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Adler-Coach Gross zur 2:5-Pleite: München „ganz klar besser und hat verdient gewonnen“ Bonn. (PM MagentaSport) Nach 7 Spielen ohne Sieg gegen Mannheim siegt der... Berlin marschiert weiter, Krefeld überrascht, Iserlohn steht erneut mit leeren Händen da – Kritik am Quotienten-Modus wächst

Adler-Coach Gross zur 2:5-Pleite: München „ganz klar besser und hat verdient gewonnen“

Berlins Trainer Serge Aubin. – © ISPFD

Bonn. (PM MagentaSport) Nach 7 Spielen ohne Sieg gegen Mannheim siegt der EHC Red Bull mit 5:2.

„Alle sitzen im Boot und das macht uns einfach gefährlich“, konstatiert Münchens Frank Mauer. Die Mannheimer sind erneut gegen ein Top-Team klar unterlegen, München war „ganz klar besser und hat verdient gewonnen“, meint Adler-Coach Pavel Gross.

Die Berliner bleiben nach einem 3:2 in Schwenningen souveräner Spitzenreiter – es war ein hart erkämpfter, 7. Sieg in Folge.

Die Haie zeigen Biss, holen ein 3:1 noch auf, unterliegen dann im Penalty-Schießen gegen in Wolfsburg, die somit weiterhin an den Berlinern dranbleiben.
Für die Kölner ist der Punkt im Abstiegskampf dennoch wichtig. Man sei an „Kleinigkeiten“ gescheitert, so Kapitän Moritz Müller.

Im Duell der Pinguine melden sich die Krefeld Pinguine als Letzter zurück. Co-Trainer Boris Blank sieht nach dem 6:4 gegen Bremerhaven dennoch einen verzerrten Wettbewerb: „Im Januar wurden 6 Spiele abgesagt, wo wir keine Schuld hatten und einen vollen Kader. Jetzt müssen wir die Spiele nachholen und wir haben einen kleinen Kader. Das finde ich nicht sportlich und das muss sich die Liga überlegen, ob das alles so richtig läuft.“

Kritik gab´s auch vom Wolfsburger Sportchef Fliegauf, dass der Punkte-Quotient über die Platzierungen und Abstieg entscheidet: „Das ist eigentlich das, was man unbedingt vermeiden wollte mit der Verlängerung der Saison. Ich sehe aber keine Möglichkeit, dass alle Spiele durchgeführt werden können.“

Nachfolgend die wichtigsten Stimmen der Sonntagspiele, übermittelt via MagentaSport.

Am Dienstag geht es bereits weiter mit Nachholspielen im Kampf um die Play-Offs mit u.a. Bietigheim Steelers gegen die Düsseldorfer EG und EHC Red Bull München empfängt den ERC Ingolstadt live ab 19.15 Uhr auf MagentaSport. Nächsten Freitag folgt dann der 56. Spieltag der PENNY DEL mit u.a. den Grizzlys gegen die Eisbären live ab 19 Uhr – der aktuelle Zweite gegen den Ersten.

Schwenninger Wild Wings – Eisbären Berlin 2:3

Titelanwärter gegen Abstiegskandidat. Die Schwenninger Wild Wings verlieren zum 3. Mal in Folge mit nur einem Tor Unterschied gegen ein Team aus den Top 3. Die Berliner freuen sich über den 7. Sieg in Folge. bleiben klarer Tabellenführer. Schwenningens Christof Kreuzer läuft nach dem Spiel kopfschüttelnd über das Eis. Warum, erklärt er: „Ich habe deshalb mit dem Kopf geschüttelt, weil die Jungs hier seit 3 Spielen auf dem Zahnfleisch gehen, die opfern sich für alles und wir werden nicht belohnt. Das tut mir für die Jungs echt leid. Jedes Mal, wenn wir mit einem dezimierten Kader gespielt haben, haben wir mit einem Tor Unterschied verloren. Die Jungs haben mehr als nur einen Punkt oder gar keinen Punkt verdient. Respekt an meine Mannschaft… Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Gegen so eine Mannschaft, die hier hin kommt mit so viel Rückenwind und 4:0 gegen Mannheim gewinnt. Dann reißen wir hier so ein Spiel ab. Dann muss ich sagen Respekt!“

