Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos seit 25 Jahren

Bonn. (PM MagentaSport) Kirsters Gudlevskis ist Torhüter des Jahres der DEL, ein Garant für Bremerhaven. Beim allerersten Halbfinal-Sieg der Fischtowns-Historie gegen den Meister München... Berlin super effizient, aber mit Dusel gegen Straubing: „Hatten einige Passagiere dabei, das darf nicht sein“

Hunter Miska von den Straubing Tigers und Tobias Eder von den Eisbären Berlin- © Marco Leipold / City-Press

Bonn. (PM MagentaSport) Kirsters Gudlevskis ist Torhüter des Jahres der DEL, ein Garant für Bremerhaven.

Beim allerersten Halbfinal-Sieg der Fischtowns-Historie gegen den Meister München hielt er den Kasten sauber. Schmerzlich war nur der Kinnhaken vom eigenen Mitspieler, ein Puck an den Helm und noch eine kleine Handverletzung – Wurscht: 3:0, der Hauptrunden-Meister 2024 besiegt den Meister 2023 glatt mit 3:0.

Auftakt in die Halbfinals und tatsächlich setzen sich die „Favoriten“ durch. Dabei gewinnen gnadenlos effiziente Eisbären gegen unglückliche Straubinger. Was Berlins Co-Trainer Craig Streu gehörig auf die Palme brachte: „Heute hatten wir ein paar Passagiere dabei und das darf auch nicht sein. Ab nächstem Spiel benötigen wir 21 Spieler.“

Die Straubing Tigers, zu Beginn überlegen, waren über eine Szene verärgert, für Marcel Brandt war das nicht gegebene Tor nach 6 Minuten im 1. Drittel spielentscheidend: „Das ist so ein bisschen der Momentum-Swing von uns gewesen. Die schießen danach das 1:0. Dann ist es schwer, dass du hier Fuß fasst.“


Der Berliner Marcel Noebels warnte seine Teamkollegen: „Das wissen alle, dass das nicht gut genug war, um in eine Halbfinal-Serie zu starten.“

Im ersten DEL-Halbfinale ihrer Geschichte dominieren die Pinguins Bremerhaven den amtierenden Meister aus München. Bremerhavens überragender Torhüter, Kristers Gudlevskis, kassierte nur einen Kinnhaken des Mitspielers, aber kein Gegentor. Fischtowns Trainer Thomas Popiesch hatte sein Team vor Fehler aus der Hauptrunde gewarnt: „Was ich daraus gezogen habe, war, dass wir von der Strafbank wegbleiben müssen, dass wir uns nicht von Red Bull provozieren lassen. Das war dann auch der Schlüssel.“

München wirkte während des gesamten Spiels eher harmlos. Trainer Toni Söderholm beklagte die Einsatzbereitschaft seines Teams: „Man hat das Gefühl gehabt von unserer Seite, wir haben abgewartet, was der Gegner bringt.“ Am Mittwoch geht´s in die 2. Runde der Halbfinals.

Spieler der Eisbären Berlin feiern den Sieg nach dem Spiel – © Marco Leipold / City-Press


Nachfolgend die Stimmen von den ersten beiden Halbfinalspielen übersendet durch MagentaSport.

Weiter geht es am Mittwoch, wenn München und Straubing ihre ersten Heimspiele in dieser Runde haben. Der EHC Red Bull München empfängt Pinguins Bremerhaven live ab 18.45 Uhr. Ab 19.15 Uhr treffen die Straubing Tigers am Pulverturm auf die Eisbären Berlin – live bei MagentaSport. Ab Donnerstag, 04. April, gibt es dann die Frauen WM aus den USA. Deutschland trifft ab 21 Uhr auf Dänemark – live und kostenlos bei MagentaSport.

Eisbären Berlin – Straubing Tigers 3:1 (Stand Serie: 1:0)
Straubing verliert unglücklich gegen die Eisbären Berlin. Die Tigers waren in fast jeder Statistik überlegen, ihnen wird ein frühes Tor aberkannt. Bis zu Schlussphasen gelingt Straubinger nicht der Anschlusstreffer und Berlin entscheidet mit einer unfassbaren Effizienz in den ersten beiden Abschnitten die Partie.

