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Bad Tölz. (PM Löwen) Lange sah es aus, als würde sich die negative Heimserie der Tölzer Löwen fortführen. Im Schlussdrittel nahm Markus Eberhardt die... Bad Tölz: Wichtiger Heimsieg bei Hertel-Debüt

© Tölzer Löwen Media/PR

Bad Tölz. (PM Löwen) Lange sah es aus, als würde sich die negative Heimserie der Tölzer Löwen fortführen.

Im Schlussdrittel nahm Markus Eberhardt die offensive Verantwortung dann auf seine Schultern und war maßgeblich an Anschluss und Ausgleich beteiligt. So stand am Ende ein 4:3-Sieg.

Es war ein Spiel, das über die gesamte Strecke ein Chancenplus auf Löwenseite verbuchen konnte. Allein Tyler McNeely und Grant Besse vergaben je drei absolute Großchancen. Letzterer auch die erste der Partie. Nach zehn Minuten der defensiven Sortierung waren die Löwen gerade einmal vier Sekunden in Überzahl, als Besse frei vor dem leeren Tor nur den linken Pfosten traf. Danach spielten auch die Weißwasseraner offensiv mit. Bei ihnen war nichts von Müdigkeit und Busbeinen zu sehen. Gerade die Paradereihe um Quenneville, Garlent und Breitkreuz nahm viele Minuten Eiszeit. Aufs Scoreboard schaffte es aber vorerst nur Hunter Garlent – und auch er erst im zweiten Drittel. Ein Wechselfehler der Löwen war vorausgegangen, als Jens Baxmann seinen kanadischen Teamkollegen auf dem linken Flügel entwischen sah. Dieser fuhr mit Richie Mueller einen Konter, der einzig verbleibende Löwe Dominic Bohac konnte den Einschlag nicht mehr verhindern. Damit war auch Jimmy Hertel erstmals geschlagen. Der neue Goalie wusste sich mehrfach auszuzeichnen, hatte eine Big Save und machte insgesamt einen sicheren Eindruck. Ein zweites Mal wurde er im Mittelabschnitt dennoch überwunden. Beim One-Timer von Arttu Rämö war der Schlussmann aber machtlos. “Zuhause war es in letzter Zeit wirklich schwer”, gab Kevin Gaudet nach dem Spiel zu Protokoll. “Es freut mich, dass wir nicht aufgegeben haben.” Durch das permanente Anrennen schafften es die Buam im Schlussdrittel dann endlich die Wand namens Tobias Ancicka im Füchsetor zu überwinden. Bis zur 47.Minute hielt sich der junge Förderlizenz-Goalie der Eisbären Berlin schadlos. Dann nahm Markus Eberhardt einen Schuss, den Thomas Brandl noch entscheidend abfälschte.

Der Bann war gebrochen und Eberhardt war es auch, der am zweiten Tor Aktien hatte. Schon Philipp Schlager hatte in Überzahl eine gute Chance, den Abpraller hämmerte dann Eberhardt zum 2:2-Ausgleich über die Linie. In der Folge rannten die Buam weiter an, waren aber auch wieder mehr auf die Defensive fokussiert. Es galt den nächsten Fehler zu vermeiden. Der ging zunächst dennoch auf das Konto der Löwen. Jens Baxmann konnte zum vermeintlichen 2:3 einschießen. Zunächst wurde vermutet, dass die Scheibe nur an die Latte knallte, ein Videostudium bewies aber, dass der Puck vom hinteren Torgestänge wieder heraussprang. So war der allgemeine Tenor, dass das Tor zählen würde, doch die Schiedsrichter entschieden auf Torhüterbehinderung, nachdem Ian Brady von einem Weißwasseraner in den eigenen Goalie geschubst wurde. “Gott sei Dank hatten wir am Ende ein bisschen Glück. Einen größeren Sieg können wir im Moment nicht feiern”, so Gaudet. In Minute 58 tankte sich dann Kapitän Schlager direkt vom selbst gespielten Bully durch und kam im Slot frei zum Schuss, der im Kreuzeck landete. Eine Willensleistung des Löwen-Anführers, die von Grant Besses Empty-Netter versüßt wurde. Jens Baxmann 3:4 kam 13 Sekunden vor der Sirene zu spät für die Aufholjagd.

Nach dem Spiel fuhren die Löwen noch zwei Ehrenrunden mit einem Banner, das sich für die Unterstützung der treuen Löwenfans, die letzte Saison auf die Rückzahlung ihrer Dauerkarten-Gelder verzichtet haben, bedankte. Die im Spiel getragenen Trikots wurden verlost und direkt in die Hände der anwesenden glücklichen Gewinner*innen übergeben. Alles in allem ein gelungener Abend für die Löwen – zumindest ab Drittel Nummer drei.

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