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Mannheim. (GK) Der 3:2 (0:1(1:0/2:1) Erfolg der Mannheimer Adler am Dienstagabend in der DEL gegen die Augsburg Panther fällt unter die Kategorie „hart umkämpfter...
Jubelpose bei Jason Pominville - © by Eishockey-Magazin (GK)

Jubelpose bei Jason Pominville – © by Eishockey-Magazin (GK)

Mannheim. (GK) Der 3:2 (0:1(1:0/2:1) Erfolg der Mannheimer Adler am Dienstagabend in der DEL gegen die Augsburg Panther fällt unter die Kategorie „hart umkämpfter Arbeitssieg“. Die drei Punkte für die Kurpfälzer sind zwar verdient, aber ist man ehrlich, der Gewinner hätte auch Augsburg lauten können. Doch „hätte, wäre und könnte“ zählen im Eishockey nun mal nicht, sondern es kommt einzig auf die Tore an. Und hier haben die Mannheimer eins mehr erzielt.

Betrachtet man das ganze Match, muss man sagen, während die Augsburger in Drittel eins und zwei dominierend waren, ging der dritte Abschnitt klar an die Adler. Und hier fiel auch die Entscheidung.

Fragt man nach dem Unterscheid zwischen beiden Teams, dem vielleicht entscheidenden Quäntchen in der Qualität, gilt es zwei Namen zu nennen. Dies sind die beiden NHL-Stars im Adler-Dress, Jason Pominville und Jochen Hecht. Auch wenn dem Duo nur ein Treffer gelang, waren sie es, die auf dem Eis stets für Gefahr sorgten und gerade im letzten Drittel den Adler-Motor zum Laufen brachten und die Panther in die Defensive und zu Fehlern zwangen.

Aus Adler-Sicht heißt es nun, nach den zwei Siegen gegen Ingolstadt und Augsburg sollte man nicht abheben. Denn es war bei weitem nicht alles Gold was glänzte. Insgesamt überzeugte die Mannschaft über drei Drittel gesehen keineswegs. Und die einzigen zwei Spieler die heute wirklich glänzten waren Pominville und Hecht. Oder wenn man korrekt ist, muss hier auch noch Torwart Dennis Endras genannt werden, der wieder einmal zahlreiche so genannte „Unhaltbare“ hielt.

Zur Chronologie:

Augsburg versteckte sich von Beginn an nicht und so entstand ein flottes, von beiden Teams offensiv geführtes Match, wenn auch der ganz große Biss fehlte. Je länger das Drittel dauerte, umso mehr vermochte Augsburg die Akzente zu setzen, ohne den wirklich ganz großen Druck aufbauen zu können. Da sich auch die Adler mit den ganz „dicken“ Chancen aber schwer taten, plätschert das Match mit Vorteilen für die Panther so vor sich hin. Der Augsburger  Treffer in der 20. Minute durch Sergio Somma war alles in allem verdient, da die Panther mehr fürs Spiel getan hatten und sie präsenter waren. Insgesamt ein Abschnitt, der noch nicht das ganz große Eishockey bot.

Das zweite Drittel bot kein anderes Bild. Augsburg etwas bissiger und mit mehr Spielanteilen. Mannheims Motor wollte einfach nicht so recht in Schwung kommen. Die Ruppigkeiten im Spiel nahmen nun leicht zu. Die Schiedsrichter machten hier nicht immer eine glückliche Figur. So wurden Kleinigkeiten gepfiffen, während manches Foul ungeahndet bleib bzw. nicht gesehen wurde. Zu erwähnen auch, dass die Schiris im zweiten Abschnitt mehr Strafen gegen Mannheim als gegen Augsburg verhängten.

Als von beiden Mannschaften jeweils ein Crack auf der Sünderbank saß, war es Jason Pominville mit seiner individuellen Klasse, der in der 38. Minuten zum 1:1 Ausgleich traf. Ein Tor, das zum psychologisch extrem wichtigen Zeitpunkt für die Kurpfälzer fiel. Mit 1:1 ging es auch in die Kabinen.