Craig Streu, Co-Trainer Berlin: „Nach dem 1. Drittel hatten wir eine 1:0-Führung, aber Straubing war die klar bessere Mannschaft. Ab dem 2. Drittel haben wir viele Scheiben einfach zum Tor gebracht und haben 2 Tore gemacht. Straubing – wir haben mit ihnen eigentlich die ganze Saison Probleme.“
Das führte Streu genauer aus: „Die sind schnell, die sind immer an der Scheibe, die bringen die Scheibe zum Tor und in der Verteidigung, die blocken jeden Schuss.“
Mit der Leistung war das Trainerteam nicht zufrieden: „Heute hatten wir ein paar Passagiere dabei und das darf auch nicht sein. Ab nächstes Spiel brauchen wir 21 Spieler.“
Auf die Nachfrage, ob er damit meint, dass das Team nicht bereit war für Spiel 1, sagt Streu: „Ja. 100 Prozent.“

Marcel Noebels, Berlin: „Die ersten 10 Minuten müssen wir wirklich davon sprechen, dass wir Glück gehabt haben, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Das war ähnlich wie in der Serie gegen Mannheim. Danach haben wir aber, glaube ich, ganz gut in die Spur gefunden. Nach dem kleinen Weckruf, den wir kriegen mussten, mit dem nicht gegebenen Tor, spätestens da war uns bewusst, dass wir im Halbfinale stehen und einen Schritt mehr gehen müssen.“
Die Kritik des Trainerteams teilt er: „Das wissen alle, dass das nicht gut genug war, um in eine Halbfinal-Serie zu starten. Wenn wir am Mittwoch auswärts so anfangen, rennen wir eher einem Rückstand hinterher.“

Marcel Brandt, Straubing: „Wir haben 60 Minuten sehr gutes Eishockey gespielt, haben wenig Chancen zugelassen, wenig Schüsse zugelassen. „Dann wird uns ein Tor aberkannt und das ist so ein bisschen der Momentum-Swing von uns gewesen. Die schießen danach das 1:0. Dann ist es schwer, dass du hier Fuß fasst. Die schießen danach das 1:0. Dann ist es schwer, dass du hier Fuß fasst. Wir haben sehr viele Chancen gehabt. Wir haben ein paar Mal an die Latte, ein paar Mal an den Pfosten geschossen. Die wollten halt nicht rein. Bisschen unglücklich.“
Zu dem aberkannten Tor hat Brandt eine andere Meinung als die Schiedsrichter: „Ich hätte es gegeben, weil wir in der Hauptrunde schon mal 2 Gegentore gegen uns so bekommen haben. Deswegen hätte ich es gegeben. Vor allem in den Playoffs.“

Ross Mauermann von den Pinguins Bremerhaven und Yasin Ehliz von Red Bull – © Moritz Eden / City-Press


Pinguins Bremerhaven – EHC Red Bull München 3:0 (Stand Serie: 1:0)
Bremerhaven startet erfolgreich in die Halbfinal-Serie gegen München. Die Bremerhavener schaffen es in den ersten beiden Drittel schnell Tore zu schießen. Danach zeigten sie, warum sie die beste Abwehr der Liga haben. Sie verteidigten konsequent und hatten als Versicherung noch den Gudlevskis, der sich von keinem Schmerz aufhalten ließ und seinen ersten Shutout in den Playoffs feierte.

Thomas Popiesch, Trainer Bremerhaven: „Wir haben am Anfang viel richtig gemacht. Wir haben gerade in den ersten beiden Powerplays gute Möglichkeiten, das Tor geschossen. Aber dann wars ein hin und her. Beide Mannschaften hatten ihre Aktionen und wir haben in den richtigen Momenten die Tore geschossen.“
Aus den Partien in der Hauptrunde gegen München hat er eine Sache gelernt: „Die Spiele waren grundsätzlich eng. Kleinigkeiten haben auch da entschieden. Es war nur ein Spiel in München, wo wir gleich zu Anfang 3 Unterzahltore bekommen haben. Was ich daraus gezogen habe, war, dass wir von der Strafbank wegbleiben müssen, dass wir uns nicht von Red Bull provozieren lassen. Das war dann auch der Schlüssel heute.“

Kristers Gudlevskis, Torhüter Bremerhaven, über seinen ersten Shutout in den Playoffs: „Um ehrlich zu sein, mache ich mir darüber keine Gedanken. Die Spiele in den Playoffs sind eine harte Angelegenheit, und letztlich muss man einen Weg finden, das Spiel zu gewinnen – unabhängig von der Fangquote.“
Gudlevskis wollte keine Schwächen zeigen. Er musste viel einstecken. Einen Kinnhaken, einen Puck auf die Maske und Probleme mit der Hand. Auf letzter angesprochen, antwortete er nur: „Danke.“, und beendete grinsend das Interview.

