Mannheim. (MK) Die Adler Mannheim haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters mit 5:3 gewonnen.
Für die Adler war es seit der Deutschland-Cup-Pause der neunte Sieg im zwölften Spiel.
Iserlohn musste einige Ausfälle wegstecken, da die Krankheitswelle weiter anhält. Jobke, Niehus, Boland, Napravnik, Eisenmenger und Saffran fehlten und Elten war beim Kooperationspartner in Weißwasser erstmals aktiv. Farkas und Geiger, zuletzt beim Oberligisten Duisburg am Puck, wurden in den Kader beordert.
Tore öffnen sich aber der 14. Minute
Die Gäste aus dem Sauerland versteckten sich in der Anfangsphase keineswegs und versuchten immer wieder Nadelstiche vor dem Tor von Mannheims Goalie Mattsson zu setzen. Glück hatte dessen Gegenüber Jenike, dass Gilmours Schuss (3.) knapp am Tor vorbei strich. Unglücklich eine Szene in der vierten Minute, als Iserlohns dänischer Verteidiger Lassen beim Wechsel vom Puck im Gesicht getroffen wurde und verletzt ausschied. Die erste Strafe im Spiel gegen Iserlohns Kapitän Fischbuch überstanden die Roosters schadlos. Mannheims beste Chance vergab Mattinen (10.). Die Hausherren erhöhten mehr du mehr den Druck und just in dieser Phase nahm Iserlohns Camara aus der zentralen Position Maß und traf zum 0:1 (14.) für das Team von Headcoach Stefan Nyman. Keine zwei Minuten später steuerte Adler Solow auf Jenike zu und tunnelte Iserlohns Torwart zum 1:1 Ausgleich. Wiederum nur 18 Sekunden später folgte die postwendende Iserlohner Antwort: Ugbekile zog von der blauen Linie ab und Salsten fälschte vor Mattsson postiert zum1:2 für Iserlohn ab. Schütz (18.) für die Adler und Alberg (20.) für Iserlohn hatten die letzten Torchancen im Drittel.
Zweites Drittel geht klar an die Adler
Iserlohns Lassen konnte erfreulicherweise das Spiel fortsetzen. Das zweite Drittel ging klar an die Gastgeber. Ausgangspunkt dafür war eine Strafe gegen Iserlohns Camara (2 + 2 hoher Stock), die nach Videostudium ausgesprochen wurde. Camara hatte noch gar nicht richtig auf der Strafbank Platz genommen, als nach neun Sekunden Plachta den Puck zum 2:2 ins Tor schweißte. Iserlohn war gerade wieder vollzählig, als Michaelis einen Schuss von Mattinen (23.) zum 3:2 ins Tor abfälschte. Das Spiel war damit gedreht. Ex-Rooster Proske kassierte die nächste Strafe im Spiel, aber Iserlohns Powerplay war nahezu wirkungslos. Ein Hauch von Iserlohner Torchance wehte erstmals durch die SAP-Arena, als Farkas und Norell den Puck auf Mattssons Kasten brachten. Absolut sehenswert der vierte Mannheimer Treffer in der 34. Minute, als Bennett alles inclusive Jenike ausspielte. „Gute Hände“ sagt man da wohl zu den Fähigkeiten des Kanadiers. Eine weitere Strafe gegen Mannheims Solow bleib ebenfalls ohne Torerfolg der Gäste, da Mannheims Unterzahlspiel definitiv funktionierte.
Salstens Treffer bringt die Spannung zurück ins Spiel

Hoffnung keimte bei den Iserlohnern im Schlussdrittel auf, als O´Donnell die nächste Mannheimer Strafe (43.) kassierte. Und diesmal stach das bis dahin eher harmlose Powerplay der Roosters zu. Salsten hatte aus der halbrechten Position einen Querpass zum 4:3 Anschlusstreffer eingenetzt. Das Spiel war nun wieder deutlich offener als noch im Mitteldrittel. Bis in die Schlussphase blieb das Match eng und spannend. Die Goalies Mattsson und Jenike blieben stetig wachsam. Jenike hatte gerade vor sechs Sekunden seinen Kasten für den sechsten Feldspieler verlassen, als Mannheim in Scheibenbesitz kam und Mattinen relativ mühelos zum 5:3 ins verwaiste Iserlohner Tor traf. Das Spiel war damit entscheiden. Drei verdiente, aber auch hart erkämpfte Punkte bleiben in der Quadratenstadt.
Mannheim erster Verfolger von Ingolstadt
In der Tabelle bleiben die Adler Spitzenreiter Ingolstadt mit einem Punkt Rückstand auf den Fersen. Iserlohn verweilt auf dem vorletzten Platz mit weiterhin zehn Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Dresden.
Am kommenden Sonntag geht es für beide Teams weiter: Iserlohn empfängt Tabellennachbar Löwen Frankfurt am heimischen Seilersee und die Adler treten in Wolfsburg an. Mit einem Sieg gegen Frankfurt könnten die Iserlohner auf Platz zwölf klettern.
Alle Tore des Spiels
Statistik
Tore: 0:1 (13:20) Camara (Cornel/Ugbekile), 1:1 (15:17) Solow (Schütz/Greco), 1:2 (15:35) Salsten (Ugbekile/Wood), 2:2 (20:33) Plachta (Gilmour/Greco) 5-4PP, 3:2 (22:50) Michaelis (Mattinen/Gawanke), 4:2 (33:58) Bennett (Kälble), 4:3 (44:32) Salsten (Wood/Ugbekile) 5-4PP, 5:3 (58.44) Mattinen ENG
Strafen:
Schiedsrichter: Palkövi; Rohatsch (Kontny, Brüggemann)
Zuschauer: 12.512
Mannheim: Mattsson – Renouf, Mattinen; Kälble, Gawanke; Gilmour, Fohrler; – Heim, Esposito, Plachta; Schütz, Michaelis, Ehl; O´Donnell, Reichel, Proske; Bennett, Solow, Greco
Iserlohn: Jenike – Ugbekile, Wood; Lassen, Norell; Huß, Erkamps; Radionovs – Camara, Cornel, Fischbuch; Jentzsch, Salsten, Thomas; Alberg, Törnqvist, Borzecki; Geiger, Neumann, Farkas
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