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Bayreuth. (PM Tigers) Da Tyler Gron angeschlagen passen musste, rutschte Lillich an die Seite von Davidek und Kolozvary an diesem Abend. Auch wenn die... Bayreuth Tigers feiern Overtime-Sieg in Oberschwaben

An drei Treffern beteiligt: Ville Järveläinen – © by Karo Vögel / Bayreuth Tigers Media

Bayreuth. (PM Tigers) Da Tyler Gron angeschlagen passen musste, rutschte Lillich an die Seite von Davidek und Kolozvary an diesem Abend.

Auch wenn die Tigers mit einem ersten Ausrufezeichen in die Partie starteten, als Järveläinen in der zweiten Spielminute die Latte anvisierte, so gelang nur kurze Zeit später den Gastgebern der erste Treffer, bei welchen man Glück hatte, das dieser Anerkennung fand. Davis wurde kurz vor dem Torraum von einem Towerstars-Akteur mit dem Schläger in die Schlittschuhe geschlagen, der daraufhin den Stand verlor und von dessen Schlittschuhe dann die Scheibe ins Tor fiel. Järveläinen konnte dies später korrigieren, als er im Angriffsdrittel die Scheibe erkämpfte, noch einen Gegner stehen ließ und zum Ausgleich traf. Erneut mit etwas Glück schafften die Towerstars die erneute Führung, nachdem die Tigers in Persona von Järveläinen eine riesen Chance liegen ließen und im Gegenzug Hospelt davon lief und den am langen Pfosten lauernden Henrion fand, der keine Mühe hatte, die Scheibe im Tor unterzubringen. Dem hier zitierten standen in den ersten 20 Minuten allerding etwas glückliche Umstände gegenüber, da Zucker in Minute 14 sowie Minute 20 zwei Mal die Gelegenheit hatte alleine auf Wölfl zuzufahren und sich diese Chancen entgehen ließ.

Meisinger fuhr zum Anfang des Mittelabschnitts ins Drittel, spielte auf den mitgelaufenen Zimmermann, der Langmann zu einem starken Save zwang, was im Gegenzug Wölfl nachmachen musste, der eine Scheibe der Towerstars-Offensive mit starker Reaktion abwehrte. Als kurz darauf Zimmermann abzog, Meisinger die Scheibe abfälschte und diese haarscharf Richtung langen Pfosten flog, verpasste auch noch Schumacher, der nicht ganz ran kam. Dieser Druckphase der Tigers schlossen sich Möglichkeiten von Davis und Järveläinen an, bevor Davis im Slot eine Scheibe in Baseball-Manier zum Ausgleich im Tor unterbringen konnte. Als zwei Minuten später Keller Bindels von den Beinen holte und auf Penalty entschieden wurde, verwandelte der Bayreuther Stürmer diesen zur Führung. Weiter Möglichkeiten der Tigers durch Lillich und Kolozvary blieben ungenutzt. Als kurz vor der Pause Mayer und Meisinger aneinander gerieten, und sich Henrion noch einmischte, gab es Strafen auf beiden Seiten, jedoch zwei Mal auf Seiten der Gastgeber und einmal für Meisinger. Beim anschließenden Bayreuther Powerplay rutschte die Scheibe aus dem Drittel, die Zucker aufnahm, davon lief und per Shorthander den Ausgleich aufs Tableau schrieb.

Schnelle Chancen auf beiden Seiten brachten – weder auf Seiten der Tigers durch Rajala – noch für die Gastgeber durch Czarnik zu Beginn des dritten Drittels Erfolg. Es mussten Überzahlspiele her, damit sichtbar etwas auf die Anzeigentafel geschrieben worden konnte. Zunächst traf Lillich für die Tigers, der einen Querpass von Rajala im Slot verwerten konnte. Keine zwei Minuten später, als Schmitz auf die Strafbank musste, revanchierten sich die Towerstars in Form von Stiefenhofer der einen Schuss von Henrion die entscheidende Richtungsänderung geben konnte. Da beide Teams nichts weiter produktives produzierten, ging es, nachdem man bereits am Donnerstag Extraspielzeit absolvieren musste, in die Overtime, die am heutigen Abend jedoch nach 20 Sekunden beendet war, als Davis ein Zuspiel von Kolozvary zum Siegtreffer verwertete und damit den Zusatzpunkt für die Tiges sicherte.

