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Mannheim. (GK) Die Mannheimer Adler siegten in der DEL verdient mit 5:0 (1:0/2:0/2:0) gegen den ERC Ingolstadt und schossen sich damit aus ihrer Mini-Krise....
Jason Pominville war an vier der fünf Mannheimer Treffer beteiligt - © by Eishockey-Magazin (GK)

Jason Pominville war an vier der fünf Mannheimer Treffer beteiligt – © by Eishockey-Magazin (GK)

Mannheim. (GK) Die Mannheimer Adler siegten in der DEL verdient mit 5:0 (1:0/2:0/2:0) gegen den ERC Ingolstadt und schossen sich damit aus ihrer Mini-Krise. Auch wenn das Resultat um zwei oder gar drei Tore zu hoch ausfiel, zeigten die Kurpfälzer eine starke Leistung und überzeugten besonders in kämpferischer Einstellung. Ingolstadt spielte durchaus stark und war über weite Strecken optisch überlegen, doch schlug Mannheim mit seinen Kontern eiskalt zu.

Zwei Dinge machten heute den Unterschied zwischen den ansonsten auf Augenhöhe agierenden Adlern und den Panthern. Zum einen besaßen die Adler mit NHL-Star Jason Pominville den überragenden Akteur auf dem Eis. Pominville alleine erzielte drei Tore und bereitete eins vor. Zum anderen ging die taktische Marschroute der Kurpfälzer zu 100 Prozent auf. Während Ingolstadt auf fast bedingungslose Offensive setzte und dabei zwangsläufig die Abwehr etwas entblößte, agierten die Adler wie bei einem Auswärtsspiel aus einer verstärkten Deckung heraus und lauerte auf ihre Chancen. Und dieser Plan ging voll auf.

Natürlich spielen in einem Match auch immer Glück und Pech eine Rolle, doch scheiterten die Panther letztlich an ihrer Spielweise bzw. daran, aus ihrer Überlegendheit keine Tore gemacht zu machen. Das Stichwort lautet hier mangelnde Effizienz, die gnadenlos bestraft wurde. Denn was nützt es, mehr Schüsse aufs gegnerische Tor abzufeuern und optisch dominierend zu sein, wenn dabei nichts herausspringt.

Überragend bei Mannheim zudem das Unterzahlspiel. Hier ließen sie keinen Treffer zu.

Die Mannheimer Fans können sich auf ihren NHL-Star Jason Pominville freuen, der nicht nur zauberte, sondern auch mit drei Toren die nötige Effizienz aufs Eis brachte. Zusammen mit Heimkehrer Jochen Hecht bildete er gegen Ingolstadt ein „tödliches“ Duo, das die Zuschauer mit der Zunge schnalzen ließ. Bleibt nur zu hoffen, dass der Streik in der NHL noch lange dauert und beide Cracks die Sportfreunde in der Metropolregion in Verzückung versetzen können.

Zur Chronologie:

Jochen Hecht feierte sein Heim-Comeback - © by Eishockey-Magazin (GK)

Jochen Hecht feierte sein Heim-Comeback – © by Eishockey-Magazin (GK)

Ingolstadt erwischte den besseren Strat. Es war aktiver und von Beginn an agierten die Oberbayern mit einem sehr aggressiven Forechecking. Mannheim tat sich schwer aus der eigenen Abwehr zu kommen. Nach etwas über zwei Spielminuten musste dann Adler-Verteidiger Shawn Belle für zwei Minuten auf die Strafbank. Nun brannte es lichterloh von Mannheims Schlussmann Dennis Endras. Doch überstanden die Kurpfälzer diese Drangperiode der Panther unbeschadet. Auch dank Endras.

Während Ingolstadt nach rund fünf Minuten bereits zehnmal aufs Mannheimer Gehäuse geschossne hatte,  konnte Mannheim noch keinen einzigen gefährlichen Angriff verbuchen. In der achten Minute dann eine erneute Strafe gegen Mannheim. Diesmal musste Florian Kettemer raus. Doch konnten die Audi-Städter den numerischen Vorteil nicht nutzten, denn nur 36 Sekunden später wanderte Panther-Stürmer Joe Motzko ebenfalls auf das Sünderbänkchen.

Mannheim konnte sich  nun mehr und mehr aus der Ingolstädter Umklammerung lösen und seinerseits gefährliche Angriffe bzw. Konter  starten. In der elften Minute war es dann Frank Mauer, der nach herrlichem Zuspiel von Matthias Plachta den Puck zum 1:0 für Mannheim ins Gehäuse der Panther schoss.

