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Bad Nauheim. (PM) Erste Niederlage im fünften Vorbereitungsspiel: mit 3:4 (1:0, 1:3, 1:1) verloren heute Abend die Roten Teufel ihr Heimspiel gegen den Ligakonkurrenten...
Petri Kujala (Trainer Rote Teufel Bad Nauheim- © A. Chuc

Petri Kujala (Trainer Rote Teufel Bad Nauheim- © A. Chuc

Bad Nauheim. (PM) Erste Niederlage im fünften Vorbereitungsspiel: mit 3:4 (1:0, 1:3, 1:1) verloren heute Abend die Roten Teufel ihr Heimspiel gegen den Ligakonkurrenten aus Dresden, der sich unter dem Strich zwar nicht wesentlich besser – am Ende aber einfach effektiver und kaltschnäuziger zeigte, während die Kurstädter viele kleine Fehler in ihrem Spiel hatten. Sollten diese in den nächsten Tagen und Wochen ausgemerzt und das Engagement und der Einsatz beibehalten werden, so dürfte man pünktlich zum Rundenstart am 11. September optimal vorbereitet in die Saison gehen.

Die Hausherren traten zunächst mit denselben Formationen wie am Freitag beim 2:1-Heimsieg n.P. gegen Heilbronn an (Joel Keussen fehlte erneut krankheitsbedingt) und diese zeigten durch die Bank weg eine deutliche Leistungssteigerung. Es war ein engagiertes erstes Drittel der Kurstädter gegen leicht ersatzgeschwächte Dresdner, bei denen neben Marcel Rodman auch der Ex-Teufel Max Campbell fehlte. Dennoch lieferten sich beide Teams einen interessanten Kampf und neutralisierten sich zunächst mehr oder minder gegenseitig. Erst ab der 10. Minute bekamen die Hessen das Heft langsam aber sicher in die Hand und durch zwei Mal Dineen sowie einmal Baum zu drei aussichtsreichen Möglichkeiten. Aber auch Dresden agierte nun mehr nach vorne und hatte durch den freistehenden Filin seine beste Chance, als Rämö, der heute 60 Minuten lang das EC-Tor hütete,[nbsp] mit stoischer Ruhe zur Stelle war. Als die Eislöwen ihr erstes Überzahlspiel hatten und zu weit aufgerückt waren, nutzte Diego Hofland mit einem Break den sich bietenden Raum in eiskalter Manier zur verdienten 1:0-Führung. Der Neuzugang hatte seinerseits im Powerplay in der 18. Minute gar das 2:0 auf dem Schläger, doch der Schuss ging knapp über das Gehäuse, so dass die Eislöwen mit dem Spielstand nach 20 Minuten insgesamt gut bedient waren. Einzig die Genauigkeit in den sich bietenden Torchancen war bei den Hausherren zu bemängeln – jedoch sind genau hierfür die Vorbereitungsspiele da, um dieses für die Zukunft abzustellen.

Allerdings machten dies die Gäste ihrerseits im Mittelabschnitt besser: nur 73 Sekunden waren gespielt, da nutzte Filin einen Fehler im Aufbauspiel der Roten Teufel zum 1:1-Ausgleich, der den Eislöwen sichtlich Auftrieb gab. Zwar waren die Spielanteile weiterhin auf Seiten der Hessen, die sich allerdings immer wieder an der gut gestaffelten Gäste-Abwehr festbissen. Einzig im Powerplay konnte Johansson zwei Mal Marvin Cüpper im Kasten der Dresdner prüfen, der jeweils mit den Schonern zur Stelle war. Die Sachsen spielten clever von hinten heraus und kamen mit dieser Methode zur Führung durch Harrison Reed, dem Patrick Baum gar das 1:3 folgen ließ. Beide Male wurde das Hartgummi schnell von hinten nach vorne getragen und anschließend perfekt abgeschlossen. Die Roten Teufel kamen aber noch einmal: 22 Sekunden vor der zweiten Sirene schloss Nick Dineen einen sehr sehenswerten Spielzug der ersten Reihe zum 2:3-Anschlusstreffer ab, als endlich mal genau und direkt gespielt wurde. Denn nach wie vor waren einfach zuviele Abspielfehler und Ungenauigkeiten im Spiel der Roten Teufel, die nach diesem Tor jedoch weiterhin in der Partie blieben.

Und dieser Treffer gab den Hausherren noch einmal Auftrieb: zunächst scheiterte Lange nach einem Break an Cüpper (46.), auch Frosch konnte den Torsteher der Eislöwen drei Minuten später mit einem Onetimer nicht überwinden. Die Roten Teufel wurden ob ihrer Bemühungen schließlich belohnt, als Tim May in der 54.Minute das Hartgummi im Slot stehend behauptete und über die Linie zum verdienten 3:3 drücken konnte. Die Wetterauer wollten nun sichtlich den Sieg und machten einiges an Druck in einem guten und schnellen Spiel, das trotz der Außentemperaturen und dem weichen Eis nichts vermissen ließ. Es war schließlich ein „lucky punch“, der den Sieg für die Eislöwen brachte: In der letzten Spielminute bediente Harrison Reed den mitgelaufenen Patrick Baum mustergültig, so dass dieser mit einer Direktabnahme das 3:4 markierte. Hier zeigte sich der Unterschied an diesem Abend, denn die sehr effektiv agierenden Sachsen spielten ihre Möglichkeiten genau und zielgerichtet aus, während die Hessen trotz der größeren Spielanteile zuviele Ungenauigkeiten in ihrer Partie hatten. Hier gilt es nun in der kommenden Trainingswoche anzusetzen, ehe es am kommenden Wochenende in die letzten beiden Testspiele gegen Kassel geht – übrigens war Husky-Trainer Rico Rossi heute Abend im Publikum, um sich die beiden Ligarivalen schon mal anzuschauen.

EC Bad Nauheim – Eislöwen Dresden 3:4 (1:0, 1:3, 1:1)
Tore:
1:0 (14:58) Hofland (Helms) SH1
1:1 (21:13) Filin (Zauner)
1:2 (32:47) Reed
1:3 (35:44) Baum (Rupprich, Reed)
2:3 (39:38) Dineen (Hofland, Cameron)
3:3 (53:39) May (Frosch)
3:4 (59:02) Baum (Reed)
Strafminuten: ECN 4 / ESC 8
Zuschauer: 1.265

Zeigte eine starke Partie: Dresdens Goalie Marvin Cüpper
(Foto: EC Bad Nauheim)

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