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Neuwied. (PM EHC) „Oh, wie ist das schön!“ Zwei Minuten war die Schlusssirene noch entfernt, da machten die Fans mit ihren Gesängen deutlich, wie... Bären beherrschen den Tabellenführer

Jan Guryca – © Sportfoto-Sale (DR)

Neuwied. (PM EHC) „Oh, wie ist das schön!“ Zwei Minuten war die Schlusssirene noch entfernt, da machten die Fans mit ihren Gesängen deutlich, wie die Leistung des EHC „Die Bären“ 2016 bei ihnen ankam.

Neuwied gewann das Regionalliga-Spitzenspiel gegen die Ratinger Ice Aliens mit 5:1 (2:0; 1:0; 2:1) und rückte den Gästen somit bis auf einen Zähler auf die Pelle.

Die Gastgeber erreichten im ersten Abschnitt noch nicht das Level, das sie in den beiden Inter-Regio-Cup-Partien gegen Limburg-Geleen und Heerenveen aufs Eis gebracht hatten. „Ich habe am Freitag den Mund etwas voll genommen, als ich sagte, dass wir auch gegen Ratingen gewinnen dürften, wenn wir an die Leistung aus dem Heerenveen-Spiel anknüpfen. Ich hatte nach 20 Minuten Befürchtungen, dass wir es nicht schaffen“, gab EHC-Trainer Leos Sulak später zu. „Wir konnten uns bei Jan Guryca bedanken, dass wir führten.“ Der erste Schuss, der einem Rückstand am nächsten kam, war der von Dennis Fischbuch. Ratingens Routinier traf nach zehn Minuten den Pfosten. Die Gastgeber hatten nur wenige Phasen, in denen sie Druck machten. Die erste führte gleich zum 1:0 durch Marco Bozzo (13.). 31 Sekunden vor der ersten Sirene verbesserte Thorben Beeg die Ausgangsposition weiter. Das täuschte nicht darüber hinweg, dass Sulak für den zweiten Durchgang eine Steigerung verlangte und diese auch bekam.

Neuwied dominierte und ließ die Aliens nicht zur Entfaltung kommen. „Wir hatten einen Haufen Chancen“, merkte der Bären-Trainer an. Zunächst änderte jedoch lediglich eine Möglichkeit etwas am Ergebnis. Jeff Smith erhöhte auf 3:0 (26.). Der EHC-Kapitän und Thorben Beeg hätten die Partie danach bereits entscheiden können. Auch wenn Ratingen mit dem 0:1-Verlust des Mitteldrittels gut bedient war, sprach alles für die Gastgeber. Zu deutlich drückten sie dem Topspiel ihren Stempel auf. „Unser Vorhaben sah dann vor, nicht mehr viel zuzulassen. Das ist uns in den letzten 20 Minuten gut gelungen“, so Sulak. Nach Bozzo und Smith trug sich mit Tobias Etzel auch der dritte Spieler aus Neuwieds Paradeformation in die Torschützenliste ein (47.). Aber auch Reihe zwei kann sich mit ihren Scoring-Qualitäten sehen lassen. So setzte Janeck Sperling den Schlusspunkt zum 5:1-Endstand (55.). 5:1, weil Stefan Traut in der 51. Minute einen Schuss des Ex-Neuwieders Kevin Wilson ablenkte und Ergebniskosmetik für die Gäste betrieb.

„Wir haben das Spiel in der Defensive verloren. Hier konnten wir die Ausfälle unserer Top-Verteidiger nicht kompensieren“, sagte Gästetrainer Frank Gentges. „Wenn wir gegen Neuwied gewinnen wollen, muss alles passen. Das war heute nicht der Fall.“

Neuwied: Guryca – Beeg, Klyuyev, Rieger, Hofschen, Pering, D. Schlicht – Apel, S. Asbach, Schneider, Spister, Appelhans, Bozzo, Smith, Vogel, B. Asbach, Etzel, Sperling.
Ratingen: Schaffrath – Pricken, Fischer, Clemens, Scharfenort, Evertz, Marten, Gärtner – Gorski, Schönfeld, Fischbuch, Tim Brazda, Hanke, Wilson, Laschitzky, Bleyer, Hodi, Westerkamp, Tobias Brazda.
Schiedsrichter: Daniel Melcher.
Zuschauer: 853.
Strafminuten: 6:4.
Tore: 1:0 Marco Bozzo (Etzel, D. Schlicht) 13‘, 2:0 Thorben Beeg (Sperling, Appelhans) 20‘, 3:0 Jeff Smith (Bozzo, D. Schlicht) 24‘, 4:0 Tobias Etzel (Bozzo, Pering) 47‘, 4:1 Stefan Traut (Wilson) 51‘, 5:1 Janeck Sperling (Schneider, Appelhans) 55‘.