Ingolstadt blieb in der Folge bei seiner sehr offensiven Spielweise, wodurch sich „hinten“ aber auch immer wieder Lücken auftaten, die die schnellen Adler-Stürmer jetzt nutzten. Sehr gute Szenen hatte hierbei die neu formierte Mannheimer Angriffsreihe mit Jochen Hechte, Craig MacDonald und Jason Pominville.

Die Partie war nun ausgeglichen, da einerseits Mannheim mehr Akzente setzte, anderseits die Ingolstädter Angriffsschwung etwas verpufft war. Zwei Minuten vor Drittelende bekam der Mannheimer Marcus Kink eine umstrittene Zwei-Minutenstrafe wegen Bandenchecks. Die Panther konnten diese Überzahl aber wieder nicht nutzen und so ging es mit dem 1:0 in die Kabinen.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Ingolstadt war optisch überlegen und hatte mehr Spielanteile. Doch ließ die Effizienz sehr zu wünschen übrig. Mannheim agierte hingegen weiter defensiv aus einer kontrollierten Abwehr heraus und agierte mit pfeilschnellen Gegenangriffen. Und die Lücken, die sich aufgrund der offensive Spielweise bei den Panthern auftaten, verwandelte  Adler-Neuzug Jason Pominville in der 38. und 39. Minute eiskalt zu einem Doppelschlag zum 3:0 für die Blau-Weiß-Roten. Wobei das 2:0 umstritten war und von den Schiedsrichtern erst nach dem Videobeweis gegeben wurde. Mit dem 3:0 ging es auch in die Pause.

Trotz der Mannheimer 3:0 Führung gaben die Ingolstädter auch im letzten Abschnitt nicht auf, sondern setzten weiter auf Angriff. Mannheim blieb ebenfalls bei seiner Taktik und agierte weiterhin aus einer massierten Abwehr heraus. Aber je länger das Drittel dauerte, umso mehr verloren die Panther den Glauben, das Match noch drehen zu können. Die überragenden Ader-Stürmer Pominville, Hecht und Mauer nutzten schließlich die einkehrende Mannheimer Dominanz, um das Ergebnis durch zwei Treffer in der 50. und 55. Minute auf 5:0 hochzuschrauben. Dies war auch der Endstand.

Zu erwähnen noch, dass Adler-Torsteher Dennis Endras mit zahlreichen „Big Saves“ eine maßgeblichen Anteil am Mannheimer Sieg hatte.

Auf der Pressekonferenz sagt Panther-Coach Rick Chernomaz, dass sein Team gut gespielt hätte, die zwei NHL Stars Pominville und Hecht in den ersten beiden Dritteln den Unterscheid ausgemacht hätten. Im letzten Abschnitt sei Mannheim dann klar besser gewesen.

Adler-Trainer Harold Kreis  zeigte sich zufrieden, dass sein Team nach der Negativ-Serie endlich wieder überzeugt hätte. Der Sieg würde der Psyche gut tun. Auch Kreis hob die Leistung von Pominville und Hecht hervor. Positiv sei auch gewesen, dass sie ein Woche nur hätten trainieren können.

Jason Pominville strahlte natürlich und sagte, dass er schon viel positives von den Mannheimer Fans gehört hätte, was er aber heute erlebt hätte, sei bombastisch gewesen. Zum Unterschied zur NHL sagte er, dass er in der DEL mehr Zeit hätte, um etwas mit dem Puck anzustellen, dies hätte er nun umgesetzt.

 

Mannheim : Ingoldstadt 5:0 (1:0/2:0/2:0)

Tore: 1:0(10:34) Mauer (Plachta) – EQ; 2:0 (37:50) Pominville  (Lehoux/Reul) – EQ; 3:0 (38:38) Pominville (Hecht/MacDonald) – EQ; 4:0 (50:00) Mauer (Pominville/Y. Seidenberg) – PP1; 5:0 (54:05) Pominville (Hecht/N. Goc) -EQ

Schiedsrichter: Zehetleitner / Schimm

Zuschauer: 10.250

Strafen: Mannheim 16 Min Ingolstadt 12 Min

Torschüsse: Mannheim 30– Ingolstadt 42

 

Aufstellungen:

Mannheim: Endras (Brückmann) – D. Seidenberg, Sifers, Janik, Wagner, N. Goc, Reul, Bittner  – Pominville, MacDonald, Hecht, Kink, Mitchell, Y. Seidenberg, Mauer, Lehoux, Plachta, Marc El-Sayed, Kettemer, Höflin

Ingolstadt: Gordon, (Janka) – Sulzer, Conboy, Hambly, Periard, Heid, Likens, Ficenenc – Laliberte, Ross, Sparre, Motzko, Hahn, Greilinger, Hager, Gawlik, O’Connor, Barta, Weller, Oblinger

 

Three Stars:

***Pominville (Adler)

**Mauer (Adler)

*Laliberte (Panther)

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