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Mannheim(GK). Die Mannheimer Adler haben am Freitag in einem hochdramatischen Eishockey-Krimi mit 5:4 (0:1/2:3/2:0/1:0) Toren nach Verlängerung gegen die Wolfsburg Grizzlys gewonnen. Damit haben...
Marcus Kink vor dem Tor von Felix Brückmann - © by Eishockey-Magazin (GK))

Marcus Kink vor dem Tor von Felix Brückmann – © by Eishockey-Magazin (GK))

Mannheim(GK). Die Mannheimer Adler haben am Freitag in einem hochdramatischen Eishockey-Krimi mit 5:4 (0:1/2:3/2:0/1:0) Toren nach Verlängerung gegen die Wolfsburg Grizzlys gewonnen. Damit haben die Adler die erste Partie des Play-Off-Halbfinals, das im Modus Best-of-seven ausgetragen wird, gewonnen und führen die Serie mit 1:0 Spielen an. Am Sonntag geht es nach Wolfsburg, ehe die Serie am Dienstag nach Mannheim zurückkommt.

 

Nach 30 Minuten sah es gar nicht gut für die Mannheimer aus, denn bis zu diesem Zeitpunkt führt der Gast aus Niedersachsen mit 3:0 Toren und alles deutete auf ein Debakel für die Kurpfälzer hin. Dann jedoch erwachten die Adler und schlugen zurück. Zunächst markierte Matthias Plachta in der 31. Minute den Anschlusstreffer, woraufhin Wolfsburg das 4:1 erzielte. Jetzt schien wieder alles verloren, doch noch im zweiten Abschied konnte Glen Metropolit auf 2:4 verkürzen. Im letzten Drittel marschierte und spielte dann nur noch Mannheim. Wolfsburg agierte jetzt, wie phasenweise schon im zweiten Abschnitt, mit einem überharten Brutalo-Eishockey. Doch die Adler gaben die sportliche richtige Antwort auf dem Eis und Sinan Akdag (51. Minute) sowie Frank Mauer (51. Minute) schossen innerhalb weniger Sekunden den 4:4 Ausgleich heraus. Die Entscheidung fiel schließlich in der Verlängerung, als Jon Rheault in der 74. Minute den viel umjubelten Siegtreffer markierte.

Beide Teams boten bestes Play-Off-Eishockey. Letztlich war es zwar nur ein Sieg in einer wohl langen Serie, doch wer einen 1:4 Rückstand noch in einen Sieg dreht, der verdient Respekt und Anerkennung. Auch hat er gezeigt, dass er kämpfen und fighten kann. Verdient war der Sieg aber auch deswegen, weil Wolfsburg sich mit seinem überharten Eishockey nicht durchsetzen konnte, sondern die sportliche Klasse der Adler die Akzente setzte.

1. Drittel

Es war ein ausgeglichener Beginn mit großen Chancen auf beiden Seiten. Nach etwa drei Minuten übernahmen dann überraschenderweise die Grizzlys das Kommando und setzten die Ausrufezeichen. Es war für viele Zuschauer sicher überraschend, wie stark und selbstbewusst die Wolfsburger auftraten. Bei Mannheim hingegen lief nicht viel zusammen. In der 19. Minute dann der endgültige Schock für Mannheim, als der Wolfsburger Marco Rosa aus halblinker Position zum 1:0 traf. Mit der verdienten Grizzly-Führung ging es in die Kabinen.

2. Drittel

Der zweite Abschnitt begann mit zwei heftigen Nackenschlägen für die Adler. In der 24. Minute traf zunächst Grizzlys-Stürmer Christoph Höhenleitner zum 2:0 für die Niedersachsen, dann packte Norman Milley in der 27. Minute mit seinem Treffer gar das 3:0 drauf. Adler-Torwart Dennis Endras sah bei den Toren nicht immer gut aus. Jetzt aber erwachten die Adler überraschenderweise und legten, besonders was die körperliche Präsenz anging, mächtig zu. Die Partie wurde nun extrem hart und die Grenze zum Foulspiel wurde häufig, besonders von Wolfsburger Seite, überschritten. Als Adler-Stürmer Matthias Plachta in der 31. Minute zum 1:3 Anschlusstreffer einschoss, tickten die Wolfsburger aus und es entstand eine heftige Rauferei. Nach dem Tor witterten die Adler aber Morgenluft und machten gewaltig Druck. Doch gelang Grizzlys-Stürmer Christoph Höhenleitner in der 37. Minute überraschend ein Tor zum 4:1 Zwischenstand. Mannheim steckte jedoch nicht auf und schließlich war es Niki Goc der in der 39. Minute auf 2:4 verkürzen konnte. Im Anschluss tickten die Wolfsburger erneut aus und es entwickelte sich wieder eine heftige Rauferei. Mit der 4:2 Führung für die Niedersachsen ging es in die Pause.

