Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos seit 25 Jahren

Kempten. (PM ESC) Nicht die besten Vorzeichen gab es vor der schweren Partie auswärts beim amtierenden Meister der Bayernliga. Mit Jakob Nerb stand nur... Aufbäumen der Sharks kommt gegen Königsbrunn zu spät

Nach dem entscheidenden 5:3 war die Freude riesengroß; links Tim Bullnheimer, rechts Marco Sternheimer – © Horst Plate EHC Königsbrunn

Kempten. (PM ESC) Nicht die besten Vorzeichen gab es vor der schweren Partie auswärts beim amtierenden Meister der Bayernliga.

Mit Jakob Nerb stand nur noch ein etatmäßiger Keeper zur Verfügung. Als Backup zur Seite stand ihm kurzfristig der U17 und 1b Goalie Elias Bartzsch der somit zum ersten Mal bei der „Ersten“ im Aufgebot stand. Und auch Trainer Sven Curmann musste erkrankt absagen. Markus Russler übernahm den Part des Headcoaches und der sportliche Leiter Ervin Masek assistierte ihm.

Die Gastgeber starteten mit viel Druck und hatten auch schnell die ersten drei Torschüsse zu verzeichnen. Kempten befreite sich dann mehr und mehr vom Druck, hatte selbst gute Wechsel und dicke Torchancen. Doch Stefan Vajs im Gehäuse der Pinguine agierte wie gewohnt sehr sicher. Das Spiel war über den Rest des Drittels temporeich und offen, mit dem Unterschied das Königsbrunn zwei Treffer erzielte und mit 2:0 in die Pause ging. Bei konsequenterer Chancenverwertung wäre durchaus mehr für die Sharks drin gewesen. Die Brunnenstädter legten nun noch eine Schippe drauf.

Kempten tat sich schwer im Spielaufbau, die Defensive Königsbrunns stand stabil, das aggressive Forechecking zeigte Wirkung. Vorne wirbelten sie zudem mit viel Tempo und Spielfreude und kamen zu zwei weiteren schön heraus gespielten Treffern. Die Sharks hatten mit zwei Alleingängen durch Bitomsky und Kokoska die größten Torchancen, aber beide scheiterten am überragenden Vajs. Vor dem letzten Abschnitt war die Messe offensichtlich gelesen, allerdings hatten die Sharks mit der Partie noch nicht abgeschlossen. So kam doch noch jede Menge Spannung und Dramatik in die Begegnung. Linus Voit mit dem 4:1 gab für sein Team endgültig das Signal Vollgas zu geben. Königsbrunn konnte das Tempo der Allgäuer nicht mehr wirklich mitgehen und wurde massiv in die eigene Zone gedrückt. Mauro Seider und Ondrej Zelenka schafften das nach 40 Minuten nicht mehr geglaubte und stellten den 4:3 Anschluss her. Kempten nun drückend überlegen und auf den Ausgleich aus wurde dann durch eine eher kleinlich gepfiffene Strafe jäh im Vorwärtsdrang eingebremst. Mit einem Mann mehr auf dem Eis machten die Hausherren den Sack mit dem 5:3 zu. Ein Drittel zu spät Vollgas gegeben, sonst wären Punkte auf jeden Fall möglich gewesen. Diese sollen nur am zweiten Feiertag in Schongau eingefahren werden.

Statistik:

EHC Königsbrunn: – ESC Kempten 5:3(2:0,2.0,1:3)

Tore:
1:0 Trupp (Sternheimer,Bullnheimer)(12.),
2:0 Bullnheimer (Beslic Erdt)(19.),
3:0 Beslic (Reuter)(28.),
4:0 Sternheimer (Brückner,Beslic)(30.)
4:1 Voit (Oppenberger,Schäffler)(44.),
4:2 Seider (Limböck,Bitomsky)(48.),
4:3 Zelenka (Bitomsky,Rau)(53.)
5:3 Bullnheimer (Farny,Sternheimer)(58.).

Strafminuten:
EHC Königsbrunn: 8
ESC Kempten: 4

Beste Spieler:
EHC Königsbrunn: Tim Bullnheimer
ESC Kempten: Daniel Rau

Zuschauer: 448


Königsbrunn bleibt gegen Kempten in der Erfolgsspur

Königsbrunn. (PM EHC) Mit 5:3 gewinnt der EHC Königsbrunn verdient sein Heimspiel gegen die „Sharks“ des ESC Kempten. Nach 60 intensiven Minuten hatten die Brunnenstädter in der sehr fairen und mit hohem Tempo geführten Partie das bessere Ende für sich.

Königsbrunn hatte vor der Partie noch mit einigen Ausfällen zu kämpfen, so fehlten neben dem Langzeitverletzten Dennis Tausend auch noch Philipp Sander, Florian Döring und Lukas Häckelsmiller. Dafür kehrte Simon Beslic wieder in die Mannschaft zurück, und die beiden jungen Augsburger Förderlizenzspieler Maximilian Schadel und Moritz Weißenhorn durften fleißig Eiszeit sammeln. Im Tor der Königsbrunner stand Stefan Vajs, der nach kurzer Verletzungspause wieder mit im Kader stand.

