Nürnberg (STM) Vor erneut ausverkauftem Haus gewinnen die Ice Tigers auch das vierte Duell in dieser Saison gegen die Augsburger Panther.
Beim 3-1 Heimsieg benötigte es nach einem schwachen ersten Drittel eine deutliche Steigerung der Ice Tigers, um am Ende einen wichtigen Sieg zu feiern. Vor 7672 Zuschauern erzielten McFalls, Spezia und Gerard die Treffer für die Ice Tigers.
Es war ein starkes Wochenende, mit Siegen in Mannheim und zu Hause gegen München verbuchten die Ice Tigers sechs Punkte auf der Habenseite, mit denen nicht zwingend zu rechnen war. Heute im Derby gegen die Augsburger Panther wollte das Team von Mitch O´Keefe den Schwung mitnehmen und so wichtige Punkte im letzten Heimspiel vor der langen Olympia-Pause sammeln zu können. Die ersten drei Duelle in dieser Saison gingen alle an die Ice Tigers, ein Trend, dem die Gäste aus der Fuggerstadt entgegen wirken wollten.
Die Ice Tigers änderten nichts am Personal, Evan Fitzpatrick bekam den Start im Tor, Will Graber war erneut der überzählige Importspieler, und Jake Ustorf fehlte verletzt. Im so wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten zeigten die Ice Tigers kein gutes erstes Drittel. Das Spiel der Ice Tigers wirkte fahrig, es fehlte die letzten Konsequenz in den Zweikämpfen und der Zug zum Tor. Zudem ließen die Nürnberger drei Powerplays ungenutzt.
Besser machten es die Panther, denen eine durchschnittliche Leistung genügte, um mit einer Führung in die erste Pause zu gehen. Einen Schuss von Moritz Elias wehrte Fitzpatrick unnötig in den Slot ab, TJ Busdeker staubte zum 0-1 ab (9.). Augsburg hatte noch die große Gelegenheit nachzulegen, aber Jason Bast scheiterte in eigener Unterzahl allein vor Fitzpatrick (12). Zu einer nennenswerten Chance kamen die Ice Tigers noch, Dove-McFalls scheiterte kurz vor Drittelende an Jones (19.).

Es dürfte lauter geworden sein in der Kabine der Ice Tigers, am Geschehen auf dem Eis änderte dies zunächst wenig. Augsburg verteidigte geschickt in der eigenen Zone und die Ice Tigers konnten sich kaum einmal im Drittel der Gäste festsetzen. Das änderte sich aber in der Folgezeit, die Ice Tigers hatten auf einmal ihre Beine gefunden, gingen aber zu sorglos mit ihren Chancen um. Gerard (29.) und Kechter (31.) brachten das Kunststück fertig, den Puck nicht im halbleeren Tor der Panther unterzubringen.
So war wieder einmal die Paradereihe der Ice Tigers gefordert und lieferte auch. Murray ließ den Puck an der blauen Linie kurz abtropfen und Barratt bediente Dove-McFalls genau im richtigen Moment. Mit seinem 20. Saisontreffer erzielte McFalls den verdienten 1-1 Ausgleich (34.). Und es kam noch besser für die Ice Tigers. Tyler Spezia kam mit viel Schwung aus der Ecke, Eugen Alanov stellte einen tollen Block und Spezia traf auf dem Handgelenk zur 2-1 Führung für die Ice Tigers (37.).
Es blieb auch im Schlussabschnitt eine eng umkämpfte Partie. Die Ice Tigers versuchten den so wichtigen dritten Treffer zu erzielen, kamen aber kaum zu nennenswerten Chancen. Einzig Kapitän Weber tauchte frei vor Jones auf, konnte den Puck aber nicht über die Linie bringen (48.). Besser machte es dann Charlie Gerard, der mit einem Kunstschuss auf 3-1 stellte. Maier gewann das Bully, Heigls Schuss wurde geblockt und aus der Luft traf Gerard den Puck maßgenau (52.). So wurde es ein weiter Weg für die Panther, um noch zu Punkten zu kommen.
Die nächste Chance gehörte wieder den Ice Tigers, Jones parierte den Direktschuss von Meireles (55.). Die Gäste zogen ihre letzte Option, nahmen den guten Jones vom Eis, am verdienten Heimsieg der Ice Tigers änderte das aber nichts mehr. So feierten die Ice Tigers ein letztes Mal nach Spielschluss mit ihren Fans, ehe es am Sonntag mit drei Siegen im Folge im Gepäck nach Köln geht.
„Wir hatten heute Probleme am Bullypunkt und auch wie wir den Pucks kontrolliert haben. Nürnberg war in den wichtigen Momenten immer einen Schritt schneller und hat das Spiel verdient gewonnen“, so das knappe Fazit von Bill Peters. Mitch O´Keefe hingegen freute sich in erster Linie über die drei wichtigen Punkte: „Unser Start war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, auch unser Powerplay ist nicht ins Laufen gekommen. Dann haben wir zum Glück die richtige Intensität für so ein wichtiges Spiel gefunden. Wir haben sehr gut in Unterzahl gespielt und das hat uns das Momentum gegeben. Am Ende zählen nur die Punkte“.
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