„Wir waren im ersten Drittel noch gar nicht richtig da. Es sind harte Wochen, für alle Mannschaften. Da funktionieren manchmal die Beine nicht so richtig. Im zweiten Drittel sind wir dann besser ins Spiel gekommen. Im dritten Abschnitt war meines Erachtens Ravensburg etwas besser. Wir waren müde, nervös oder was auch immer. Man muss natürlich aber immer zufrieden sein, wenn man zwei Punkte in Ravensburg mitnimmt.“ Wenn es keine Playdowns oder Pre-Playoffs gibt, kann das Ziel nur Playoffs heißen. Wir sind derzeit nah dran und haben noch fast 20 Spiele vor uns. Man wird sehen, wie die Kräfte reichen aber werden natürlich unser Bestes geben,“ erklärte Coach Kujala kurz nach dem Spiel auf Nachfrage.

„Wir haben einen guten Start gehabt und sind besser in die Partie gekommen als zuletzt. Das erste Drittel war okay, das zweite sehr zerfahren. Im dritten haben wir Moral bewiesen und sind zurückgekommen und einen Punkt geholt. Es war nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten aber ein Kompliment an Bayreuth, die das clever gemacht haben und verdient gewonnen haben,“ so das Fazit von Ravensburgs Coach Marc Vorderbrüggen.

-av-

Ravensburg Towerstars vs. Bayreuth Tigers 4:5 (2:1, 1:2, 1:1/0:1) n. V.
Ravensburg:
Langmann, Schmidt – Seifert, Keller, Kolb, Card, Bergen, Sezemsky – Samanski, Volek, Hinse, Mayer (2), Henrion (2), Hospelt, Hon (2), Dosch, Drews, Czarnik, Stiefenhofer (2), Zucker
Bayreuth: Wölfl, Herden, Zimmermann Nico – Pokovic, Schmitz (2), Davis, Schug, Karlsson, Mannes (2) – Rajala, Davidek, Kolozvary, Järveläinen (2), Meisinger (4), Lillich, Bindels, Zimmermann Tim, Schumacher
Schiedsrichter: Klein, Westrich – Schlotthauer, Schusser
Strafen: Ravensburg: 8 Bayreuth: 10 Powerplay: Ravensburg: 1/4 Bayreuth: 1/3
Torfolge: 1:0 (3.) Stiefenhofer (Volek), 1:1 (9.) Järveläinen, 2:1 (15.) Henrion (Hospelt, Keller), 2:2 (30.) Davis (Järveläinen, Rajala), 2:3 (33.) Bindels (Penalty), 3:3 (20.) Zucker SH, 3:4 (51.) Lillich (Rajala, Jäveläinen) PP1, 4:4 (52.) Stiefenhofer (Henrion, Hospelt) PP1, 4:5 (61.) Davis (Kolozvary)


Spannender Schlagabtausch ohne Happy End

Towerstars – Bayreuth – © Kim Enderle

Ravensburg. (PM Towerstars) Die Ravensburg Towerstars mussten sich am Samstagabend mit einem Zähler zufriedengeben. Sie unterlagen den Bayreuth Tigers mit 4:5, der entscheidende Treffer fiel in der Overtime schon nach 20 Sekunden.

Beide Mannschaften hatten das viel zitierte „anfängliche Abtasten“ definitiv nicht auf der Taktiktafel. Nach 27 Sekunden hatte John Henrion in Zusammenarbeit mit Joshua Samanski die erste Riesenchance auf den ersten Treffer, knapp eine halbe Minute später hämmerte Ville Järvelainen auf der Gegenseite die Scheibe an die Latte. Mit ihrer nächsten Großchance gingen die Oberschwaben dann mit 1:0 in Führung. Daniel Stiefenhofer bediente Kollege Justin Volek im Slot und der mit der Rückhand an Tigers Keeper Marco Wölfl vorbei gespielte Puck wurde von Kurt Davis ins eigene Tor befördert.

Nur eine Minute später bekamen die Towerstars die Möglichkeit, den Vorsprung in numerischer Überzahl zu erhöhen. Die Gäste aus der Wagnerstadt standen aber sehr gut in der eigenen Zone, in den zwei Minuten gab es lediglich eine nennenswerte Möglichkeit durch Joshua Samanski. Danach wirkten die Tigers etwas agiler, spielten die Scheibe schneller durch die neutrale Zone und Towerstars Keeper Jonas Langmann bekam deutlich mehr Arbeit auf sein Gehäuse. Knapp neun Minuten waren gespielt, da war der Ravensburger Keeper allerdings geschlagen. Vor der Ravensburger Bank sprang John Henrion der Puck über die Schlägerkelle, Tobias Schmitz leitete weiter zu Tigers Topscorer Ville Järveläinen und der traf mit einem platzierten Schuss zum 1:1 Ausgleich ins linke Eck.