Gleich von Beginn an entwickelte sich die von vielen Kennern erwartete schnelle und hochklassige Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Die Gäste agierten mit drei Reihen, Königsbrunn startete mit vier. Nach ein paar Minuten erhöhte Kempten die Schlagzahl und setzte sich einige Male im Königsbrunner Drittel fest, blieb aber im Abschluss zu harmlos. Spätestens bei EHC-Goalie Stefan Vajs war dann Schluss mit den Bemühungen der Sharks. Den ersten Treffer setzten dann die Brunnenstädter, in der 12 Minute und in Überzahl traf der EHC zum 1:0. Ein abgefälschter Schuss von Hayden Trupp fand den Weg ins Kemptener Tor und sorgte für die Führung der Königsbrunner. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, beide Mannschaften erarbeiteten sich gute Chancen. In der 19. Spielminute erhöhte der EHC dann auf 2:0, Tim Bullnheimer schloss einen Konter mit einem platzierten Schuss ab und netzte zum Drittelendstand ein.

Auch nach der Pause blieb es eine intensive Partie zweier starker Mannschaften. Königsbrunn agierte konzentriert und ließ nur noch wenige Aktionen der Gäste zu. In der 25. Minute hatte Jakub Bitomsky den Anschlusstreffer auf der Kelle, doch Stefan Vajs entschärfte die hochkarätige Chance. Nur drei Minuten später machte es der EHC besser, nach feinem Anspiel von Leon Steinberger traf Simon Beslic mit einem harten und platzierten Schuss zum 3:0. Zwei Minuten später fiel dann sogar noch das 4:0, bei einem Konter traf Marco Sternheimer nach einem Doppelpass mit Peter Brückner ins Tor der Gäste. Das zweite Drittel gehörte den Königsbrunnern, die nur wenig zuließen und kontrolliert agierten. Kurz vor der Pause entschärfte Stefan Vajs noch eine weitere hochkarätige Chance der Gäste, doch bis Drittelende fielen keine weiteren Treffer mehr.

Im Schlussabschnitt sah alles nach einem klaren Sieg der Königsbrunner aus. In der 44. Spielminute fiel fast das 5:0, nach einer schönen offensiven Aktion traf Toms Prokopovics nur das Gestänge. Gleich im Gegenzug erzielten dann die Gäste doch noch ihr erstes Tor, der ehemalige Königsbrunner Spieler Linus Voit traf zum 4:1. Danach drehte sich die Partie, der Treffer gab den Sharks deutlich Auftrieb, der EHC spielte nun nicht mehr konzentriert und produzierte einige Fehler. Die Gäste kamen dadurch nicht unverdient durch zwei weitere Tore auf 4:3 heran. Doch in der 58. Spielminute nutzten die Königsbrunner auch die zweite Überzahlsituation und trafen zum 5:3. Einen ersten Schuss von David Farny konnte Kemptens Goalie Jakob Nerb nur prallen lassen, den Rebound netzte dann Tim Bullnheimer gnadenlos ein. Danach setzten die Gäste alles auf eine Karte, in Überzahl nahmen die Sharks noch den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Aber der EHC war auf der Hut und hätte fast noch in doppelter Unterzahl das 6:3 erzielt. Drei Schüsse der Brunnenstädter trafen nur das Gestänge des Gästetors. Bis zum Abpfiff blieb es dann doch torlos, am Ende gewann Königsbrunn das wichtige Spiel gegen einen direkten Konkurrenten.

Der Sieg gegen die Sharks war verdient, auch wenn die Gäste eine klasse Partie zeigten und ihre Akzente setzen konnten. Der EHC war einfach effektiver und traf zum richtigen Zeitpunkt. EHC-Coach Bobby Linke freut sich über diesen hart erkämpften Erfolg: „Wir haben in den ersten beiden Dritteln sehr gut gespielt, mit Tempo gute Abläufe generiert und die Scheibe gut laufen lassen. Die Mannschaft hat einige gute Chancen kreiert, unser Überzahlspiel war top. Die langen Pässe der Sharks waren heute sehr gefährlich, da haben wir ein paar Mal gepennt. Das haben wir im zweiten Drittel besser gemacht. Dann führen wir mit 4:0, haben eigentlich die Kontrolle über das Spiel und verlieren den Faden. Unsere Konzentration war nicht mehr da, wir haben unsere Jobs nicht mehr erledigt und uns nicht in der eigenen Zone unterstützt. Da haben wir den Gegner wieder ins Spiel gebracht, der dann natürlich hochmotiviert war. Wir sind dann von vier Reihen wieder auf drei gewechselt und haben eine Auszeit genommen. Danach haben wir es leider nicht viel besser gemacht, Kempten hat da weiter Druck gemacht. Mit dem Powerplay sind wir wieder ins Spiel zurückgekommen. Das 5:3 hat die Blockade im Kopf gelöst und wir haben uns dann für 40 Minuten gutes Eishockey belohnt. Am Dienstag müssen wir wieder mit viel Leidenschaft und Energie spielen, dann sind weitere Punkte drin.“

Tore: 1:0 Trupp (Sternheimer, Bullnheimer) (12.), 2:0 Bullnheimer (Beslic, Erdt) (19.), 3:0 Beslic (Steinberger) (28.), 4:0 Sternheimer (Brückner, Beslic) (30.), 4:1 Voit (Schäffler, Oppenberger) (44.), 4:2 Seider (Limböck, Bitomsky) (48.), 4:3 Zelenka (Bitomsky, Rau) (53.), 5:3 Bullnheimer (Farny, Sternheimer) (58.)

Strafminuten: EHC Königsbrunn 8 ESC Kempten 4 Zuschauer: 448





Eishockey-Magazin

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert