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Wien. (PM ÖEHV) 2022 wird die Stadtgemeinde Radenthein zum dritten Mal in ihrer Geschichte Austragungsort einer Eishockey-WM. Von 10. bis 16. Jänner gastieren sechs... Aller guten Dinge sind drei – Radenthein erneut WM-Ort

Wien. (PM ÖEHV) 2022 wird die Stadtgemeinde Radenthein zum dritten Mal in ihrer Geschichte Austragungsort einer Eishockey-WM.

Von 10. bis 16. Jänner gastieren sechs Nationen bei der 2022 IIHF Damen U18 WM Division 1B in der Kärntner Gemeinde. Das erklärte Ziel der Österreicherinnen: Aufstieg! Bei der heutigen Pressekonferenz im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung mit Landeshauptmann Peter Kaiser, Landessportdirektor Arno Arthofer, Bgm. Radenthein Michael Maier und ÖEHV-Präsident Klaus Hartmann zeigte man sich WM-fit.

„Es war und ist unser erklärtes Ziel, dem Dameneishockey eine höhere Wertigkeit und einen höheren Stellenwert zu geben. Die Heim-WM in Radenthein ist dazu ein weiteres Puzzleteil“, erklärt ÖEHV-Präsident Klaus Hartmann.

Nachdem die WM 2021, für die Radenthein den Zuschlag hatte, aufgrund der COVID 19-Pandemie abgesagt wurde, war der ÖEHV für die Ausrichtung 2022 in der Pole Position um den Zuschlag, da die IIHF beschloss, dass jene Nationen, die für 2021 bereits eine positive Zusage hatten, sich nicht neu bewerben müssen.

Der ÖEHV gemeinsam mit dem KEHV und der Stadtgemeinde Radenthein ließen sich nicht zweimal bitten. „Radenthein bietet mit seiner Infrastruktur ideale Bedingungen für die Ausrichtung einer Nachwuchs-Dameneishockey-WM. Der gesamte Ort ist im positiven Sinne eishockeyverrückt und steht hinter der Veranstaltung. Zudem befinden wir uns in Kärnten in einem wahren Eishockey-Bundesland“, streicht Klaus Hartmann hervor.

Landeshauptmann Peter Kaiser freut sich bereits auf diese Spitzenveranstaltung, die bestimmt auch bei den Fans auf viel Zuspruch stoßen werde. „Radenthein ist ein großartiger Organisator“, betonte Kaiser und hob die bestens laufende Kooperation mit den Eishockeyverbänden hervor. So finde in Radenthein nach 2016 (gemeinsam mit Spittal) und 2019 schon zum dritten Mal ein Damen-WM-Turnier statt.

Bürgermeister Maier zeigte sich stolz darauf, dass die Eishockeystadt Radenthein das Sportland Kärnten repräsentieren könne. Er dankte dem Organisationsteam, das trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie großartige Arbeit leiste. Das WM-Turnier bringe der Region außerdem Nächtigungen und Wertschöpfung.

Landessportdirektor Arthofer sagte, dass Kärnten als Sportland und Eishockeybundesland Nummer Eins auch das ganze Jahr über mit internationalen Trainingslagern punkte.

Die rund 70 helfenden Mitarbeiter kommen beinahe zur Gänze aus dem Ort. „Eine unglaubliche Unterstützung, ohne die diese Veranstaltung gar nicht stemmbar wäre“, führt General Manager Martin Kogler aus. Das Budget liegt bei knapp € 350.000.

Dem eigenen Nachwuchs die Möglichkeit zu geben, vor Heimpublikum eine WM zu spielen, kann zusätzlich kaum hoch genug eingeschätzt werden, Yasmin Stepina, ÖEHV Vize-Präsidentin: „Es ist immer etwas Besonderes vor der eigenen Familie, vor Freunden und den eigenen Fans zu spielen. Die Spielerinnen ersparen sich weite Anreisen, können sich in Ruhe vorbereiten und allein auf die WM konzentrieren. Und mit dem viel zitierten Heimvorteil im Rücken soll auch das Ziel Aufstieg realisiert werden.“

Offene Rechnung mit Dänemark

Größter Konkurrent bei der Mission Wiederaufstieg in die Division 1A ist Dänemark. Mit den Skandinavierinnen hat man noch aus der Vergangenheit eine offene Rechnung zu begleichen: 2019, damals ebenfalls in Radenthein, unterlag man Dänemark, dem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Division 1A, 1:4 und stieg ab.

