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Neuwied. (PM EHC) Dieses schrille Scheppern von Hartgummi an Eisen klingt Dustin Schneider, Tim Vogel und Sven Asbach womöglich noch jetzt in den Ohren.... Bären verwalten den souveränen Heimsieg

Knut Apel (im blauen Trikot) und die Bären besiegten den ESV Bergisch Gladbach mit 4:1. – © EHC Media/PR

Neuwied. (PM EHC) Dieses schrille Scheppern von Hartgummi an Eisen klingt Dustin Schneider, Tim Vogel und Sven Asbach womöglich noch jetzt in den Ohren.

Die dritte Angriffsreihe des EHC „Die Bären“ 2016 hätte mit ihrem Wechsel kurz vor dem Ende des ersten Drittels problemlos jeden Pfosten- beziehungsweise Lattentreffen-Contest für sich entschieden. Viermal setzten sie und Maximilian Rieger den Puck innerhalb von rund zwei Minuten an das gegnerische Torgestänge. Diese Phase findet ihren Stammplatz im Kuriositäten-Best-of. Die junge Garde schnürte die Gäste aus Bergisch Gladbach im eigenen Drittel ein, aber gleichzeitig machte dieser Wechsel auch deutlich, was Trainer Leos Sulak nach dem Ende der Regionalliga-Partie seiner am Ende mit 4:1 (1:0; 2:0; 1:1) siegreichen Neuwieder Bären gegen die Realstars auszusetzen hatte: „Ich kann der Mannschaft eigentlich nur die Chancenverwertung vorwerfen. Dass das heutige Spiel nicht so einfach wird wie das am ersten Spieltag, war klar.“ Die Gastgeber mussten einmal mehr auf etliche Spieler verzichten. Alexander Zaslavski, Daniel Pering, Tobias Etzel, Sven Schlicht und Kirill Litvinov fehlten, sodass Sulak seinen Plan mit vier Sturmreihen anzutreten ad acta legen musste. Kräfteverteilung hätte hoch im Kurs gestanden, weil mit der Inter-Regio-Cup-Partie im niederländischen Limburg und dem Ligaspiel in Lauterbach innerhalb der nächsten 48 Stunden noch zwei weitere Partie warten sollten. „Wir haben uns heute etwas mehr zurückgezogen und abwartend gespielt, um Kräfte zu sparen“, erklärte der EHC-Trainer seine Strategie.

Trotzdem boten sich den Bären Tormöglichkeiten in Hülle und Fülle. Wie beschrieben stand dem EHC viermal der Torrahmen im Weg, und Bergisch Gladbachs Torhüter Felix Köllejan lief bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte zur Höchstform auf. Ohne den Ex-Neuwieder hätten die Gastgeber möglicherweise zweistellig gewonnen gegen den Tabellenletzten, der vor einer Woche überraschend gegen Dortmund mit 6:5 gewonnen hatte, in Neuwied aber in allen Belangen die unterlegene Mannschaft war. Gästetrainer Thomas Schmitz stand bei der Pressekonferenz der Sinn nach etwas rosa-roter Perspektive: „Die Mannschaft hat die Vorgaben bis auf drei Fehler, die uns die Tore kosteten, sehr gut umgesetzt. In dieser Liga werden Kleinigkeiten bestraft.“ Achso. Dass die Bären zum Teil nach Bergisch Gladbacher Fehlpässen und Scheibenverlusten gefühlt ein Dutzend an Großchancen vergaben, war Schmitz offenbar entgangen.

In der fünften Minute nutzten die Gastgeber das erste Überzahlspiel der Partie aus. Bergisch Gladbachs US-Amerikaner Stanley Jatczak, ein ständiger Anstifter und immer mittendrin, wenn es auf dem Eis rudelig wurde, hatte seinem Team mit einem Stockcheck gegen Thorben Beeg nach einer Spielunterbrechung einen Bärendienst erwiesen. Beeg fand die richtige Antwort, indem er Alexander Spisters Schuss abfälschte. Das Kuriose am weiteren Spielverlauf: Es blieb trotz der klaren EHC-Dominanz bis zur 38. Minute beim knappen Ergebnis. Dann klingelte es innerhalb von 15 Sekunden zweimal in Köllejans Kasten. Marco Bozzo per Alleingang und Thorben Beeg im Nachsetzen erhöhten auf 3:0.

Dieses Zwischenergebnis war die Vorlage für die Sulak-Mannschaft, in den Verwaltungsmodus zurückzuschlagen. Die beiden nächsten schweren Aufgaben verlangen schließlich eine ausgewogene Belastungssteuerung. Bergisch Gladbach kam folglich häufiger zum Abschluss. Jendrik Allendorf, der erstmals in dieser Saison im Bären-Tor stand, parierte stark gegen Sebastian Brockelt und Stanley Jatczak. Nur einmal musste sich der 24-Jährige geschlagen geben, als Tim Dreschmann mit einem Steilpass bedient von der Neuwieder Hintermannschaft aus den Augen verloren wurde und zum 1:3 aus Sicht der Gäste verwandelte (48.). Jatczak hätte kurz darauf treffen können und müssen, um den Realstars noch eine Chance zu geben. Er traf nicht, dafür aber ein Ex-Bergisch Gladbacher: Alexander Spister erzielte in der 58. Minute das Tor zum 4:1-Endstand.

Neuwied: Allendorf – Beeg, D. Schlicht, Klyuyev, Rieger, Hofschen – Vogel, Bozzo, S. Asbach, Applhans, Spister, Apel, B. Asbach, Sperling, Schneider, Smith.
Bergisch Gladbach: Köllejan – Kulik, Wurtinger, Berk, Schulze – Sturmberg, Jatczak, Schmitz, Eichler, Dreschmann, Rautenberg, Erhardt, Kuszka, Brockelt.
Schiedsrichter: Daniel Melcher.
Zuschauer: 671.
Strafminuten: 6:6 + Disziplinarstrafe gegen Dreschmann.
Tore: 1:0 Thorben Beeg (Spister, Bozzo) 5‘, 2:0 Marco Bozzo 33‘, 3:0 Thorben Beeg (Sperling, Spister) 33‘, 3:1 Tim Dreschmann (Brockelt) 48‘, 4:1 Alexander Spister (B. Asbach, D. Schlicht) 58‘.

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