Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Rosenheim. (PM) Kontrastprogramm für die Starbulls Rosenheim: Nachdem am vergangenen Wochenende die Kräftemessen mit dem Spitzenreiter und dem Tabellenzweiten auf dem Spielplan standen, stehen... Auswärtsderby im Allgäu und zuhause gegen das Schlusslicht

Krys Kolanos – © by SBR Presse

Rosenheim. (PM) Kontrastprogramm für die Starbulls Rosenheim: Nachdem am vergangenen Wochenende die Kräftemessen mit dem Spitzenreiter und dem Tabellenzweiten auf dem Spielplan standen, stehen nun Vergleiche mit dem Tabellenachten und dem Ligaschlusslicht an.

Am Freitag gastieren die Rosenheimer Kufenflitzer im Rahmen des 24. Spieltags der DEL 2 zunächst zum bayerischen Derby beim ESV Kaufbeuren. Am Sonntag um 17 Uhr folgt das Heimspiel im emilo-Stadion gegen die Heilbronner Falken. Beide Partien dieses Wochenendes stehen aber unter besonderen Vorzeichen. Kaufbeuren ist das bisher nach Ravensburg erfolgreichste Team des zweiten Saisonviertels. Die Heilbronner Falken wollen den leistungsmäßigen „Turnaround“ schaffen – und haben personell noch einmal prominent nachgelegt. In Steinwurfweite das neuen Kaufbeurer Eisstadion, das mehr und mehr Gestalt annimmt, werden die Starbulls am Freitagabend zum vermutlich vorletzten Mal im Rahmen eines Hauptrunden-Ligaspiels ihre Visitenkarte auf dem Eis des altehrwürdigen Stadions am Berliner Platz abgeben. Ab 19:30 Uhr steigt dort der Vergleich des Tabellenzwölften aus Rosenheim mit dem Tabellenachten aus dem Allgäu. Das Hinspiel in Rosenheim am 11. Spieltag gewannen die Grün-Weißen knapp, aber verdient mit 4:3, und es waren wahre „Tyler-Festspiele“ an diesem 21. Oktober: Tyler McNeely und Tyler Scofield trafen je zweimal, Scofield bereitet zudem die beiden McNeely-Tore vor. Der ESV Kaufbeuren befand sich damals in einer Ergebniskrise, verlor sechsmal – teils knapp, teils klar – am Stück, um dann aber mit dem Monat November so richtig durchzustarten. Drei Spiele in Folge gewann die Mannschaft von Andreas Brockmann ohne Gegentor, von 27 möglichen Punkten in den seit 1. November ausgetragenen Partien holten die Gelb-Roten starke 21 Punkte – Ligabestwert! Der Lohn: ein gewaltiger Satz im Klassement nach oben und nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz sechs, der die Playoff-Viertelfinal-Qualifikation bedeuten würde. Nach dem letzten Wochenende war sogar das Kaufbeurer Torverhältnis bereits positiv, ehe am Dienstag im Nachholspiel eine 3:6Niederlage bei Tabellenführer Bietigheim folgte. Trotzdem nur 61 bislang kassierte Tore – bei 59 eigenen Treffern – sind bemerkenswert. Lediglich die Bietigheim Steelers haben weniger Gegentore hinnehmen müssen.

Ausschlaggebend für diesen guten Defensivnachweis sind vor allem der sehr stabile Torwart Stefan Vajs (Fangquote 92,36 Prozent) und das erfolgreiche Unterzahlspiel, bei dem in 85,6 Prozent der Situationen ein Gegentor verhindert werden konnte, was ligaweit den zweiten Platz in dieser Statistik bedeutet. Bester Scorer der Allgäuer ist der Finne Jere Laaksonen (fünf Tore, 18 Vorlagen), und auch sein schwedischer Stürmer-Kollege Simon Olsson legt deutlich lieber auf, als selbst zu verwandeln (sechs Treffer, 15 Vorlagen). Bester Torschütze ist der Kanadier Branden Gracel (neun Tore, acht Vorlagen). Auf Platz vier der clubinternen Scorerliste rangiert mit dem Finnen Joona Karevaara der vierte Ausländer (sechs Tore, zehn Vorlagen). Letzterer wird wegen einer Verletzung allerdings gegen die Starbulls nicht auflaufen können. Gleiches gilt für den DEL-erfahrenen Sebastian Osterloh. Hinter dem Einsatz des nach einem Mittelfußbruch erst jüngst wieder ins Training eingestiegenen Florian Thomas steht noch ein großes Fragezeichen und Simon Schütz steht wegen der U20-WM nicht zur Verfügung. Weil DELKooperationspartner Ingolstadt außer Christoph Kiefersauer wohl keinen weiteren Förderlizenzspieler abstellen kann, wird Coach Andreas Brockmann am Freitag wahrscheinlich nur mit drei Sturmreihen agieren können.