In der Folgezeit gab es eine Vielzahl an Möglichkeiten auf beiden Seiten, beispielsweise hatte David Zucker in der 13. Minute bei einem Alleingang das 2:1 vor Augen, sein Schlenzer zischte aber über das Tor. Eine halbe Minute später ärgerte sich Ville Järveläinen auf der Gegenseite, dass er den Puck nicht an Jonas Langmann vorbeibrachte. Auch wenn Bayreuth in der Schlussphase des Startabschnitts spritziger wirkte, machten die Towerstars das 2:1. Nach pfeilschnellem Konter fünfeinhalb Minuten vor der ersten Pause passte Kai Hospelt vor das Tor und dort drückte John Henrion den Puck zum 2:1 über die Linie.

Der zweite Spielabschnitt wirkte aufgrund zahlreicher Strafzeiten aus spielerischer Sicht nicht mehr ganz so flüssig, das Spiel blieb deswegen nicht weniger attraktiv. Beide Teams bewiesen viel Zug zum Tor, beide Torhüter standen mehrfach im Brennpunkt. Wenig Abwehrchancen hatte Jonas Langmann jedoch bei der Bayreuther Torchance in der 30. Minute. Ville Järveläinen, unbestrittener Dreh- und Angelpunkt im Angriff der Gäste, setzte sich zunächst hinter dem Tor durch und spielte die Scheibe mit der Rückhand vor das Tor. Dort stand Kurt Davis goldrichtig und das Spiel war wieder ausgeglichen. Bei den Towerstars war jetzt ein deutlicher Durchhänger sichtbar und das hatte Folgen. In der 33. Minute konnte Tigers Stürmer Dani Bindels bei einem Alleingang nur durch ein Foul gestoppt werden, den fälligen Penalty verwandelte Dominik Meisinger dann trocken mit der Rückhand ins links Kreuzeck zur 2:3 Gäste-Führung.

In der Schlussphase des zweiten Drittels drohte den Towerstars, dass die Partie noch deutlicher in Richtung des Gegners kippte. Nach einem kurzen Scharmützel hinter dem Ravensburger Tor gingen die Towerstars nach durchaus umstrittener Entscheidung der Unparteiischen mit einer numerischen Unterzahl heraus, David Zucker ließ diesen Umstand aber schnell vergessen. Er konnte 47 Sekunden vor der zweiten Pause völlig frei auf Marco Wölfl ziehen und diesmal blieb der Ravensburger Stürmer Sieger. Drei Sekunden vor der zweiten Pause hatte Yannick Drews sogar noch die Riesenchance auf das 4:3.

Der Schlussabschnitt nahm dann einen ausgeglichenen und spannenden Verlauf. Robbie Czarnik scheitere zwischen der 43. und 45. Minute gleich zweimal an Marco Wölfl, effektiver war Markus Lillich in der 51. Minute. Die Tigers konnten ein Powerplay aufziehen, den scharfen Pass von Juuso Rajala lenkte Markus Lillich vor dem Torraum zum 3:4 ins Netz. Die Antwort der Towerstars folgte auf dem Fuß, konkret 83 Sekunden später. Ein Tigers-Akteur saß auf der Strafbank, ein Schlagschuss von John Henrion fälschte Daniel Stiefenhofer vor dem Tor noch leicht ab und der 4:4 Ausgleich war perfekt. In den verbleibenden acht Minuten passierte dann nichts mehr, die Punkte wurden also geteilt.

Die Frage, wer sich in der Verlängerung den Zusatzpunkt schnappen würde, war schon nach 20 Sekunden beantwortet. Robbie Czarnik konnte die Scheibe in der gegnerischen Zone nicht unter Kontrolle halten, dann ging alles ganz schnell. Ivan Kolozvary spielte einen präzisen Pass in den Rückraum und Kurt Davis hatte alle Zeit der Welt, auf dem Weg zum entscheidenden 4:5 genau Maß zu nehmen.

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