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Genau 48 Stunden konnte der VfE Ulm/Neu-Ulm den EHC Königsbrunn ärgern und ein drittes Spiel erzwingen, am Ende war es dann doch eine klare... Bayernliga: EHC Königsbrunn schießt sich ins Halbfinale

Nach dem Spiel wurden die Königsbrunner Spieler von den zahlreichen Fans gefeiert – © DIZ-PIX Dietmar Ziegler

Genau 48 Stunden konnte der VfE Ulm/Neu-Ulm den EHC Königsbrunn ärgern und ein drittes Spiel erzwingen, am Ende war es dann doch eine klare Angelegenheit.

Mit 9:1 lieferten die Brunnenstädter eine höllisch gute Leistung ab und schickten die Devils mit einer deftigen Packung in die Sommerpause, am Freitag geht es für den EHC dann im Halbfinale gegen den TSV Peißenberg weiter.

Ulm war mit 18 Feldspielern angetreten, Königsbrunn startete mit 17. Allerdings füllt sich aktuell wieder das Lazarett des EHC. Mit Peter Brückner, Michael Rudolph, Leon Steinberger und Jeffrey Szwez fehlten der Mannschaft neben dem Langzeitverletzten Alexander Strehler wieder einige Leistungsträger. Im Tor der Brunnenstädter stand von Beginn an Stefan Vajs.

Der EHC startete stark in die Partie, es dauerte gerade mal 18 Sekunden, bis die zahlreichen Königsbrunner Zuschauer ein erstes Mal jubeln durften. Gleich der erste Schuss aufs Tor zappelte im Netz der Gäste, Gustav Veisert zog einfach mal von der blauen Linie zum 1:0 ab. Ulm zeigte sich unbeeindruckt und agierte aggressiv, doch der EHC hielt gut dagegen und störte ebenfalls früh. Auch in der Offensive zeigten die Königsbrunner viel Biss und gaben keine Scheibe verloren, das sollte sich auszahlen. Nach Scheibenverlust der Gäste im eigenen Drittel schlug die erste Reihe der Brunnenstädter zu und erhöhte durch Marco Sternheimer gnadenlos zum 2:0. Doch es kam noch schlimmer für die Devils, nur Sekunden später verwandelte Dennis Tausend einen Abpraller zum 3:0, Gästecoach Martin Jainz nahm sofort eine Auszeit, um noch Schlimmeres zu verhindern. Königsbrunn blieb aber am Drücker und erzielte in 16. Spielminute und Überzahl das 4:0, Viktor Shakhvorostov schnappte sich in der neutralen Zone den Puck, tankte sich mit viel Tempo durch und netzte in den Giebel ein. Nur zwei Minuten später legte er dann nach einem schön ausgespielten Konter erneut mit viel Speed das 5:0 nach, die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste waren nun restlos bedient. Die heimischen Fans feierten den EHC schon mit Standing Ovations, da kam es nach einer Rangelei beim Bully erneut noch schlimmer für die Gäste. Die Schiedsrichter schickten den Ulmer Leistungsträger Martin Podešva zunächst auf die Bank, dieser fühlte sich benachteiligt und geriet in Rage. Nach mehrfachen Reklamierens und Gestikulierens wurde er vorzeitig zum Duschen geschickt, für ihn war die Partie gelaufen. Bis zur Pause fielen dann keine weiteren Treffer mehr.

Im zweiten Spielabschnitt starteten die Brunnenstädter erneut energisch und zielstrebig, der EHC erarbeitete sich einige gute Chancen, konnte diese aber zunächst nicht verwerten. In der 29. Spielminute fiel dann aber doch das 6:0, nach einem Konter bediente Toms Prokopovics mit einem feinen Querpass Viktor Shakhvorostov, der dann eiskalt einschoss. Ein Hattrick war dem Russen aber nicht gut genug, denn nur drei Minuten später traf er dann sogar noch ein viertes Mal. Im gegnerischen Drittel stibitzte er sich einfach die Scheibe und netzte zum 7:0 ein. Ulms Goalie Heckenberger ging danach entnervt vom Eis und ließ sich auswechseln, bis zur letzten Pause fielen dann aber keine weiteren Treffer mehr, was aber eher der Tatsache geschuldet war, dass der EHC nicht mehr in letzter Konsequenz den Torerfolg suchte.