Am Sonntag empfangen die Starbulls Rosenheim dann um 17 Uhr im heimischen emilo-Stadion den Tabellenletzten aus Heilbronn. Eigentlich wollten die Heilbronner Falken, die zweimal in Folge dem sportlichen Abstieg am grünen Tisch von der Schippe sprangen, in der laufenden Spielzeit der DEL 2 nichts mehr mit den hinteren Tabellenregionen zu tun haben. Mit Fabian Dahlem als neuem Trainer und zahlreichen Neuverpflichtungen in allen Mannschaftsteilen sollte endlich wieder die Qualifikation für die Playoffs herausspringen. Doch davon sind die Falken genausoweit entfernt wie in den letzten beiden sportlich desaströsen Jahren. Mit 93 Gegentoren in 23 Spielen ist das Team vom Neckar die „Schießbude“ der DEL 2. Mit 69 erzielten Tore befinden sich die Falken dagegen im Mittelfeld der Liga. Allerdings wurde das eigene Trefferkonto vor allem im ersten Saisonviertel kräftig gefüllt – vorwiegend durch Niederlagen in torreichen Partien. Doch schließlich wurden nicht nur die Niederlagen tendenziell klarer, sondern auch die eigene Torausbeute magerer. In drei Spielen seit Ende Oktober erzielten die Falken nur noch ein einziges Tor, in drei weiteren überhaupt keines. Von den letzten acht Partien verlor die Mannschaft von Fabian Dahlem sieben, lediglich im Kellerduell gegen Crimmitschau behielt man mit 4:3 nach Verlängerung knapp die Oberhand. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Falken vor nur noch 1.014 Zuschauen zuhause mit 1:2 gegen Kaufbeuren. Am Sonntag folgte eine 1:3-Niederlage beim personell stark dezimierten Tabellenführer Bietigheim. Schon länger von Seiten der lokalen Medien und nun auch von den eigenen Fans weht den Falken – und insbesondere Trainer Fabian Dahlem – heftiger Gegenwind ins Gesicht. Standort-Geschäftsführer Attila Eren stärkt seinem Trainer, der ja auch eine Rosenheimer Vergangenheit hat, aber den Rücken. An diesem Wochenende soll der „Turnaround“ zum Besseren gelingen. Neben dem Heimspiel gegen Kassel steht dabei natürlich ganz besonders die Partie gegen die Starbulls im Fokus.

Und die Falken haben dafür auch personell ein Zeichen gesetzt und Jonathan Harty verpflichtet, der zuletzt in der international offenen österreichischen Topliga EBEL für Olimpija Ljubljana aktiv war. Der 28-jährige, 98 Kilogramm schwere und 180 Zentimeter große Kanadier gilt als hart und körperbetont spielender, aber auch schneller Verteidiger, der herausragende Qualitäten für schnelles Umschaltspiel besitzt. Er kam am Montag in Heilbronn an und hinterließ in den ersten Trainingseinheiten scheibentechnisch und physisch einen hervorragenden Eindruck. Harty soll positive Stimmung in das Team bringen und eine Führungspersönlichkeit darstellen, an dem sich der ein oder andere verunsicherte Spieler aufrichten kann. Ob er diese Rolle bereits auf dem Rosenheimer Eis interpretieren und wie sehr er die hohen in ihn gesetzten Erwartungen schon gegen die Starbulls erfüllen kann, muss sich natürlich erst zeigen. Besondere Motivation für das Duell am Sonntag dürften die Heilbronner Falken auf alle Fälle aus der Erinnerung an das erste Aufeinandertreffen mit den Starbulls in dieser Saison schöpfen. Am 23. Oktober gewann das Team von Fabian Dahlem in der heimischen Kolbenschmidt-Arena mit 6:1. Allerdings waren die Grün-Weißen damals alles andere als chancenlos, hatten unzählige Tormöglichkeiten, verschossen einen Penalty und testeten mehrfach die Eisenqualität des Heilbronner Torgestänges – trafen aber nur ein einziges Mal ins Netz und kassierten zahlreiche unglückliche und kuriose Gegentore. Für den Verlauf der heutigen Partie könnte mitentscheidend sein, ob und wie das Rosenheimer Überzahlspiel auf Touren kommt. Die Falken sind nämlich das anfälligste Team der Liga, wenn sie einen Spieler weniger auf dem Eis haben. 28 Gegentore bei 108 Unterzahlsituationen ergeben eine schwache Quote von nur 74,1 Prozent. Das Heilbronner Powerplay ist dagegen mit 22,4 Prozent durchaus erfolgreich. An Quantität mangelt es im Team der Käthchenstädter – auch aufgrund der Kooperation mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven – in der Regel nicht. Auch am Sonntag in Rosenheim dürfte Fabian Dahlem die Option auf eine vierte Sturmreihe haben. Fraglich ist eventuell der Einsatz des schwedischen Torhüters Steffen Ridderwall – 21 Spiele, Fangquote 91,18 Prozent – der vor Wochenfrist beim Spiel in Bietigheim verletzt ausgewechselt werden musste. Gleiches gilt für die zuletzt nicht im Kader stehenden Kevin Lavallée und Marco Schütz. Gefährlichster Scorer der Falken nach 23 Spielen war der Kanadier Rylan Schwartz (zwölf Tore, 14 Vorlagen), gefolgt vom Finnen Ville Järveläinen (acht Tore, 15 Vorlagen). Die beiden Spiele der Starbulls am Freitag in Kaufbeuren (Anpfiff 19:30 Uhr) und am Sonntag im Rosenheimer emilo-Stadion gegen Heilbronn (Anpfiff 17 Uhr) werden live im Internet übertragen. Der jeweilige Livestream ist zum Preis von 5,50 Euro über das Portal sprade.tv buchbar.

Eintrittskarten für das Sonntags-Heimspiel sind im Vorverkauf bequem online und zum Selbstausdrucken im Starbulls-Ticketshop auf www.starbulls.de erhältlich, natürlich aber auch in der Starbulls-Geschäftsstelle am emilo-Eisstadion. Die Geschäftsstelle ist am Donnerstag von 17 bis 19 Uhr und am Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskasse am Spieltag öffnet um 15 Uhr.

Eishockey-Magazin

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Push Nachrichten
Nichts mehr verpassen! Wir versorgen Sie mit den wichtigsten Neuigkeiten
Erlauben
Später