Augsburg. (MS) Nachdem ein Viertel der Saison gespielt ist, beginnen nun die „Tage der Wiedergutmachung“.
Rein rechnerisch betrachtet hat man jetzt gegen alle Ligakonkurrenten mindesten bereits einmal die Schläger gekreuzt. Augsburg hatte dabei einige Punkte „verschenkt“ und heute Gelegenheit sich zumindest für die sehr bittere 0:6-Niederlage am ersten Spieltag in Iserlohn zu revanchieren.
Die vielleicht aktuell beste Sturm (5 Spieler unter den Top15) der Liga hatte damals Augsburgs Ehelechner einen „Rucksack“ schultern lassen, den dieser nach eigener Aussage erst durch den Sieg letzte Woche gegen Düsseldorf wieder los wurde. Erfreulicherweise blieb das Gepäckstück dort wo der Torsteher es verstaute hatte – in der Ecke. Dank seiner souveränen Leistung schöpften die Teamkollegen Sicherheit und rangen die Gäste vor 4.279 Zuschauern mit 4:1 (1:0/2:0/1:1) nieder.
Weitere „Racheakte“ (Schwenningen, München) sind wohl bereits in Planung…
Iserlohn mit nur einem Gegentreffer gut bedient
Augsburg startete gut eingestellt in die Partie. Zweimal Boyle und Connolly zwangen Lange zu deutlichen Abwehraktionen, während das Visier der Gäste noch einige Ungenauigkeiten aufwies. In der ersten Überzahlsituation (eine Minute davon 5-gegen-3) war es dann Trevelyan vorbehalten am Iserlohner Torsteher zu scheitern (5. Spielminute) – so blieb diese ungenutzt. Zur Mitte des Startabschnitts ließ der Druck der Panther etwas nach und Iserlohn konnte sich nun besser aus der eigenen Defensive bis vor Ehelechners Antlitz kombinieren. Die immer mehr Vertrauen bekommende Reihe der „jungen Wilden“ schlug dann, aus Sicht der Fuggerstädter, genau im richtigen Moment (11.) zu. Mit einem schönen Doppelpass kombinierten sie sich Uvira und Schäffler durch die gegnerische Abwehr und Letztgenannter verwertete trocken aus dem Halbfeld zur Führung. Im Gegenzug vereitelte Ehelechner den direkten Ausgleich gegen Wolf und kurz darauf zweimal gegen Foster und dann Macek (beide 14./15.). Die Fuggerstädter schienen paradoxerweise nach Ihrem Führungstreffer um Ordnung zu ringen, fingen sich jedoch und gingen verdient mit diesem knappen Vorsprung in die Pause.
Iserlohn wehrt sich – Augsburg trifft

Die Sauerländer zeigte sofort nach Wiederbeginn mehr Engagement und so musste Ehelechner einen Penalty gegen T.J.Mulock abwehren, um die Führung zu retten (23.). Das war dann wohl doch Weckruf genug für die Bayern. In Überzahl verbesserte Ciernik durch sein Abstauber-Tor (24.) die Ausgangslage der Panther auf drei Punkte. Insgesamt hatte Lange nun weit weniger Arbeit als sein Gegenüber, der gegen Wolf (28.) die Scheibe erneut sicher fing. Die Abwehrverbände arbeiteten rund um die 30. Spielminute sehr konzentriert und ließen den Offensivkräften wenig Zeit für kontrollierte Schüsse. Erst Jares und Frosch kamen wieder aussichtsreich in den Slot (35.), verzogen jedoch den Abschluss. Augsburg agierte in dieser zu passiv, erzielte jedoch noch überraschenderweise den dritten Treffer (38.). Nach einem Bandenfehler orientierte sich Lange bereits in die andere Ecke seines Tores – Werner muss den frei liegenden Puck nur noch über die Linie schieben. Die Gäste antworten mit wütenden Angriffen, scheiterten jedoch immer wieder an Ehelechner.
Augsburg lässt nichts mehr anbrennen
Nach langer Aufwärmphase im Schlussabschnitt musste Breitkreuz eigentlich den vierten Treffer machen. Lange bekam, für alle Anwesenden überraschend, jedoch noch den Schoner dazwischen (44.). Macek (27.) scheiterte ein weiteres Mal an Ehelechner, der die „Dinger“ sicher wegfängt und kaum etwas prallen lässt. Der Shut-Out wäre verdient. Aber noch waren dreizehn Minuten zu spielen. Diese Vorsicht war dann tatsächlich berechtigt. Spätestens nach Maceks Ehrentreffer (55.) aus kurzer Distanz wurde es nochmals richtig spannend. Die Panther nahmen bündelten nochmals alle Kräfte und vernachlässigten auch die Offensive nicht. Der Lohn: Breitkreuz fing einen Pass ab, wartete bis Lange reagierte und schlenzte den Puck zur Entscheidung ins Netz – 4:1 (58.).
Statistik
Augsburger Panther – Iserlohn Roosters 4:1 (1:0/2:0/1:1)
Tore: 1:0 (10:29) Schäffler (Uvira/Morrison); 2:0 (23:19) Ciernik (Connolly/Bayda) 5-4 PP1; 3:0 (37:07) Werner; 3:1 (54:02) Macek (Orendorz/Mulock); 4:1 (57:36) Breitkreuz (Ciernik);
Strafen: Augsburg 6 – Iserlohn 12 + 10 Brennan
Torschüsse: Augsburg 36  – Iserlohn 45
Zuschauer: 4.279
Schiedsrichter:Â Aicher/Piechaczek
Aufstellungen:
Augsburger Panther: Ehelechner (Keller) – Seifert, Brown; Forrest, Boyle; Reiß, Kindl – Trevelyan, Werner, MacArthur; Bayda, Roloff, Connolly; Breitkreuz, Zeiler, Ciernik; Morrisson, Uvira, Schäffler; (es fehlen: Bakos, Tölzer, Draxinger)
Iserlohn Roosters: Lange – Gödtel, Jares; Brennan, Danielsmeier; Raymond – Frosch, Foster, Giuliano; Wolf, Sertich, Mulock; Kopitz, Fischhaber, Hommel; Macek, York, Orendorz; Fischhaber (es fehlen: Raedeke)
Three Stars:
***Â Ehelechner (Augsburg)
** Boyle (Augsburg)
* Macek (Iserlohn)


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