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Augsburg. (MS) Der Puck ist wieder im Spiel!!! Im runderneuerten und endlich vollständig geschlossenen Curt-Frenzel-Stadion begrüssten die Panther mit den Straubing Tigers ausgerechnet jene...
Straubings Keeper Jason Bacashihua versucht gegen John Zeiler zu retten - © by Eishockey-Magazin (RS)

Straubings Keeper Jason Bacashihua versucht gegen John Zeiler zu retten – © by Eishockey-Magazin (RS)

Augsburg. (MS) Der Puck ist wieder im Spiel!!! Im runderneuerten und endlich vollständig geschlossenen Curt-Frenzel-Stadion begrüssten die Panther mit den Straubing Tigers ausgerechnet jene Mannschaft, die der letzten Saison ein so frühes Ende gesetzt hatte. Das Team von Larry Mitchell wollte dies ebenso vergessen machen, wie die unrühmliche 0:6 Auftaktniederlage am Freitag in Iserlohn.

Beides gelang vollständig. Trotz zwei Toren Rückstand im ersten Abschnitt kämpften sich die Panther zu einem verdienten 5:3 (2:2/1:1/2:0) Sieg. Gewinner des Abend war Torsteher Markus Keller, der früh Stammtorhüter Ehelechner ersetzen musste und zum Sieggarant wurde. Augsburg erwartet  nun am Freitag mit den Mannheim Adlern einen Mitfavoriten um die Deutsche Meisterschaft.

 

Augsburg mit langem Anlauf  – holt dann einen Zwei-Tore-Rückstand auf.

Bereits nach 43 Sekunden hatte Augsburgs Power-Linie (Bayda, Zeiler, Breitkreuz) eine Probe ihrer Kraft abgegeben. Zeiler brachte den Bauerntrickversuch nicht über die Linie. Die im anschließenden Tumult entstandene Überzahl verlief ohne große Höhepunkte. Die Nervosität war spürbar. Germyn hatte in der 3. Minute auf der Gegenseite allein vor Ehelechner die Gelegenheit zur Führung, scheiterte jedoch ebenso wie Röthke mit einem Schlagschuss (5. Spielminute). Während Augsburg sich bemühte, ohne  jedoch klare Aktionen zu setzen zu können, agierten die Gäste nun zielstrebiger und passsicherer. Das 0:1 durch Wörle konnte als logische Konsequenz daraus verbucht werden. In den Folgeminute hatte Straubing durch Stewart  (7.) und Down (9., Überzahl) beste Chancen die Führung auszubauen. Besser machte es dann Straubings Neuer Hendry, während der gleichen Überzahl. Vom Bullykreis hämmerte er den Puck in den Winkel (9.) und beendete früh am Nachmittag den Arbeitstag von Augsburgs Stammtorhüter Ehelechner. Markus Keller übernahm seine Position zwischen den roten Stangen. Und dann viel endlich das langersehnte erste Panther-Tor der Saison – im Powerplay. Aus spitzem Winkel schlenzte Werner den Puck an Verteidiger und Torsteher vorbei ins lange Eck (15.)ein. Kurz darauf zeigte das Curt-Frenzel-Stadion mit Hilfe der Fans und Neu-Panther Reiß mit welchem Lautstärkepegel man hier künftig durchaus rechnen kann. Letzter setzte nämlich, erneut in Überzahl, den Puck von er blauen Linie zum Ausgleich (17.) an Bacashihua vorbei. Die Gastgeber waren nun im Spiel und hätten um ein Haar noch Sekunden vor der Pause die erstmalige Führung erzielt. Straubing Torsteher hatte jedoch etwas dagegen.

Panther nun gut im Spiel, Straubing vor allem in Überzahl gefährlich

Bedingt durch eine Strafzeit, noch aus dem ersten Abschnitt, fanden die Panther nun schnell zu ihrem Rhythmus. Boyle, Forrest, Reiß und Farny stellten Bacashihua auf die Probe, während Roloff aus einem Meter  das Spielgerät über das Tor hob. Diese turbulenten 5 Minuten führten dazu, dass sich Straubing Coach Rathushny gezwungen sah seine Auszeit in die Waagschale zu werfen, um die Ordnung in seiner Defensive wieder herzustellen. Da die Abwehr der Panther, nun selbst bei zweifacher Unterzahl sicher stand, entwickelte sich ein immer härter umkämpftes Derby. Sehr zum Gefallen der zahlreich erschienenen Zuschauer. Die zweite Doppelstrafe wurde dem Heimteam dann zum Verhängnis. In einer unübersichtlichen Situation gelang es  Down, den lange im Torraum freiliegenden Puck über die Linie (32.) zu bugsieren. Das Kunststück blieb den Fuggerstädtern bei eigenen Überzahlgelegenheiten, trotz bester Gelegenheiten verwehrt. Sie haben diese Saison endlich einen Knipser in den eigenen Reihen – so hoffen sie. Zumindest heute hat er zugeschlagen und den Puck Bacashihua zum erneuten Ausgleich durch die Hosenträger gespitzelt (39.).

