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Krefeld. (EM) Familie – Heimat – Nähe – Mit diesen Schlagworten werben die Krefeld Pinguine für sich. Gerade in der extrem schwierigen und nervenaufreibenden... Angedachte Trennung von Daniel Pietta erzürnt die Fans der Krefeld Pinguine

Sehen die Fans Daniel Pietta nie mehr im KEV Trikot? – © Sportfoto-Sale (DR)

Krefeld. (EM) Familie – Heimat – Nähe – Mit diesen Schlagworten werben die Krefeld Pinguine für sich. Gerade in der extrem schwierigen und nervenaufreibenden letzten Saison schien es so, dass der Klub und seine treuen Fans noch ein Stückchen enger zusammengerückt sind.

Mit dem Einstieg der Schweizer Save´s AG scheint der Klub nun in wirtschaftlich ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Das monatelange Gezerre um den Fortbestand des DEL-Standortes Krefeld scheint vorüber zu sein. Allerdings hat die neue sportliche Führung um den neuen Sportdirektor und Geschäftsführer Roger Nicholas gleich eine neue Baustelle aufgemacht und versucht nun ganz offensichtlich mit einem eisernen Besen ohne Rücksicht auf Namen und Verdienste zu kehren. Als am Samstag bekannt wurde, dass man sich von Urgestein und Identifikationsfigur Daniel Pietta trennen möchte (wir berichteten), gab es für viele Anhänger in den sozialen Netzwerken kein Halten mehr.

Hier ein kleiner Auszug aus den Reaktionen:
„Völlig unverständlich“ –
„Wenn er geht, werden sich viele überlegen noch eine Dauerkarte zu kaufen“ –
„Kaum ist wieder Geld da, wird auf Herz und Tradition geschissen“ –
„Ganz erbärmliche Gangart“ –
„Frechheit sowas! Der einzige Spieler der immer zu den Pinguinen gehalten hat in den letzten Jahren.“ –

Unter dem Hashtag #Pro86 fanden sich am Wochenende in den sozialen Netzwerken viele Anhänger, die ihrem Unmut Luft machten. An der Yayla Arena haben Fans mittlerweile ein Banner aufgehängt. Darauf steht: „Familie. Heimat. Nähe? Treue #Pro86!“

Klar ist damit, dass das Vorhaben der Verantwortlichen von vielen KEV-Anhängern nicht mitgetragen wird.

Es gibt allerdings auch einige andere Stimmen, die die Personalie Daniel Pietta geteilt sehen. Der Tenor dort: Sportlich wäre sein Abgang für die Pinguine ein herber Verlust, wirtschaftlich aber vermutlich ein konsequenter und richtiger Schritt. Noch in der vergangenen Saison gelangen Pietta 49 Scorerpunkte in 51 Partien. Fans anderer DEL Klubs breiteten unter dem Motto „Komm zu uns“ gleich mal die Arme aus.

2015 wurde Daniel Piettas Vertrag in der Seidenstadt für fette zehn Jahre verlängert. Der gebürtige Krefelder steht also noch weitere fünf Jahre bei den Pinguinen unter Vertrag. Man muss sicherlich kein Prophet sein, um festzustellen, dass der Leistungsträger nicht nur in der Scorerliste, sondern auch im Gehaltsranking der Krefelder im oberen Bereich zu finden ist.

Wie könnte es nun weitergehen? Interessenten dürfte es trotz der Corona Krise für Daniel Pietta vermutlich mehrere geben. Mit seinen spielerischen Fähigkeiten kann er nicht nur viele DEL-Teams, sondern auch andere Mannschaften in Europa besser machen. Bei einem angedachten Wechsel haben die Pinguine aufgrund des bestehenden Vertrages mit Pietta in der augenblicklichen Situation nicht die beste Verhandlungsposition. Nicht ausgeschlossen ist, dass die Seidenstädter auch im Falle eines Wechsels noch auf einem Teil des Gehalts sitzen bleiben oder eine Abfindung bezahlen müssen. Ebenfalls nicht auszuschließen ist auch ein Aussitzen des Vertrages. Dann hätten die Pinguine weiterhin einen teuren Topspieler in ihren Reihen, den sie eigentlich nicht mehr in ihrem Team haben möchten. Nicht völlig ausgeschlossen wäre auch eine Einigung zwischen den Parteien auf einen Gehaltsverzicht durch Pietta und damit ein Verbleib.

Wie die Geschichte ausgehen wird? Das bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen allerdings momentan klar auf Trennung. Auch deshalb, weil die Verantwortlichen das Thema öffentlich gemacht haben und dadurch anscheinend viel Porzellan zerschlagen wurde.

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