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Mannheim (gk). Zum Auftakt der neuen DEL-Saison gab es für die Eishockey-Fans in der Metropolregion mit der Partie Adler Mannheim gegen die Eisbären Berlin...

Beeidnruckende Choreo vor dem Spiel im Adlerblock – © by Eishockey-Magazin (GK)

Mannheim (gk). Zum Auftakt der neuen DEL-Saison gab es für die Eishockey-Fans in der Metropolregion mit der Partie Adler Mannheim gegen die Eisbären Berlin gleich einen Leckerbissen. Denn beide sind nicht nur die große Rivalen in der DEL, sondern die zwei Teams standen sich auch in der dramatischen, letztjährigen Endspielserie gegenüber.

Dass es am Sonntagabend nach Spielende 6:1 (2:0/2:0/2:1) für die Adler heißen würde, hatte wohl niemand – nicht mal die kühnsten Optimisten -erwartet. Doch auch wenn das Ergebnis vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch ausfiel, war es hoch verdient. Es deckte schonungslos die an diesem Abend herrschenden Schwächen der Berliner und mehr noch die Stärken der Adler auf. So stellten die Mannheimer in allen Mannschaftsteilen die stärkere Equipe. Die Adler dominierten angefangen vom neuen Torwart Dennis Endras über die Verteidigung bis hin zu den Stürmern. Am deutlichsten wurde der Unterschied jedoch in den Special Teams, bei Unter- und Überzahl. Während die Adler vier ihrer sechs Tore in Überzahl erzielten, vermochten die Eisbären nicht eine Überzahlsituation zu nutzen.

Nach den zwei Siegen vom Wochenende über die Mitfavoriten Ingolstadt und Berlin stehen die Adler nach dem zweiten Spieltag  auf Platz eins in der Tabelle. Doch bei aller Euphorie im Adler-Horst, sollte man auf dem Teppich bleiben, denn es war nur die zweite Partie in einer langen Saison, die 52 Begegnungen für jedes Team vorsieht.

Was bei den Adlern am Sonntag überzeugte, war die kompakte Mannschaftsleistung. Nicht umsonst gab es sechs verschiedene Torschützen und insgesamt trugen sich neun Cracks in die Skorerliste ein. Und diese Ausgeglichenheit ist wohl das große Plus der Kurpfälzer und macht es so schwer, sie auszurechnen.

Was für Mannheim gilt, trifft mit umgekehrten Vorzeichen auch für Berlin zu, die zurzeit am Tabellenende stehen. Dort werden sie nicht bleiben und sie werden sich hoch arbeiten, aber es wird – und dies deutet sich nach dem ersten Wochenende schon an – keine leichte Saison für das Team. Zumal ein gewisser personeller Umbruch vonstatten ging und momentan einige Verletzte zu beklagen sind.

 

Zur Chronologie:

Berlins Keeper in Bedrängnis – © by Eishockey-Magazin (GK)

Die Partie erlebte einen flotten Beginn. Von harmlosem Abtasten keine Spur. Es ging zur Freude der über 13.000  Zuschauer gleich mit hartem Körpereinsatz und tollem Offensiv-Eishockey voll zur Sache. Man merkte den Cracks auf dem Eis die Rivalität beider Clubs. Die Spieler beider Clubs werden in diesem Leben wohl keine dicken Freunde mehr werden.

Nach ausgeglichenen Beginn waren es mehr und mehr die Adler die Akzente setzten. Mit einem Doppelschlag durch Craig MacDonald (13. Min)  und Adam Mitchell (16. Min) in Überzahl führten die Adler zur Drittelende mit 2:0 Toren.