„Das war das entscheidende Spiel“, erinnert sich Martin Kogler zurück. Dem aktuellen Jahrgang 2004 traut er den Wiederaufstieg in jedem Fall zu: „Wir haben das Talent und die spielerischen Mittel. Mit Emma Hofbauer, Karolina Hengelmüller, Lisa Schröfl und Marja Linzbichler stehen zudem vier Spielerinnen im Kader, die bereits im A-Nationalteam zu den Stammkräften zählen.“

Yasmin Stepina, ÖEHV Vize-Präsidentin, ergänzt: „In diesem Jahrgang steckt viel Potential.“

Die weiteren Gegner: Taiwan, China, Polen und Südkorea. „Das härteste Duell erwarte ich mir gegen Dänemark, wir dürfen aber die anderen Teams keinesfalls unterschätzen. Die Chinesen investieren aktuell wegen Olympia unglaubliche Summen ins Dameneishockey. Generell sind die asiatischen Teams technisch sehr gut ausgebildet. Und Polen hat eine sehr kampfstarke Truppe, die ebenfalls nicht einfach zu bespielen sein wird“, analysiert Martin Koglerdie Gruppe.

Bundesleistungszentrum für Dameneishockey: Eröffnung 2025

In Villach entsteht ein eigenes Bundesleistungszentrum für Dameneishockey. Damit nimmt Österreich durchaus eine Vorreiterrolle ein, Klaus Hartmann: „Ein Zentrum für Dameneishockey ist im internationalen Eishockey keine Selbstverständlichkeit. Die IIHF hat auf unsere Pläne äußerst positiv reagiert. Auf dieser Basis wurden auch bereits erste Gespräche über ein mögliches Austauschprogramm geführt. Mit dem Bundesleistungszentrum wollen wir das Dameneishockey auf ein höheres Level heben.“

2023 soll der Spatenstich erfolgen, 2025 die Eröffnung, Yasmin Stepina: „Die 15- bis 19-jährigen Spielerinnen erhalten dadurch sowohl sportlich als auch schulisch eine Topausbildung. Das ist ein großer Schritt in der Entwicklung des Dameneishockey.“

4-Nationen-Turnier: Generalprobe und WM-Vorbereitung

Um sich bereits auf das Eis und die Bedingungen im Jänner optimal einzustellen, ist Radenthein auch gleich Schauplatz für das 4-Nationen-Turnier von 10. bis 14. November. Sowohl für das Team als auch die WM-Organisatoren die ideale Generalprobe.

Als Gegner konnte man mit Deutschland und Tschechien zwei Nationen aus der Top-Division gewinnen, sowie mit Norwegen eine Division 1A-Nation.

Martin Kogler: „Zunächst möchte ich herausheben, dass wir sehr stolz darauf sind, dass solche hochkarätigen Mannschaften für unser Turnier zugesagt haben. In diesem Zusammenhang sei vor allem der unermüdliche Einsatz unserer Team Managerin Theri Hornich hervorzuheben, die hier wirklich Großartiges geleistet hat. Gegen diese Gegner sind wir Außenseiter. Das wissen wir auch. Nichtsdestotrotz ist es immer etwas Besonderes gegen Deutschland zu spielen, auch wenn es in diesem Fall ein Duell David gegen Goliath wird. Unser primäres Ziel bei diesem Turnier sind nicht die Resultate, wir wollen uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln und gegen diese Topnationen vor allem in Sachen Defensivarbeit viel lernen.“

Live is live

Sämtliche Spiele des 4-Nationen-Turnier sowie der U18-WM im Jänner werden live via www.sport-fan.at gestreamt.

Spielplan 4-Nationen-Turnier

Freitag, 12.11.:
16.30 Uhr Spielbeginn NOR – CZE
19.30 Uhr Spielbeginn AUT – GER

Samstag, 13.11.:
15.00 Uhr Spielbeginn GER – CZE
18.00 Uhr Spielbeginn AUT – NOR

Sonntag, 14.11.:
10.00 Uhr Spielbeginn GER – NOR
13.00 Uhr Spielbeginn CZE – AUT

Vorbereitung und Spielplan U18-WM Division 1B

Vorbereitungscamps bis zur WM:
26.-30.12.2021 in St. Pölten
6.-9.1.2022 in Radenthein mit einem Spiel am 7.1. gegen Italien

Day Date Time Venue Game No. Home & Guest Team
  Mon 10.01.2022 12:30 Nockhalle 1 TPE – DEN
1   16:00 Nockhalle 2 POL – CHN
    19:30 Nockhalle 3 “Opening Ceremony 19:15 KOR – AUT”
           
  Tue 11.01.2022 12:30 Nockhalle 4 CHN – TPE
2   16:00 Nockhalle 5 DEN – KOR
    19:30 Nockhalle 6 AUT – POL
           
  Wed 12.01.2022       DAY OFF
3          
           
           
  Thu 13.01.2022 12:30 Nockhalle 7 DEN – POL
4   16:00 Nockhalle 8 TPE – KOR
    19:30 Nockhalle 9 AUT – CHN
           
  Fri 14.01.2022       DAY OFF
5          
           
           
  Sat 15.01.2022 12:30 Nockhalle 10 KOR – POL
6   16:00 Nockhalle 11 CHN – DEN
    19:30 Nockhalle 12 AUT – TPE
           
  Sun 16.01.2022 12:30 Nockhalle 13 CHN – KOR
7   16:00 Nockhalle 14 POL – TPE
    19:30 Nockhalle 15 “DEN – AUT Closing Ceremony 22:15”

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