Bären finden die richtige Balance

Sie sind läuferisch verdammt gut dabei, die Unis Flyers Heerenveen. Er ist spielerisch und körperlich eine Hausnummer, der Tabellenzweite der Bene-League. Aber wer im Sport als Team ganz eng zusammenrückt und voller Leidenschaft steckt, kann auch einen Gegner bezwingen, der vielleicht die bessere Mannschaft ist. Neuntes Spiele saisonübergreifend für den EHC „Die Bären“ 2016 im Inter-Regio-Cup, achter Sieg: Die Bären haben wie bereits gegen die Snackpoint Eaters Limburg-Geleen auch gegen Heerenveen einen starken Eindruck hinterlassen und ihr heimischen Icehouse mit 4:2 (0:0; 3:1; 1:1) gewonnen. „Wir haben gegen einen sehr starken Gegner ein super Spiel gesehen“, fasste Neuwieds Trainer Leos Sulak den Abend vor 559 Zuschauern zusammen. Und, das machte den gutklassigen Eishockeyabend rund: Hauptschiedsrichter Elia Schwebius lieferte eine der besten Schiedsrichterleistungen in den zurückliegenden Jahren im Icehouse ab.

Die Bären, ohne Jendrik Allendorf, Sven Schlicht, Tobias Etzel, Alexander Zaslavski und Kirill Litvinov, sahen sich zunächst einmal in der Defensive. Nach einem führen EHC-Powerplay übernahmen die Flyers die Initiative. Sie suchten eifrig den Abschluss, ganz große Möglichkeiten blieben aber die Ausnahme. „Jan Guryca hat uns im Spiel gehalten“, schickte Sulak Dankesworte in Richtung seines Torhüters. Die Bären offenbarten zwar hier und da Probleme im Spielaufbau, behielten in der defensiven Zone aber gut die Ordnung und vor dem eigenen Tor die Kontrolle über die Gegenspieler. Mit überfallartigen Kontern setzten die Deichstädter immer wieder Nadelstiche. So zum Beispiel in der 19. Minute, als Jeff Smith davonzog, aber an Almer de Boer scheiterte.

Auch nach der Pause war Sulaks Team zunächst hinten gefordert. Die Kontertaktik erweis sich im Mittelabschnitt als probates Rezept. Heerenveen hatte große Schwierigkeiten, wenn Marco Bozzo den Turbo zündete. In der 24. und 28. Minute blieb dem US-Amerikaner der Führungstreffer verwehrt. Diesen erzielte Björn Asbach kurz nach dem Ablauf einer Strafzeit gegen die Niederländer. Asbach fälschte mit der Kelle einen Schuss von Dennis Appelhans zum 1:0 ab (30.). Neuwied spürte nun, dass die Gäste wanken und schlug gnadenlos zu. Ein zweites Mal durch Jeff Smith (33.), ein drittes Mal durch Dennis Schlicht (35.) – jeweils nach Vorlage von Bozzo. „Wir haben das Spiel in vier Minuten verloren“, sagte Gästetrainer Michael Nason, der nach dem Neuwieder 3:0 ein Zeichen setzen musste und seine Mannschaft in der Auszeit wachrüttelte. Nur 66 Sekunden später hatte dann auch Jan Guryca das Nachsehen. Henri Ruotsalainen, in der Saison 2020/21 bei den Füchsen Duisburg in der Oberliga unter Vertrag, zeigte, warum er der beste Scorer seiner Mannschaft und zweitbester der Bene-League ist. Der Finne schoss zum 1:3 aus Heerenveen-Sicht ein (37.).

Michael Nason sollte später sagen, dass seine Mannschaft im dritten Drittel seine beste Leistung zeigte. Es spricht für die Bären, dass sie sich den Vorsprung trotzdem nicht mehr nehmen ließen. Jeff Smith brachte eine starke Kombination in Überzahl erfolgreich zu Ende (48.). Der EHC traf erneut in einer wichtigen Phase. Die Niederländer stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Mehr als der zweite Treffer von Ruotsalainen (50.) und ein Schuss von Trevor Hunt an den Pfosten (57.) ergab sich während der Schlussoffensive nicht mehr.

Neuwied: Guryca – Pering, Beeg, D. Schlicht, Klyuyev, Rieger, Hofschen – Vogel, Bozzo, S. Asbach, Appelhans, Spister, Apel, B. Asbach, Sperling, Schneider, Smith.
Heerenveen: de Boer – Bruijn, Welles, van Baarsen, van Elten, Hunt, V. Nordemann, Doops – J. Nordemann, Vosmer, Copier, Ruotsalainen, Nikkilä, Gerritsen, Speel, Collard, Sikma.
Schiedsrichter: Elia Schwebius.
Zuschauer: 559.
Strafminuten: 8:8.
Tore: 1:0 Björn Asbach (Appelhans, Pering) 30’, 2:0 Jeff Smith (Bozzo) 33‘, 3:0 Dennis Schlicht (Bozzo, Spister) 35‘, 3:1 Henri Ruotsolainen (Hunt, J. Nordemann) 37‘, 4:1 Jeff Smith (Bozzo, Spister) 48‘, 4:2 Henri Ruotsolainen (Collard, J. Nordemann) 50‘.

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