Agierten beide Teams im ersten Abschnitt auf Augenhöhe, drückten die Adler dem zweiten Drittel eindeutig ihren Stempel auf und beherrschten die Eisbären, sodass es zu Drittelende verdient 4:0 für die Cracks aus der Quadratestadt hieß. Dabei hatte der Abschnitt alles andere als gut für die Blau-Weiß-Roten begonnen. In der 22. Minute erhielt der Mannheimer Stürmer Mike Glumac eine Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Doch vermochten es die Berliner nicht aus dieser numerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Ganz im Gegenteil. Ihr Überzahlspiel war misslungen und muss für diese Phase als kläglich bezeichnet werden. Mannheim hingegen baute sich an dem überstandenen Unterzahlspiel auf und drehte im Anschuss gewaltig auf. Der verdiente Lohn waren die Tore zum 3:0 (33. Min) durch Steven Wagner und zum 4:0 (37. Min) durch Yanick Lehoux. Beide Treffer fielen in Überzahl, was die Überlegenheit der Adler in den Special Teams bei Über- und Unterzahl verdeutlicht. Mit dem 4:0 ging es unter dem frenetischen Jubel der Sadler-Fans in die Kabinen.

Das dritte Drittel hatte kaum begonnen, da lag der Puck auch schon hinter Adler-Torsteher Dennis Endras. Die Mannheimer Hintermannschaft agierte unachtsam und schon zappelte der Puck zum 4:1 Zwischenstand im Adler-Gehäuse. Doch ließen sich die Kurpfälzer nicht aus dem Konzept bringen und setzten ihr Angriffspiel fort. Wobei die Berliner sich noch einmal aufbäumten, um nicht sang- und klanglos bei Erz-Rivalen aus Mannheim unterzugehen. Doch spätestens der Treffer zu 5:1 in der 52. Minute war der Todesstoß für die Eisbären. Nun war das Match endgültig entschieden und Berlin fügte sich sein Schicksal.

Die Eisbären zeigten sich dann als schlechte Verlierer und es kam zu heftigen Rangeleien. In der 55. Minute gerieten sich zunächst Matthew Foy und Shawn Belle in den Haare, wobei der Mannheimer  sich hier überlegen zeigte. Danach musste Berry Tallackson auf die Strafbank, da er Frust abbauen wollte. Die Adler gaben die Antwort auf dem Eis und Yanick Lehoux markierte das insgesamt fünfte Adler-Überzahltor zum 6:1 Endstand.

 

Berlin: Mannheim 6:1 (2:0/2:0/2:1)

Tore:  1:0 (11:57) MacDonald (Kink/Glumac) – EQ; 2:0 (15:10) Mitchell (Lehoux/Magowan) – PP1;  3:0 (32:11) Wagner (Lehoux/Mitchell) – PP1; 4:0 (36:58) Lehoux (Mitchell/Ullmann) – PP1; 4:1 (40:28) Sharrow (Busch/Zepp) – EQ; 5:1 (51:39) Kink (MacDonald/Arendt) – EQ; 6:1 (57:16) Ullmann (Mitchell/Lehoux) _ PP1

Strafen: Mannheim 14 Min + 5 Min + Spieldauer für Glumac – Berlin 18 Minuten + 10 Min für Katic

Torschüsse: Mannheim 31 – Berlin 28

Schiedsrichter: Bauer / Klau

Zuschauer: 13.047

 

Aufstellungen:

Mannheim: Endras (Brückmann) – Janik, Sifers, Wagner, Reul, Goc, Bittner  – Mauer, Ullmann, Seidenberg, Arendt, Mitchell, Magowan, Glumac, El-Sayed, Lehoux, Plachta, MacDonald, Kink

Berlin: Zepp (Elwing) – Sharrow, Baxmann, Katic, Hördler, Bielke, Supis – Christensen, Tallackson, L. Braun, Busch, Talbot, T.J. Mulock, Foy, Arniel,  T. Mulock, Weiß, Schlenker, Haase

 

Three Stars:

*** Lehoux (Adler)

**Zepp (Eisbären)

*Endras (Adler

 

Gernot-Kirch

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