TJ Trevelyan und Jochen Hecht (rechts)  - © by Eishocey-Magazin (GK)

TJ Trevelyan und Jochen Hecht (rechts) – © by Eishocey-Magazin (GK)

Im letzten Abschnitt gingen die Adler endlich beherzter zur Sache, übernahmen das Kommando und bauten mächtigen Druck auf. Jetzt wurde gekämpft, gerackert und Eishockey gearbeitet, anstatt nur zaubern zu wollen. Der Lohn war das 2:1 durch Steve Wagner in der 47. Minute mit einem Schlagschuss.

Als viele schon dachten, jetzt läuft es auf einen Adler-Sieg hinaus, erwischten die Panther die Adler-Abwehr eiskalt und Thomas Trevelyan markierte in der 50. Minute das 2:2. Nach dem Ausgleichtreffer hatten die Schwaben für kurze Zeit etwas Oberwasser, doch war es in der 53. Minute Adam Mitchell, der zum 3:2 für die Blau-Weiß-Roten einschoss. Jetzt waren es wieder die Kurpfälzer, die die von den frenetischen Anfeuerungsrufen die Akzente. Traumeishockey bot hier wieder das neue „Dream-Duo“ der Liga, Jason Pominville und Jochen Hecht.

Die vielleicht entscheidende Szene dann 2:39 Minuten vor Spielende, als der Augsburger Michael Bakos ein Zwei-Minuten-Strafe erhielt. Denn nun waren die Schwaben erst einmal in die Defensive gezwungen, anstatt zur Aufholjagd anzusetzen. Als Augsburg wieder komplett war, nahmen sie den Torwart heraus. Doch brachte dies nichts mehr. Ganz im Gegenteil plötzlich tauchten drei Adler vor dem leeren Panther-Gehäuse auf, doch Jason Pominville brachte das Kunststück fertig, nur einen Meter freistehend am leeren Tor vorbeizuschießen. Doch verziehen die Fans dies ihrem neuen Idol, denn er versprüht einen Glanz in der SAP-Arena, wie es lange keinem Crack mehr gelang.

Während auf der Pressekonferenz Augsburgs Coach Larry Mitchell den Sieg der Adler als verdient bezeichnete, da die Mannheimer von individuellen Fehlern seines Teams profitieren konnten, zollte Adler-Trainer Harold Kreis den Panthern sein Respekt und sprach von einem spannenden und guten Spiel.

 

Mannheim : Augsburg 3:2 (0:1/1:0/2:1)

Tore: 0:1 (19:10) Somma (Whitemore/Roloff) – EQ; 1:1 (37:25) Pominville (D. Seidenberg/Hecht) – EQ; 2:1 (46:12) Wagner (Mitchell/MacDonald) – EQ; 2:2 (49:31) Trevelyan (Werner/MacArthur) – EQ; 3:2 (53:14) Mitchell (Y. Seidneberg) – EQ

Schiedsrichter: Bauer /  Brill

Zuschauer: 9.277

Strafen: Mannheim 10 Min Augsburg 10 Min

Torschüsse: Mannheim 29Augsburg 26

 

Aufstellungen:

Mannheim: Endras (Brückmann) – D. Seidenberg, Sifers, Janik, Wagner, N. Goc, Reul, Belle  – Pominville, MacDonald, Hecht, Kink, Mitchell, Y. Seidenberg, Mauer, Lehoux, Plachta, Marc El-Sayed, Kettemer, Höflin

Augsburg: Ehelechner, (Conti)) – Boyle, Tölzer, Bakos, Draxinger, Brown, Seifert, Schnitzer – MacArthur, Werner, Trevelyan, Whitemore, Roloff, Somma, Thang, Helms, Flache, Farny, Zeller,Valery-Trabucco

 

Three Stars:

***Pominville (Adler)

** Hecht (Adler)

*Somma (Panther)

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