Auch im letzten Drittel gaben die Devils nicht auf und drängten auf den ersten Treffer, doch der EHC verwaltete nun die komfortable Führung. Mit zwei Treffern durch Dennis Tausend und Max Lukes schraubten die Königsbrunner das Ergebnis sogar noch auf 9:0 hoch, ehe die Gäste in der 50. Spielminute doch noch zum ersehnten Anschlusstor kamen, der von den gegnerischen Fans wie ein Siegtreffer bejubelt wurde. EHC-Goalie Stefan Vajs, der bis dahin wieder mal eine bärenstarke Partie zeigte, hatte bei dem abgefälschten Schuss keine Chance. Mehr Tore bekamen die Zuschauer nicht mehr zu sehen, das Spiel war längst entschieden. Am Ende siegt der EHC hochverdient über die Devils, die zumindest kämpferisch überzeugen konnten.

EHC-Coach Bobby Linke war nach der Partie voll des Lobes für sein Team: „In Ulm haben wir zu viel liegen gelassen, da wurden wir von den Devils für unsere Fahrlässigkeit bestraft. Wir wollten heute zeigen, dass wir es besser können, das hat die Mannschaft im ersten Drittel unglaublich gut gemacht und mit 13 Torschüssen fünf Treffer erzielt. Die Jungs waren effektiv, zielstrebig und sehr gut im Forechecking. Nach einem Fünf zu Null war es dann natürlich leichter zu spielen. Danach haben wir defensiver agiert und sind stabiler gestanden. Wir haben dann auf Kon,ter gelauert, was ja auch gut funktioniert hat. Ich kann heute nur den Hut vor meiner Mannschaft ziehen, sie hat in jedem Drittel genau das umgesetzt, was wir gebraucht haben. Deswegen bin ich stolz auf meine Jungs. Morgen gibt es erstmal Regenerationstraining, am Donnerstag werden wir uns auf den neuen Gegner einstellen.“

Tore: 1:0 Veisert (Sternheimer) (1.), 2:0 Sternheimer (Bullnheimer, Lukes) (11.), 3:0 Tausend (Baur, Farny) (11.), 4:0 Shakhvorostov (Veisert, Farny) (16.), 5:0 Shakhvorostov (Beslic, Prokopovics) (18.), 6:0 Shakhvorostov (Prokopovics) (29.), 7:0 Shakhvorostov (32.), 8:0 Tausend (Becher, Häckelsmiller) (43.), 9:0 Lukes (Bullnheimer, Veisert) (46.), 9:1 Mikulic (Tischendorf) (50.)

Strafminuten: EHC Königsbrunn 18 VfE Ulm/Neu-Ulm 36
Zuschauer: 855

Am Freitag steht ab 20 Uhr das erste von fünf möglichen Halbfinalspielen gegen den Vorrunden-Primus TSV Peißenberg an, wer drei Partien gewinnt steht dann im Finale. Der EHC Königsbrunn weist darauf hin, dass Dauerkarten, bis auf VIP-Karten, ab sofort keine Gültigkeit mehr haben. Dauerkarteninhaber haben jedoch garantiertes Zugangsrecht, auch an der Abendkasse und erhalten einen vergünstigten Eintrittspreis. Es gibt einen Vorverkauf in der Geschäftsstelle und auf der Homepage des Vereins. Aufgrund der bisher schon online verkauften Karten und des dadurch erwartet hohen Besucherandrangs bittet der EHC um frühzeitiges Erscheinen. Die Spiele gegen Peißenberg werden auch als Stream kostenpflichtig per sprade.tv angeboten, mehr Informationen dazu gibt es auf den Webseiten der Vereine zu finden.


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