Zuspruch gibt es auch seitens der Berliner von Kai Wissmann: „Es war sehr schwer. Schwenningen hat uns das Spiel sehr schwer gemacht. Es war auf jeden Fall nicht unser bestes Spiel. Am Ende stehen wir mit den 3 Punkten da. Wir haben gefightet, haben alles gegeben und sind glücklich über die Punkte.“

EHC Red Bull München – Adler Mannheim 5:2

Spitzenspiel in München im Kampf um die besten Play-Off-Plätze. Sieben Spiele in Folge konnte der EHC Red Bull nicht mehr gegen die Adler gewinnen. Die Münchner beenden die Serie und halten dadurch die Mannheimer auf Abstand. Das Team von Don Jackson bestätigt das aktuelle Formhoch der Münchner erneut. Frank Mauer nach dem Spiel: „Es war ein intensives Spiel, wie immer gegen die Adler. Es hat Spaß gemacht mit dem glücklicheren Ende für uns. Ich denke, das Spiel zeigt einfach die Tendenz der letzten Wochen. Wie wir spielen als Mannschaft, als Einheit, Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben.“ Ist das jetzt das Beste, was der EHC zu bieten hat? Wenn es nach Mauer geht, nicht: „Ich hoffe, dass da noch Luft nach oben ist. Wir spielen im Moment sehr kompakt und sehr konstant. Das hat uns um die Weihnachtszeit gefehlt. Jetzt gerade macht es einfach Spaß. Wir halten uns an den Spielplan, den wir vor dem Spiel festlegen. Alle sitzen im Boot und das macht uns einfach gefährlich.“

Die Mannheimer verlieren nach den Eisbären also auch gegen die Konkurrenz aus München. Für Coach Pavel Gross eine verdiente Niederlage: „Über 60 Minuten war München ganz klar besser und hat auch verdient gewonnen.“ Folgt jetzt ein mögliches Tief im nächsten Spiel gegen Nürnberg? Gross weiter: „Das ist ein neues Spiel. Wir haben heute ein Spiel gespielt. Das müssen wir abhaken und vergessen.“

Grizzlys Wolfsburg – Kölner Haie 4:3 n.P.

Die Kölner Haie spielen nach langem Rückstand groß auf, aber die Grizzlys behalten im Penaltyschießen die Nerven – so reicht es nur für einen Punkt für die Haie. Die Wolfsburger festigen ihre Position und sind weiterhin der Verfolger Nummer 1 der Eisbären Berlin. Auf welchem Platz die Teams am Ende der Saison abschneiden, regelt der Quotient. Der Sportliche Leiter der Grizzlys, Charly Fliegauf, kritisiert dies: „Schade ist aus meiner Sicht, dass leider die Punkte nicht entscheidend sind, sondern ich bin mir 100prozentig sicher, dass ein Quotient über die Platzierung und dann auch den Abstieg entscheiden wird. Das ist eigentlich das, was man unbedingt vermeiden wollte mit der Verlängerung der Saison. Ich sehe aber keine Möglichkeit, dass alle Spiele durchgeführt werden können.“

Seine Mannschaft ist auf Kurs Play-Offs. Bis dahin sind noch ein paar Spiele zu absolvieren und Coach Mike Stewart muss auf seine Spieler aufpassen: „Wir haben zum Schluss mit 4 Verteidigern gespielt. Die sind auf dem Zahnfleisch gegangen. Die Jungs haben richtig gekämpft und waren füreinander da. Letztendlich ist das der Spirit, den ich sehen will. Wir haben das die ganze Saison gezeigt und Gott sei Dank heute wieder.“

Die Kölner müssen sich mit einem Punkt zufriedengeben. Für Kapitän Moritz Müller sind es am Ende nur Kleinigkeiten, die den Unterschied machen: „Was wir aus dem Spiel mitnehmen können, ist, dass wir uns in jedem Spiel die Chance geben müssen, das Spiel zu gewinnen. Dann sind es Kleinigkeiten. Eine Schiedsrichterentscheidung in die eine oder andere Richtung. Im Powerplay haben wir am Ende eine 2 gegen 1 Situation, wo wir noch treffen können.“

Straubing Tigers – Augsburger Panther 3:1

Sandro Schönberger – © portfoto-Sale (DR)


Die Augsburger Panther sind bei ihrer Rückkehr in Straubing gewillt, aber erfolglos. Die Straubinger bleiben damit oben dran und festigen ihre Play-Off Ambitionen. Der 4. Sieg in Folge für die Tigers, er war auch ein Verdienst von Keeper Tyler Parks, wie sein Kollege Sandro Schönberger herausstellt: „Wir können uns heute bei unserem Torwart bedanken. Wir haben wirklich kein gutes Heimspiel abgeliefert. Wir haben Augsburg viel zu viele Chancen gegeben. Das war ein richtiger Arbeitssieg. Den Sieg gönnen wir ganz allein unserem Keeper.“

Die Panther bleiben damit im Tabellenkeller und haben immer noch einige Spiele nachzuholen. Der Kapitän, Braden Lamb, der sein 400. Spiel für die Panther in der DEL macht, bemängelte das Powerplay: „Wir haben einfach nicht genug Chancen kreiert, besonders während dem Powerplay. Wir hatten gute Möglichkeiten während des Spiels, ein Pfostenschuss und eine gute Parade, aber insgesamt hat unser Powerplay nicht dazu geführt, dass wir das Momentum auf unserer Seite hatten und ein Tor schießen konnten.“ Außerdem unterstreicht er nochmal seine Zuneigung zu Augsburg: „Ich liebe Augsburg. Das ist kein großes Geheimnis. Die Fans sind unglaublich und wir werden als Spieler gut behandelt. Ich kann wirklich nicht mehr verlangen.“

Nürnberg Ice Tigers – Düsseldorfer EG 1:2

Die Nürnberg Ice Tigers verlieren auch das 4. Spiel in der Saison gegen die Düsseldorfer EG. Dadurch rutschen die Nürnberger auf den 8. Platz ab, während Düsseldorf weiterhin auf Platz 9 steht. Immerhin können sich die Fans der Ice Tigers über die Vertragsverlängerung von Topscorer Tyler Sheehy bis 2023 freuen. Er sagt zu seiner Verlängerung: „Es gefällt mir hier sehr gut. Wir konnten die meiste Zeit des Jahres nicht vor den Fans spielen, aber das Stadion ist fantastisch. Besonders, wenn eben die Fans da sind. Dann wird es richtig laut und es macht Spaß hier zu spielen. Das Team und die Coaches sind großartig. Ich bin einfach sehr glücklich hier zu sein und ich liebe diese Stadt.“
Das bleibt aber der einzige Grund zur Freude, denn Zählbares können die Nürnberger nicht holen. Niklas Treutle ärgert sich nach dem Spiel über die Strafzeiten: „Wir haben viele dummer Strafzeiten genommen. Ich glaube, es gibt so Tage, da geht die Hand vom Schiedsrichter leicht nach oben. Da müssen wir das schlauer machen. Am Ende Respekt für die Mannschaft, wie wir uns im 3. Drittel reingekämpft haben.“ Über die Pause von 11 Tagen zum letzten Spiel aufgrund einer Teamquarantäne, zeigt er sich auch nicht begeistert: „Das ist eine Katastrophe, eine ganze Woche weg vom Eis. Aber ich glaube, dieses Jahr braucht sich keine Mannschaft Ausreden suchen, da das jeder Mannschaft so geht.“

Düsseldorf-Keeper Mirko Pantkowski freut sich über den 4. Sieg in Folge: „Wir haben wieder ein starkes Spiel gezeigt. Obwohl wir wieder einen kleinen Kader haben, machen wir wirklich immer das Beste draus. Wir spielen einfach, schießen Tore und verteidigen hinten gut. So gewinnen wir die Spiele im Moment auch.“

ERC Ingolstadt – Iserlohn Roosters 4:1

Der ERC kann also noch gewinnen. Nach 6 Niederlagen in Serie gelingt der erste Heimsieg seit dem 23.Januar. Damit klettern die Ingolstädter in der Tabelle auf Platz 6. Im 3. Drittel gelang es dem ERC den 0:1-Rückstand mit 2 schnellen Doppelschlägen zu drehen. Für Daniel Pietta fällt der Sieg insgesamt etwas zu hoch aus: „Ganz, ganz wichtiger Sieg. Ich glaube, das Gegentor kurz vor Schluss des 2. Drittels war nicht nötig. Da wurde es dann auch ein bisschen lauter in der Kabine. Wir wussten, dass wir gewinnen müssen nach den 6 Niederlagen zuvor. Heimspiele wollen wir sowieso immer gewinnen. Das war teilweise nicht akzeptabel, was wir die letzten Spiele gezeigt haben. Gerade auch als wir 1:0 zurücklagen, der letzte Pass oder Schuss aufs Tor hat gefehlt. Ansonsten war es ganz okay. Am Ende auch ein verdienter Sieg, vielleicht ein Tor zu hoch.“

