Fanghand. Gazzola feuerte das Spielgerät nach einer Kombination auf das gegnerische Tor, Swette parierte diesmal allerdings. In der 57. Minute ging der VSV-Goalie für einen weiteren Angreifer vom Eis. In der 58. Minute wurde Ritchie mit einer Strafe wegen Crosschecks belegt. Das erste Powerplay für die Wiener und die Rückkehr Swettes waren die Folge. Bourque probierte es aus der Distanz, der Torhüter der Gäste behielt allerdings die Übersicht. Die Wiener, die eher darauf bedacht waren, den Vorsprung zu wahren, konnten die Überzahlsituation nicht in ein Tor ummünzen. Swette verließ kurz vor Schluss erneut sein Tor, Mitch Hults traf 17 Sekunden vor Spielende zum Endstand (60./EN). Caps-Goalie Cowley beendete das Spiel mit einer Fangquote von 93,94 Prozent.
Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals „Das war ein großartiger Sieg für uns. Sechs Spiele innerhalb von elf Tagen, das ist richtig viel Eishockey in kurzer Zeit. Sieben Spieler haben uns heute gefehlt, da kommt zur Müdigkeit auch noch die kurze Bank hinzu. Dass wir das erste Tor erzielt haben, hat viel Druck von uns genommen. Wir haben versucht, dem VSV das zu nehmen, was ihn ausmacht. Ich weiß nicht, ob uns das heute so gut gelungen ist. Sie hatten einige Möglichkeiten, für die wir im Vorfeld zwar vorbereitet waren, umgesetzt haben wir das zeitweise aber nicht. Wichtig war allerdings, dass wir die richtige Antwort auf die 1:6-Niederlage in Salzburg gegeben haben.“
Vienna Capitals – EC iDM Wärmepumpen VSV 5:2 (1:0, 1:2, 3:0)
Tore Caps: Felix Koschek (4.), Carter Souch (24.), Leon Wallner (47.), Linden Vey (53.), Mitch Hults (60./EN)
Tore VSV: Paul Sintschnig (23.), Nick Hutchison (25.)
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