3. Drittel

Adler-Coach Geoff Ward wechselte zum letzten Abschnitt die Torhüter, brachte für den glücklosen Dennis Endras den nominell zweiten Goalie Yuri Ziffzer, der seine Sache deutlich besser machte. Die Adler wollten es jetzt noch einmal wissen und machten gewaltig Dampf. Die Chancen waren nun da auf Mannheimer Seite, doch der Puck wollte nicht reingehen. Rasch waren zehn Minuten gespielt und Mannheim war immer noch kein Anschlusstreffer gelungen. In der 52. Minute wurden die Mühen aber belohnt und Sinan Akdag verkürzte auf 3:4 Tore. Nur 19 Sekunden später dann der Eishockey-Wahnsinn und Frank Mauer gleicht zum 4:4 aus. Jetzt stand das Stadion Kopf und die Zuschauer peitschten Ihre Adler nach vorne. Die Mannheimer nun im Rausch und die Grizzlys konfus. Die Partie stand jetzt auf des Messers Schneide.Viereinhalb Minuten vor Spielende dann Mannheim mit einem Mann mehr auf dem Eis. Das Wolfsburger Gehäuse lag jetzt unter einem gewaltigen Dauerfeuer, doch die kleine Hartgummscheibe ging nicht rein. Auch in der Folge war Mannheim eindeutig überlegen und das bessere Team, aber die Grizzlys retteten sich bis zur Pausensirene und es ging in die Verlängerung.

Verlängerung

Die Adler blieben das dominierenden Team, doch hatte sich Wolfsburg wieder etwas stabilisierte. In der 65. Minute dann der Mannheimer Matthias Plachta mit der riesigen Gelegenheit, aber er verpasste. Der Wolfsburger Kasten jetzt im Trommelfeuer der Adler-Kanoniere. Erst nach rund sieben Minuten gelang es den Niedersachsen sich aus der Umklammerung zu lösen und selbst wieder gefährlich vor dem Adler-Gehäuse aufzutauchen. Jetzt war es wieder ein Match auf Augenhöhe, doch dann war es Jon Rheault, der in der 74. Minute zum 5:4 für die Adler einschoss und den Sieg perfekt machte.

Mannheim : Wolfsburg 5:4 (0:1/2:3/2:0/1:0)

Tore: 0:1 (18:46) Rosa (Stas/Milley) – EQ; 0:2 (23:53) Höhenleitner (Bina/Mulock) – EQ; 0:3 (26:46) Milley (Stas/Rosa) – EQ; 1:3 (30:25) Plachta (Richmond/Metropolit) – EQ; 1:4 (36:07) Höhenleitner (Aubin/Mulock) – EQ; 2:4 (38:38) Metropolit (Kink/Goc) – EQ; 3:4 (50:12) Akdag (Yip/Rheault) – EQ; 4:4 (50:31) Mauer (Akdag/Ullmann) – EQ; 5:4 (74:00) Rheault (Akdag/Hospelt) – EQ;

Schiedsrichter: Bauer / Brüggemann
Strafen: Mannheim 14 Min – Wolfsburg 20 Min

Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)

Aufstellungen:

Mannheim: Endras (ab 40. Min Ziffzer) – Raymond, Foster, Reul, Goc, Richmond, Akdag, Fischer – Hecht, Ullmann, Mauer, Hospelt, Rheault, Plachta, Yip, Metropolit, Kink, Buchweiser, Joudrey, Höfflin

Wolfsburg: Brückmann (Vogl) – Krupp, Likens, Wurm, Schaus, Keller, Hambly, Bina – Furchner, Haskins, Dzieduszycki, Stas, Rosa, Milley, Höhenleitner, Mulock, Aubin, Neuert,Mayer, Polaczek

 

Three Stars:

*** Metropolit (Adler)

** Stas (Grizzly)

*  Reul (Adler)

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