Straubing erzielt Ausgleich  – Augsburg mit einfallslosem Überzahlspiel

Augsburgs Keller vereitelte mit gutem Stellungspiel (42.) die erste Chance des Schlußabschnitt durch Germyn und bügelte kurz darauf einen Bakos’schen Stockfehler ebenso ruhig aus. Beide Mannschaften agierten nun etwas ruiger und auch die Referees schienen weniger kleinlich als in den ersten 40 Minuten zu sein. Stewart hätte um ein Haar tatsächlich Straubing zum Augsburger Angstgegner gemacht, wenn er in Unterzahl den Puck (47.) verwehrtet hätte. Im Gegenzug sprang Werner Handgelenkschuss vom Gestänge wieder zurück ins Spiel. Der heutige „Strafbankkönig“ und Neuzugang Bayda besorgte  in Überzahl die erstmalige, natürlich viel umjubelte Führung (49.) für die Gastgeber, als er einen Abpraller aus kurzer Distanz verwertete. Augsburg fing schon früh an, den Vorsprung zu verwalten und wurde durch Straubing unterstützt, die sich ausgerechnet wenige Minuten vor dem Ende sich zwei Strafen während eines Panther Angriffes einhandelten. So kam was kommen musste. Trevelyan machte den Sieg perfekt (58.), indem er die Verteidigung und anschließend den Torsteher austanzte. Das neue, alte Curt-Frenzel-Stadion wurde somit würdig eingeweiht.

 Stimmen zum Spiel:
Dan Ratushny (Straubing Tigers):
Lob an Augsburg. Nach unseren 2:0 haben sie mit viel Energie gekämpft. Wir waren insgesamt zu viel auf der Strafbank. Null Punkte nach dem ersten Wochenende ist natürlich enttäuschend für und wir werden unter der Woche ganz intensiv an Verbesserungen arbeiten.
Larry Mitchell (Augsburger Panther): Wir hatten nach unserer Vorbereitung und dem Spiela am Freitag es bitter nötig unsere Intensität zu erhöhen.  Trotz Rückstand sind wir unseren Weg  gegangen. Beide Teams sind Teams,  die nicht gewinnen können, wenn sie nicht kämpfen. Phasenweise hat man das deutlich gesehen. Mein Lob geht an die Fans. Es war laut wie in der Vizemeistersaison und wie seit Jahren nicht mehr. Das motiviert die Spieler ganz sicher auch in den nächsten Spielen alles zu geben. Natürlich auch großes Lob an alle Arbeiter, die dieses Stadion noch rechtzeitig fertig gebracht haben. Von Heimrecht konnte zwar heute noch keine Rede sein. Wir haben gerade einmal hier trainiert – das wird sich schnell ändern. Gratulation an Keller zu seinem ersten DEL-Sieg. Ich musste so früh reagieren, nachdem der Meinung war, Patrick hätte das 2:0 halten müssen und ich befürchten musste, dass es kein guter Tag von ihm werden könnte.


Statistik

Augsburger Panther – Straubing Tigers 5:3 (2:2/1:1/2:0)
Tore: 0:1 (5:13) Wörle (Brandl/Dotzler); 0:2 (8:29) Röthke (Hendry/Beaudoin) 4-5 PP1; 1:2 (14:12) Werner (Zeiler/MacArthur) 5-4 PP1; 2:2 (16:58) Reiß (Werner/MacArthur) 5-4 PP1; 2:3 (31:10)  Down (Meunier/Beaudoin) 3-5 PP2); 3:3 (38:45) Ciernik (Breitkreuz/Conolly); 4:3 (48:10) Bayda (Boyle/Keller) 5-4 PP1; 5:3 (57:07) Trevelyan (MacArthur/Reiß) 5-4 PP1;

Strafen: Augsburg 16   –  Straubing 20
Torschüsse: Augsburg 39  – Straubing 33
Zuschauer: 5993
Schiedsrichter: Jablukov/Krawinkel

Aufstellungen:
Augsburger Panther:  Ehelechner (ab 08:29 Keller)  – Tölzer, Bakos; Forrest, Boyle; Reiß, Draxinger; Kindl – Bayda, Zeiler, Breitkreuz; Conolly, Roloff, Ciernik; Trevelyan, Werner, MacArthur; Schäffler, Morrison, Uvira;

Straubing Tigers: Bacashihua (Guryca) – Hendry,  Ondruschka; Osterloh, Dotzler; Kramer, Canzanello; Sturm; – Röthke. Beaudoin, Stewart;  Germyn, Meunier, Down; Keil, Brandl, Wörle;  Endraß, Flache, Schönberger;

Three Stars:
***  Keller (Augsburg)
**   Germyn (Straubing)
*  Werner (Augsburg)

 

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