Nachdem die Iserlohner nach der Schlusssirene schnell in der Kabine verschwinden, kommt Brandon Defazio vom ERC mit seiner kleinen Tochter auf dem Arm zum Interview: „Das ist mein kleines Mädchen. Sie ist ein bayerisches Mädchen. Sie ist letztes Jahr geboren und 6 Monate alt.“

Kurz darauf kommt der Iserlohner John Broda noch aus der Kabine, um die Fragen doch noch zu beantworten: „Das war eine exakte Kopie unseres letzten Spiels gegen Bietigheim. Wir haben die ersten beiden Drittel gut gespielt und sind mit einer Führung in das letzte Drittel gegangen. Dann haben wir es irgendwie auf die Reihe bekommen, dass wir das Spiel am Ende noch verlieren… Sobald wir das erste Tor bekommen, ist bei jedem erstmal im Kopf ein bisschen was los und wir verfallen in ein Tief. Es ist schwierig zu erklären. Ich weiß es auch nicht.“ Die Roosters stecken somit weiterhin im Abstiegskampf.

Krefeld Pinguine – Fischtown Pinguins Bremerhaven 6:4

Krefelds Co-Trainer Boris Blank – © ISPFD
Foto: ISPFD


Abstiegskampf gegen Play-Offs und die Krefelder holen sich ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf und senden ein Lebenszeichen an die Konkurrenz. Allerdings bleiben die Krefelder weiterhin Tabellenletzter. Die Fischtown Pinguins verpassen somit den Sprung in die Top 6 und bleiben auf dem 7. Platz. Bereits vor dem Spiel kritisierte der Co-Trainer der Krefeld Pinguine, Boris Blank, die Nachholspiele und Absagen, die den Krefeldern jetzt möglicherweise wichtige Punkte kosten: „Das finde ich ein bisschen unfair. Im Januar wurden 6 Spiele abgesagt, wo wir keine Schuld hatten und einen vollen Kader. Jetzt müssen wir die Spiele nachholen und wir haben einen kleinen Kader. Das finde ich nicht sportlich und das muss sich die Liga überlegen, ob das alles so richtig läuft.“

Die 60 Minuten sind besonders von einer turbulenten Schlussphase geprägt, mit insgesamt 4 Toren in den letzten 2 Minuten. Beide Mannschaften treffen jeweils 2 Mal. Nach dem Spiel zeigt sich Maciej Rutkowski zufrieden mit seiner Mannschaft: „Das war eine starke Mannschaftsleistung über 60 Minuten. Wir haben ihnen nicht viele Möglichkeiten gegeben. Die hatten natürlich ein paar Chancen, aber es war alles unter Kontrolle. Das 6:4 sagt nichts über unser Spiel, denke ich.“

Markus Vikingstad erklärt, was die Bremerhavener wieder anders machen müssen, um nach 5 Niederlagen in Folge wieder ein Spiel zu gewinnen: „Wir müssen wieder back to basics. Wir müssen einfacher spielen. Wir haben zu viele Turnover. Ich glaube, wir kreieren viel und können mehr Tore machen, aber die gehen einfach nicht rein. So ist es halt.“

PENNY DEL live bei MagentaSport:
Dienstag, 15.03.2022
Ab 19.15 Uhr live: Augsburger Panther – Eisbären Berlin
EHC Red Bull München – ERC Ingolstadt
Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters
Bietigheim Steelers – Düsseldorfer EG

Mittwoch, 16.03.2022
Ab 19.15 Uhr live: Straubing Tigers – EHC Red Bull München
Augsburger Panther – Pinguins Bremerhaven
Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim
Bietigheim Steelers – Grizzlys Wolfsburg

Freitag, 18.03.2022
Ab 19.00 Uhr live: Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg
Augsburger Panther – Krefeld Pinguine
Düsseldorfer EG – ERC Ingolstadt
Iserlohn Roosters – Schwenninger Wild Wings
Kölner Haie – EHC Red Bull München
Adler Mannheim – Bietigheim Steelers
Straubing Tigers – Pinguins Bremerhaven

Das aktuelle Programm kann hier abgerufen werden: www.magentasport.de/programm

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