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Aller guten Dinge könnten drei sein

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Logo der Mighty Dogs SchweinfurtSchweinfurt. (PM) Zur Halbzeit der Vorrunde sieht es für die Mighty Dogs beim Blick auf die Tabelle nicht mehr so düster aus wie noch vor Monatsfrist. Das ist natürlich einerseits der schwächelnden Konkurrenz mitgeschuldet, allerdings haben die Dogs nach der Pause zum Deutschlandcup stetig gepunktet und sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen. Jetzt liegt der ERV gleichauf mit Füssen – ein Überholen des Altmeisters wäre ein nicht zu unterschätzender Etappenerfolg. Und es scheint nicht ganz unmöglich, in den bevorstehenden Partien gegen den schon zweimal besiegten EHC Klostersee und die in der Krise steckenden Blue Devils einiges zu holen. Bei einem erneuten Erfolg gegen die Oberbayern wären aller guten Dinge tatsächlich drei: Drei Siege, drei neue Punkte.

Zwar wiegelt Steffen Reiser gewohnt ab, wenn es um die Bedeutung gerade dieser beiden Spiele geht, und legt den Wert eher darauf, den Rhythmus beizubehalten. Auf der anderen Seite muss der sportliche Leiter des ERV aber auch zugeben: „…gleichzeitig sind die Spiele gegen Weiden, Erding, Füssen und auch Klostersee richtige Big Points“. Gerade die Situation in Weiden verlockt richtig dazu, schon mal die Punkte im voraus zu zählen, was allerdings aufs Glatteis führen könnte. Der Mitaufsteiger ist nach seinem steilen Höhenflug an die Tabellenspitze mit dem Höhepunkt des Sieges beim noch amtierenden Meister Bad Tölz direkt durchgereicht worden und fiel an seinem spielfreien Sonntag nun sogar auf Rang neun hinunter, und damit unter den Strich. Aus den letzten zwölf Partien gewannen die Oberpfälzer fünf Punkte, darunter war das spektakuläre 12:3 im Rückspiel gegen Füssen – nachdem zwei Tage vorher das Hinspiel 9:2 für die Leopards ausgegangen war -, ein Desaster mit 0:7 in Peiting und am letzten Freitag die 3:9-Schlappe in Regensburg. Außer gegen Füssen holte man nur noch je einen Punkt in Freiburg und gegen Deggendorf. Trainer Josef Hefner erklärt die Misere mit der gestiegenen Erwartungshaltung und der Druck, der den Spielern nun Probleme bereite. Bei der 3:4-Niederlage gegen Klostersee trafen zuletzt immerhin die Top-Leistungsträger David Musial und Marcel Waldowsky wieder, die beide ihrer früheren Form hinterher laufen.

Der Freitagsgast der Mighty Dogs hegt solche Sorgen nicht. Rang sieben hört sich bedenklicher an, als es bei näherem Betrachten aussieht. Nach unten sind die Grafinger einigermaßen abgesichert; bis zum Dritten Deggendorf hinauf beträgt der Abstand weniger Punkte. Überhaupt kann sich in der fünfköpfigen Gruppe hinter dem Führungsduo Peiting und Regensburg ganz schnell einiges verschieben. Die Mighty Dogs sind kurioserweise neben Regensburg das einzige Team, das dem EHC heuer alle sechs Punkte in den bisherigen Aufeinandertreffen abgeknöpft hat. Dem 3:2 im allerersten Spiel folgte Mitte November das 1:4 in Grafing. Eine der höchsten Niederlagen der Klosterseer in dieser Saison – fast immer konnte man die Verluste in Grenzen halten. Dagegen sind aber auch hohe Siege Mangelware, mit der bemerkenswerten Ausnahme des 12:5 über indisponierte Gladiators am letzten Freitag. So ergibt sich eine Torbilanz von „nur“ plus 6; der EHC macht mit der vierthöchsten Trefferquote zwar ordentlich Tore, kassiert aber auch genug. Mit 72 Gegentreffern sind das nur vier weniger als der ERV Schweinfurt. Mit dem US-Amerikaner Michael Dorr fand man einen erstklassigen Ersatz für das im Sommer abgewanderte Offensivpaar Patrick White und Ryan Guentzel, die es beide in höhere Ligen zog. Als Sturmpartner für Dorr verpflichtete der EHC im November desssen ex-Teamkollegen Patrick Cullen und opferte dafür Verteidiger Nick Jaskowiak. Grund war eine wegen Verletzungen und anderen Ausfällen kritische Personallage im Offensivbereich, der wieder auf mehr Schultern verteilt werden sollte.

Einen Vorteil besitzt Klostersees Coach Doug Irwin gegenüber seinem Pendant Viktor Proskuyakov am kommenden Freitag: Er kann auf der Spielerbank seiner Mannschaft Platz nehmen, was dem Schweinfurter Trainer verwehrt bleibt. Proskuryakov hatte im Zuge der Partie gegen Selb noch nach der Schlusssirene eine Matchstrafe erhalten. „Viktor wird wohl in beiden Spielen auf der Tribüne platz nehmen müssen“, erklärt Steffen Reiser. „Ein Strafantrag über das Strafmaß von Seiten des DEB liegt uns allerdings noch nicht vor“. Im Team der Mighty Dogs selbst wird sich nicht viel ändern. Marc Vorderbrüggen wurde in dieser Woche operiert, um die Schrauben aus seinem Bein entfernen zu lassen. Diese Maßnahme, ursprünglich für nach der Saison geplant, war nach einer Untersuchung nun doch sofort erforderlich. Kleinere Fragezeichen standen zuletzt noch hinter den grippeerkrankten Oliver Kämmerer und Alex Funk.

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