Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Bad Nauheim. (PM) Es hätte so schön sein können. Eigentlich wollte der EC Bad Nauheim am Freitagabend den Finaleinzug gegen die Selber Wölfe perfekt...
Kleines Techtelmechtel zwischen Michael Maaßen (links, Bad Nauheim) und Yann Jeschke  - © by Andreas Chuc

Kleines Techtelmechtel zwischen Michael Maaßen (links, Bad Nauheim) und Yann Jeschke – © by Andreas Chuc

Bad Nauheim. (PM) Es hätte so schön sein können. Eigentlich wollte der EC Bad Nauheim am Freitagabend den Finaleinzug gegen die Selber Wölfe perfekt machen. Doch vor 4300 Zuschauern erwiesen sich die Ostbayern als Partyschreck. Am Ende unterlag die Mannschaft von Frank Carnevale den Oberfranken mit 3:5 (1:3, 1:2, 1:0) und muss am Sonntag erneut nach Selb reisen. Dann geht es ab 18 Uhr in der Autowelt-König Arena im fünften und entscheidenden Spiel um alles.
Ein Doppelschlag hatte die Oberfranken früh in die Karten gespielt. Nach einem Mudryk-Zuspiel war Sebastian Lehmann vor Ower aufgetaucht und vollstreckte eiskalt zum 1:0 für den Gast (8.). Nicht einmal eine Minute später war es ein Ex-Teufel, der an alter Wirkungsstätte die treuen Nauheim-Fans in Schockstarre versetzte. Kyle Piwowarczyk verwertete einen Abpraller vom starken Mudryk zum 2:0 (9.). Besonders bitter: der EC erspielte sich in der Frühphase der Begegnung drei sehr gute Möglichkeiten. Eddy Rinke, Kapitän Chris Stanley und Daniel Oppolzer hatten die Führung im Visier. „Da hätten wir schon führen können. Wir haben da zu viele Chancen ausgelassen. Das ist immer schlecht. Wir hatten zwölf Schüsse und konnten nicht treffen. Insgesamt hatten wir heute 62 Schüsse, aber Selbs Torwart hielt überragend“, sagte Carnevale, der insbesondere mit der zuletzt starken Abwehr nicht zufrieden sein konnte. Immerhin durften die vielen Fans im stimmungsvollen Colonel-Knight-Stadion in der neunten Minute erstmals jubeln. Der beste Nauheimer Josiah Anderson setzte sich hinter dem Tor exzellent durch, passte exaktgenau aus der Drehung in die Mitte wo Michael Maaßen lauerte und einnetzen konnte. Doch Selb erwies sich als hohe Hürde mit der Fähigkeit, die Nauheimer Schwächen eiskalt ausnutzen zu können. So traf Herbert Geisberger mit einem versteckten Schlenzer kurz hinter der blauen Linie zum 3:1 (12.). „Das erste Tor hat unseren Kopf frei und die Beine leichter gemacht. Wir haben bis zum Ende gekämpft und vor allem unsere Chancen besser genutzt als Bad Nauheim“, meinte VER-Coach Cory Holden später. Vor der ersten Drittelpause konnte Bad Nauheim aus eigenem Überzahlspiel kein Kapital schlagen.
Dafür klappte es beinahe in Unterzahl. Doch Daniel Oppolzer hatte Pech im Abschluss. Besser machte es da unser US-Amerikander Brad Miller in der 24. Minute. Nach einem Pass von Harry Lange traf er in Überzahl
zum 2:3-Anschluss. Allerdings schien dieser Treffer unseren Jungs keine Sicherheit zu geben. So wirkte das Spiel der Kurstädter zu verspielt, verschnörkelt und fehlerbehaftet. Auch der vierte Gegentreffer resultierte aus einem Leichtsinnsfehler. In der 36. Minute vertändelte der EC den Puck an der blauen Linie und Herbert Geisberger traf zum 4:2. Noch vor der zweiten Drittelpause erhöhte Dennis Schiener mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 5:2. Direkt nach der Pause konnte Sven Schlicht einen Anderson-Querpass zum 3:5-Anschluss verwerten. Doch eine echte Aufholjagd blieb leider aus.

 
Entscheidung am Sonntag um 18 Uhr in Selb
Somit geht es am frühen Sonntagabend um alles. Die Selber haben bereits Erfahrung damit. Im Viertelfinale mussten die Wölfe auch fünf Spiele absolvieren, um das Halbfinalticket zu lösen. „Gegen Duisburg war eine sehr hohe Intensität vorhanden. Gegen Bad Nauheim ist es sehr kämpferisch und keiner schenkt sich was. Ich bin sicher, dass es vom ersten Bully an richtig zur Sache gehen wird“, erwartet Cory Holden einen heißen Tanz an der deutsch-tschechischen Grenze. Auch Carnevale erwartet ein heißes Match: „Wir haben eine Menge Charakter in der Mannschaft. Selb hatte bereits ein fünftes Spiel, für uns ist es neu. Aber wir werden alles tun, um das Finale zu erreichen.“

 
Fanbus-Anmeldungen ab sofort möglich
Wer am Sonntag unsere Mannschaft unterstützen möchte, kann mit dem Fanbus nach Selb fahren. Ab sofort nimmt der EC-Fanbeauftragte Martin Williams unter seiner Mailadresse martin.williams@ec-badnauheim.de Anmeldungen entgegen.
Der Bus ist gebucht und wird am Sonntag, den 7.April pünktlich um 11:30 Uhr abfahren. An alle Fans die mitfahren, bitte bis 11:15 Uhr am großen Parkplatz an der Frankfurter Straße einfinden, damit der Bus rechtzeitig losfahren kann.
EC Bad Nauheim: Ower (Wagner) – Baum, Schreiber, Ketter, Miller, Pöpel, Pietsch, Reckers, Stanley, Rinke, Oppolzer, Maaßen, Huhn, Kujala, Anderson, Lange, Baldys, Striepeke, Wex.

Tore:
0:1 (7.) Lehmann (Fischer, Mudryk)
0:2 (8.) Piwowarczyk (Mudryk, Geisberger)
1:2 (9.) Anderson (Huhn, Maaßen)
1:3 (12.) Geisberger (Mudryk, Piwowarczyk)
2:3 (24.) Miller (Lange) PP+1
2:4 (36.) Geisberger (Mudryk, Piwowarczyk)
2:5 (40.) Schiener (Mudryk, Schadewaldt)
3:5 (41.) Schlicht (Anderson, Lange)
Strafminuten: ECN14 – VERS 21 +Matchstrafe (Meier).
Zuschauer: 4300.

Eishockey-Magazin

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Push Nachrichten
Nichts mehr verpassen! Wir versorgen Sie mit den wichtigsten Neuigkeiten
Erlauben
Später