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Berlin. (EM) Die Planungen für die nächste Spielzeit laufen bei allen Klubs bundesweit weiter. DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke hatte vor einigen Tagen noch erklärt,... Berlin untersagt Großveranstaltungen bis zum 24. Oktober! – Peter John Lee: „Sehr unwahrscheinlich, dass nur Berlin so eine Regelung trifft“

Eisbärenmanager Peter Lee – © by Sportstimme TV

Berlin. (EM) Die Planungen für die nächste Spielzeit laufen bei allen Klubs bundesweit weiter.

DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke hatte vor einigen Tagen noch erklärt, dass man von einem Saisonstart im September ausgehe, aber auch für einen späteren Start oder gar eine Absage einen Plan haben werde.

Spürbar ist in diesen Wochen allerdings auch in der Berichterstattung, dass fast nur Transfers bekannt gegeben werden, die schon längst in trockenen Tüchern waren. Die angezogene Finanzbremse ist bei vielen Klubs unverkennbar. Bislang gab es das bundesweite Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August. Schon dieser Termin würde die Planungen für die Saisonvorbereitung vieler Profiklub, zumindest in Teilen, über den Haufen werfen. Am Dienstag legte der Stadtstaat Berlin nach. In der Hauptstadt sind Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Besuchern bis zum 24. Oktober untersagt. Die Eisbären Berlin würde das vor große Probleme stellen, denn sie begrüßten zuletzt im Schnitt 13.000 Zuschauer in der Berliner Mercedes Benz Arena.

Eisbären wurden vom Entschluss überrascht

Eisbären Geschäftsführer Peter John Lee wurde von dem Entschluss überrascht. Er sieht auf viele andere Klubs ähnliche Probleme zukommen. Gegenüber dem Tagesspiegel erklärte er: „Wir wissen doch noch gar nicht, was die anderen Bundesländer machen werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass nur Berlin so eine Regelung trifft und zum Beispiel die Klubs aus Nordrhein-Westfalen in voller Halle spielen dürfen.“

Berliner Profiklubs wollen das Gespräch gemeinsam suchen

Speziell in Berlin werden nun die führenden Profiklubs Hertha BSC, Union Berlin, Eisbären, Füchse Berlin, Volleys und Alba als Gruppe das Gespräch mit der Stadt suchen. Aber auch auf DEL-Ebene werden in diesen Tagen wieder einmal lange Telefonate und Videokonferenzen anstehen. Ein verschobener Saisonstart ist für Peter John Lee denkbar. Nach der Entscheidung in Berlin dürfte er mehr denn je ein Thema sein.

Und auch ein kompletter Ausfall der Spielzeit 20/21 sollte zumindest intern diskutiert werden, denn ohne Zuschauereinnahmen kann der Profi-Eishockeysport in Deutschland nicht überleben.
Peter John Lee stellte im Tagesspiel-Interview aber auch die Gewichtung des Eishockeys klar: „Am Ende des Tages zählt nur die Gesundheit der Menschen, alles andere ist unwichtiger. Aber das jetzt die Unsicherheit bei uns groß ist, ist klar. Es geht ja um unsere berufliche und damit persönliche Zukunft.“

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Der führende Viruologe Alexander Kekulé sieht in diesem Jahr nur geringe Chancen für Veranstaltungen vor Zuschauern. Der Eishockeysport ist in allen Ligen abhängig von Zuschauereinnahmen. Glauben Sie an einen Start der Eishockeysaison 20/21 im September?

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