Toni Söderholm, Trainer München: „Bremerhaven hatte großteils Kontrolle über das Spiel. Vor allem sind sie gut gestartet. Mit den 2 Überzahlsituationen, mit dem Überzahltor, dass sie geschossen haben, haben sie ein bisschen das Spiel kontrolliert.“
Daran machte Söderholm aber nicht nur an der Stärke von Bremerhaven fest: „Wir haben gegen einen Gegner gespielt, der sehr diszipliniert ist und man muss da auch eine gewisse Geduld haben, dass man zu Torchancen kommt, dass man ein bisschen das Spiel in der offensiven Zone übernehmen kann. Da müssen wir uns am meisten verbessern.“
Für den weiteren Verlauf der Serie erwartet er: „Der Körperkontakt wird mehr kommen. Das Tempo im Spiel wird ein bisschen höher. Man hat das Gefühl gehabt von unserer Seite, wir haben abgewartet, was der Gegner bringt. Jetzt muss man einfach schauen, dass man nicht gleichzeitig auf die Gaspedale und die Bremspedale drückt, sondern mehr auf die Gaspedale.“

Nicolas Krämmer, München: „Wir haben die Scheiben nicht da hinbekommen, wo wir sie hinhaben wollten, um in unser Laufspiel zu kommen. Somit ist das Spiel überhaupt langsamer geworden. Es war trotzdem ein sehr intensives Spiel, ein gutes Playoffspiel, aber ich glaube, dass wir offensiv noch an einiges an Stellschrauben zu drehen haben, um beim nächsten Spiel dann zuzuschlagen.“

Kristers Gudlevskis von den Pinguins Bremerhaven feiert den Sieg mit den Fans – © Moritz Eden / City-Press


Neue Expertinnen: Delarbre und Eisenschmid analysieren die Frauen WM

MagentaSport überträgt die Frauen- Weltmeisterschaft in den USA ab dem 4. April live. Gezeigt werden alle deutschen Partien sowie das Finale (kostenlos). Zum Auftakt spielt die DEB-Auswahl gegen Dänemark. Die weiteren Gruppen-Gegnerinnen kommen aus Japan, Schweden und China. Um sich fürs Viertelfinale zu qualifizieren, müssen die deutschen Frauen mindestens den 3. Platz erreichen. Die Viertelfinals starten ab dem 11. April, das Finale findet am 14. April statt.

Deutschland erreichte zuletzt den 9. Platz, die Titelverteidigerinnen kommen aus Kanada.

Neu im Experten-Team sind Marie Delarbre (wegen Verletzung nicht bei der WM dabei) sowie Ex-Nationalspielerin Tanja Eisenschmid, die in Schweden und Nordamerika gespielt und bei Olympia teilgenommen hat). Tanjas Schwester Nicola spielt bei der WM mit, Bruder Markus ist für den EHC Red Bull München aktiv.

Christoph Fetzer kommentiert alle Spiele.

Die Frauen WM live und kostenlos bei MagentaSport:
Donnerstag, 04.04.24
Ab 21 Uhr: Deutschland – Dänemark
Samstag, 06.04.24
Ab 21 Uhr: Deutschland – Japan
Montag, 08.04.24
Ab 17 Uhr: Deutschland – Schweden
Dienstag, 09.04.24
Ab 17 Uhr: Deutschland – China

Die DEL-Playoffs komplett live bei MagentaSport

Halbfinal-Serie – Runde 1
Mittwoch, 03.04.2024
Halbfinal-Serie – Runde 2
Ab 18.45 Uhr: EHC Red Bull München – Pinguins Bremerhaven
Ab 19.15 Uhr: Straubing Tigers – Eisbären Berlin
Freitag, 05.04.2024
Halbfinal-Serie – Runde 3
Ab 18.45 Uhr: Pinguins Bremerhaven – EHC Red Bull München
Ab 19.15 Uhr: Eisbären Berlin – Straubing Tigers
Sonntag, 07.04.2024
Halbfinale-Serie – Runde 4
Ab 13.45 Uhr: EHC Red Bull München – Pinguins Bremerhaven
Ab 16.45 Uhr: Straubing Tigers – Eisbären Berlin




Eishockey-Magazin

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert